VORWORT - TEIL I
Warum diese Webseite?
| "Der Edle pflegt seine edle Seite und der Elende pflegt seine elende Seite." - Lao-Tse - |
"J
ungen sind nicht einfach nur Schweine, sie sind arme Schweine", attestierte eine populäre Zeitschrift den Eltern männlichen Nachwuchses in ihrer Reportage über Jungen im Heft vom 08. 06. 2000! Ich schrieb an das Blatt, daß Jungen bestimmt keine Schweine sind. "Schweine sind vielmehr diejenigen, die derart derbe Vorurteile gegenüber irgendeiner Gruppe mit naiver Leichtfertigkeit öffentlich formulieren", erklärte ich dem Magazin und fügte hinzu: "Und diese sind nicht einfach nur Schweine, sie sind blöde Schweine."
Doch zur inhaltlichen Kritik eines Artikels, dessen Schlußfolgerungen derartigen Unsinn zeitigen - von der erzieherischen Destruktivität des Satzes ganz abgesehen - ist hier noch nicht der richtige Platz. Schließlich wird ein jedes Käseblatt die Inhalte auch bestimmen, die es als ein solches ausweisen. Für uns ergeben sich an dieser Stelle umfassendere Betrachtungen, nämlich die Betrachtungen, aus welchen die Fragen entstehen, die uns die Notwendigkeit einer gedankenvollen Betroffenheit ersichtlich machen:
Warum kann der Schreiberling eines populären Blattes eine bestimmte Bevölkerungsgruppe so unsacht und in einer Weise, die bei keiner anderen Gruppe möglich wäre, beleidigen, ohne sich auch nur im geringsten um etwaige Reaktionen aus der Bevölkerung zu scheren? Wie ist es in einer Zeit, in welcher die Ächtung von Vorurteilen eine Forderung an jeden auch nur elementar gebildeten Menschen darstellt, möglich, daß gerade die Gruppe männlicher Kinder so vorurteilsblind und maßlos übertrieben diskriminiert und niedergemacht wird, die Gruppe, die den wesentlichsten Zukunftsträger einer jeden Gemeinschaft&xnbsp; ausmacht?
Die Antwort auf diese Fragen ist einfach und verblüffend zugleich. Es ist die Absicht dieser Webseite, daß sie auch allmählich beginnt, etwas nachdenklich zu wirken.
Sie lautet: Das alles ist nur möglich, weil Jungen das männliche Geschlecht repräsentieren, und in den letzten Jahrzehnten hat sich bei nahezu allen Medien ein solches Klischee gegen den maskulinen Menschen durchgesetzt, das durch seine hysterische Unnachgiebigkeit durchaus jede Voraussetzung erfüllte, eine Verfolgung genannt zu werden, ließe sich die eine Hälfte der Menschheit, gegen die es sich richtet, nicht so schlecht&xnbsp; verfolgen.
Denn was das oben zitierte Magazin - es war der STERN - in seiner Formulierung über Jungen an Innovation beisteuert, ist lediglich, daß hier die mediengeschürte Männerfeindlichkeit erstmalig in einem Wochenmagazin, und gleichsam als wolle sie eine neue Qualitätsstufe erklimmen, sich sogar noch über Kinder, männliche Kinder ergeht. Auf erwachsene Männer bezogen sind derartige Formulierungen gewöhnlicher Alltag, werden seit langem als Titel von Fernsehsendungen benutzt, oder von Flachgeistern musikalisch vertont. Schlagzeilen in täglichen Boulevardblättern, aber auch Ausführungen in populären pseudowissenschaftlichen Ausgaben behaupten, immer Neueres an den Tag zu legen, was den angeblichen Mythos über den Mann in seinen positiv-maskulinen Eigenschaften zerstört und ihm nur die negative Seite seines Wesens, die es durchaus auch gibt, zubilligen, um ihn dann so als verwerflich, untauglich, ja schädlich zu definieren.
Absonderliche Thesen, die mit Besessenheit der Absicht nachgehen, alles maskuline Ansehen zu beschädigen, grassieren wie wütende Viren auf allen Plattformen des mentalen Lebens und schlagen als Zeitungsartikel, dubiose Kultur- oder Unterhaltungsdarbietungen in Filmen, Büchern oder Werbung nieder.
"Männer haben eine Macke...", "Alle Männer sind Vergewaltiger...", "Männer sind Ignoranten... egoistisch, langweilig und anspruchslos... öde Monster", sind "das zweite Geschlecht" und ohnehin "das schwache", ein "Fehlgriff der Natur". Männer haben ein dürftiges Chromosom, schlechte Gehirnverbindungen, weniger Nervenendungen an entscheidenden Stellen, werden "von der Natur benachteiligt", können nicht beide Hände zugleich gebrauchen, können nicht kommunizieren, haben Probleme mit der Sprache, keine Phantasie, keine Gefühle und was alles der kollektive Wahn behauptet, zu welchem der spätere Feminismus offenbar avanciert, da er in selbsterwirkter Blindheit nicht nur die Unmöglichkeit derartiger Beschreibungen verkennt (denn das alles kann der Mann, gemessen an dem, was auf diesem Planeten sein Werk und seine Präsenz genannt werden kann, unmöglich sein), sondern sich noch darüber hinaus das misanthrope, rassistisch-sexistische Antlitz selbst zu reflektieren versagt, das er allmählich angenommen hat.


