DER MASKULIST
27.06.2011

Ich mußte plötzlich entdecken, daß ich gar nichts dagegen habe, wenn Frauen Fußball spielen. Solange sie es eben nur spielen und es nicht wirklich ernst meinen, ist es doch vollkommen in Ordnung, dachte ich heute erleichtert ob der kleinen plötzlichen Erleuchtung über die wortspielerische Räumlichkeit des Begriffs.

Und es war ausgerechnet dieser Kanzlerin der Deutschen beschieden (oder sollte es besser "der Kanzlerin dieser Deutschen" heißen?), mich in des Wortes wahre Deutung einzuführen. Man schaue sich nur das herzhafte Weib in den Pressebildern an, wie präzis, wie urtümlich, ja charismatisch es den Fußballfan spielt! Den Fußballfan in so typischer Situation wie bei der - nach abgewendetem Unheil auf dem Rasen - gerade erst wieder nachlassenden Aufgebrachtheit und jener wiedereinsetzenden Kontrolle über sich selbst, die das Verschlucken des in der Linken eingeklemmten  Gegenstands doch hoffentlich verhindern wird.

"Das ist doch nur gespielt", entdeckte ich freudig. Die da oben spielen einfach Fans, und die auf dem Rasen Fußballer. So einfach zu verstehen! Oder? Bitte sagen Sie es auch, sagen Sie, daß die alle da nur spielen. Sonst müßten wir es doch mit der Angst zu tun bekommen bei diesen Merkelbildern?

Oder mit der Wut? Über Wut wurde kurz im 2. Antifeminismus-Treffen in Winterthur am Samstag, den 25., einen Tag vor dem Start des Frauen-WM-Spielens, auch gesprochen. Aber nur unserem Gast zuliebe, der mitnehmen sollte, daß die feministischen Absurditäten uns wütend machen, und nicht das Unvermögen, welches uns zu "Emanzipations-" oder gar "Sex-Verlierern" verurteilt, wie der auch "Männerlobbyist" genannte neulich in der NZZ meinte. Der sich in Winterthur "in das Maul des Löwen" (so irgend ein seichtes Medium zu unserem Treffen) Begebende nahm auch mit, daß Antifeminismus nicht im "politischen Kokon" der Geschlechterpolitik plausibel werden kann, in dem er, als Alibimann involviert, auch mal gelegentlich ein kleines Schräubchen drehen darf. Und daß die Politik der Unmöglichkeit, die "Gleichstellungspolitik", nur Vorwand für jene anthropologischen Zielsetzungen ist, die man in den abstrusen Theorien der Genderisten mit dem Unbehagen namens Gänsehaut erblickt. Und daß er sich auf dieser, der anthropologischen Ebene des Phänomens aufhalten sollte, um uns überhaupt zu begegnen.

Was ich nun den "Antifeministen" selbst zu sagen hatte, mein Beitrag mit dem Titel "Feminismus als Ausdruck spätabendländischer Selbstentfremdung", ist jetzt online.

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