###LLAKRTE###
     
Man wollte wegschauen, sich einreden, die eigene, übersensible Wahrnehmung sei es; sie spiele einem einen Streich. Doch die... ... eigene Wahrnehmung behielt recht, das war irgendwann nicht mehr zu leugnen.


Bereits der Umgang des Feminismus mit der Sprache hätte genügt,um sein Unwesen zu belegen. Doch wenige merkten auf.
Der Widerspruch, einerseits die Frau ermächtigen zu wollen, aber andererseits alle Verantwortung auf den Mann zu delegieren, bringt die bigotte Haltung des Feminismus bestens zum Ausdruck. ...... Übrigens eine sehr weibliche Haltung, die zwar von den Herren der Schöpfung zu allen Zeiten als List erkannt, dennoch toleriert oder (je nach Zeitalter) von ihnen sogar bis zur Selbstaufgabe kultiviert wurde.

Verblüffend dabei: Je 'patriarchaler' die Welt wurde, desto mehr Geltung erhielt die Mystifizierung des weiblichen Trickreichtums und der Frau selbst. – Eine zügige Umschau in Vergangenheiten.

Weil die Versuche einer Ermächtigung der Frau versagen, schlägt der Prozeß in ein Reduzieren des Mannes um. Die so eingeleitete Herabwürdigung des Maskulinen ereichte bereits den ethisch-anthropologischen Bereich. Tatort: die universitären...... Bildungsstätten. Dieser Vorstoß unterstützt und inspiriert die politischen Maßnamen, die bewirken sollen, daß 'Zukunft weiblich' wird. Totalitäre Mechanismen der Art Gender-Mainstreaming werden teuer installiert. Da Zukunft aber – wie unsere technisierte Gegenwart zeigt – aus der Mitte des Maskulinen heraus entsteht, gelingt solches wahnhafte Vorhaben der Feministen nicht.

Was aber dabei geschieht, ist ein Angriff auf die betroffenen Systeme und zwar einer, dessen Wesen weniger dem eines Aktes, sondern eher dem einer Infektion oder Vergiftung gleicht. Vergiftung der rechtsethischen Ordnung und Pervertierung des Leistungsapparates.

Indessen scheinen Frauen (sehr zum Ärger der angeheuerten Alphaweibchen des Feminismus) wenig von dem zu halten, was die Ideologie ihrer Ermächtigung gern aus ihnen machen will.

Haß auf die Männer weist in der Gegenwartskultur die unterschiedlichsten Ausdrucksformen auf. Seine ersten grellen Blüten trieb er auf den Gefilden der radikalisierten Weiblichkeit – insbesondere Amerikas. Wir befassen uns in den hiesigen Beiträgen zunächst mit der Psychologie dieser...... geistigen Töchterschaft Valerie Solanas, und was wir feststellen, kann überraschen, denn es ist Liebe! Es ist nicht die Bitterkeit erlebter Unterdrückung, sondern die Liebe zum Maskulinen, die eine 'richtige' Emanze zu dem macht, was sie ist. Es ist verwehrte Identität, die sich am Ende mit krankhafter Vehemenz gegen das wendet, was sie nicht sein darf, es ist "Revolte gegen die eigene Selbstverachtung".

Der in der Gesellschaft vorhandene - hier "öffentlich" genannte - Männerhaß, wie er sich etwa in den Erzeugnissen von Unterhaltung oder populärer Wissenschaft niederschlägt, ist nicht eine Übertragung des feministischen Hasses auf die Gesellschaft, sondern er ist auf eigener Basis entstanden. In unserer...... Absicht, diese Basis zu benennen, fahren wir in diesen Beiträgen damit fort, die Wege im politischen und kulturellen Leben zu beschreiben, auf denen sich der Männerhaß entfalten konnte, und die Strukturen im öffentlichen Denken und Empfinden zu analysieren, die ihm scheinbare Legitimität verleihen.

Endphase des Feminismus geht mit seiner Anthropologie einher, denn hier, bei der Erstellung eines Menschenbildes, erwirkt jede tendenziös konstruierte Ideologie ihr Scheitern. Das 'Gender'-Konstrukt, das sich anmaßt, die Geschlechterwirklichkeit ein Konstrukt zu nennen, braucht nun sein Menschenbild: Es wird aus...... dunkelster Vergangenheit geholt und erst in ferner Zukunft 'verwirklicht'. Dieses Meiden der Wirklichkeit, welche nur in der Gegenwart stattfindet; heute in einer Gegenwart, die durch die Errungenschaften der neueren Biologie, Neurologie und Humangenetik das Wesen der Geschlechter wie noch nie zuvor in der Sprache westlicher Intellektualität definierte, ist unerläßlich, um der Mär des Feminismus von einem geschlechtsneutralen Menschen, der sich erst in der Kultur einem konzipierten Zwang der Geschlechtlichkeit unterwerfen mußte, Raum zu gewähren.

Was aber war in der archaischen Vergangenheit? Wie wurden die Geschlechter erlebt und welcher elementaren Symbolik war ihre dualistische Präsenz unterworfen?

Welche - aus unterschiedlichen Lagen und Funktionen herleitenden - Analogien bestimmten das existentielle Verhältnis der Geschlechter zueinander, als der Mensch sein junges Ich erst aus der Materie schälte? Welche evolutionäre Zwischenstadien nennt heute der Feminist 'Matriarchate' und wie lassen sich diese Epochen seiner Begrifflichkeit entreißen? - Aufsätze für gern Philosophierende.

"Eine ähnlich lautende Kritik wie Ihre hat uns bislang nicht erreicht."

Vielleicht enthält obige Bemerkung aus einer Antwort der ARD im Jahr...... 1999 den Grund, warum diese Briefe etwas Besonderes in ihrem dokumentarischen Charakter sind: Ihre Entstehung geht auf eine Zeit zurück, in der man einen Protest der Männer nicht kannte.

Die ARD wurde in einem dieser Briefe wegen ihres Unterhaltungsprogramms "Nur ein toter Mann ist ein guter Mann" des Sexismus bezichtigt.

Viele Briefe wurden seither geschrieben und gesendet, die hier nicht archiviert sind. Besser aber noch ist, daß viele, sehr viele Briefeschreiber hinzu kamen; eine kleine 'Männerbewegung' wuchs unlängst heran, die heute mehr tut als Briefe schreiben, und die von den Medien (den ersten Adressaten der frühen Zeit) nicht mehr ignoriert werden kann.

Als Dokumentation also von Anfängen sind diese Briefe hier zu verstehen. Und ab und an, wenn wieder einer entsteht, der besonders tragende Ziele und Inhalte enthält, wird er hinzugestellt.

Die Lila Kröte ist eine negative Auszeichnung für besonders akzentuierte Männerfeindlichkeit in Wort oder Tat; für ein Verhalten von Personen und Einrichtungen, welches Männer oder Jungen...... diskriminiert, ihr Ansehen angreift, ihre Rechte und Chancen in der Gesellschaft hintan oder in Frage stellt und die Relevanz ihres Protestes gegen die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte leugnet.

Die Lila Kröte wird als Urkunde mit Wasserzeichen vergeben und relevanterweise an Menschen, die sie im übertragenen Sinn bereits geschluckt haben. Eine Lila Kröte geschluckt zu haben bedeutet, den Klischees erlegen zu sein, die Mann und Frau in Parallele zum Täter und Opfer, Gewalttätigen und Friedfertigen, Bösen und Guten, höheren und niederen Menschen, Verzichtbaren und Förderungswürdigen stellen.

Die Lila Kröte wird periodisch vergeben und berücksichtigt bei der Auswahl des Empfängers die Ereignisse der letzten zwölf Monate.


... indem die hier gezeigte Werbung mit manischer Beharrlichkeit gegen Wesen und Würde des Maskulinen wütet, offenbart sie ein in der Werbebranche etabliertes Bild weiblicher Innerlichkeit, das die Frau als einen seelischen...... Krüppel zeigt, dessen eigene Würde ihm selbst so irreal erscheint, daß nur die Entwürdigung des Anderen als Ausgleich in Frage kommt...


Sie können hier die archivierten Jahrgänge der Übersichtseite bis zu deren Entstehung im Jahr 2005 zurückverfolgen.










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"Ungeist" ist kein schönes Wort. Mit diesem Wort ist hier ein Geist gemeint, der sich selbst leugnet, ein Denken, das sich davon abhält, zu freien Urteilen zu gelangen, um vorgefertigten zu dienen. Solches Denken ist kein natürlich menschliches Verhalten, setzt sich aber immer dann durch, wenn es gezielten Interessen Erfolg verspricht oder wenn es für die Anhänger einer Weltanschauung den Konsens schaffen soll, der sie zusammenhält und so ihre Zugehörigkeit manifestiert. Es ist vielleicht das Gefährlichste an Ideologien, daß sie allesamt vermeinen, ihre Ziele seien heilig genug als Zweck, um noch das Heiligste am Menschen als Mittel mißbrauchen zu dürfen: das Denken.

Wie Ungeist funktioniert, wie er sich Begriffe schafft und sie an seinen Zwecken ausrichtet, wird hier nicht direkt erläutert (siehe hierzu unter "Begriffe"), sondern an Beispielen gezeigt werden. Diese Beispiele sind Briefe an Adressaten, die feministische Gedanken hegen oder feministische Intentionen befürworten und fördern.

Diese Briefe haben alle gemeinsam, daß sie Fragen stellen, die geeignet sind, die Widersprüche aufzuzeigen, die feministische Willkür im Denken hervorruft, Widersprüche, deren Aufdeckung befreiend wäre, deren Verdrängung und Tabuisierung aber nicht anders vonstatten gehen kann als durch feigen Verzicht auf weiteres Nachdenken; eine Unterlassung, der man wenig Achtung schenken kann und die in diesen Briefen deswegen häufig mit der gehörigen Portion Ironie quittiert wird.
25.02.2011

Gleiche Qualifikationen gibt es so wenig, wie es gleiche Menschen gibt. Schulabschlüsse können gleich und Ausbildungsbiographien ähnlich verlaufen sein. Gerade jedoch die unvermeidbare Ungleichheit der am Ende erzielten Qualifikationen macht jene Vielfalt (in genderdeutsch "Diversity") aus, die verschiedenen Karrierestufen und Anwendungsgebieten gerecht wird und insofern – und nur insofern – auch kreativ oder, sagen wir lieber, nutzbar genannt werden kann. Von "gleicher Qualifikation" auf die Art zu schwadronieren, wie es von Zeit zu Zeit einige modernistische Hohlköpfe aus der Wirtschaft unisono mit den feministisch korrumpierten Politikern der EU und Deutschlands tun, ist nicht naiv: es ist dreist und heimtückisch.

Denn das Gleichsetzen der Qualifikation mit der Benotung schulischer Leistung ist, als würde man die Solidität einer Wand allein von der Aufzählung der in ihr enthaltenen Ziegelsteine ableiten wollen, unabhängig ihrer Schichtungsdicke, ihrer Strukturierung und ihrer Festigkeit als Bauobjekt.

Gerade heute gibt es nicht bloße Anzeichen, sondern handfeste Untersuchungen, außerschulische Bildungsvergleiche und Wettbewerbe, die belegen, daß die Lieblinge des Schulsystems - die mit den besseren Abschlüssen - nicht auch diejenigen sein müssen, die eine überzeugende Wissenskonsistenz aufweisen, die am innovativsten mit dem Erworbenen umgehen. Ein charakteristisches Beispiel haben wir im Enthusiasmus der jungen Männer für die technischen Mittel und Gerätschaften ihrer Zeit im Gegensatz zu dem anschmiegsamen und auswendigen, aber weniger artefaktbezogenen, braven Lernen der Mädchen.

Doch diese geschlechtsspezifische Unterscheidung soll hier nicht weiter bekräftigt werden; wir wollen vielmehr den Fragen nachgehen, warum das so ist, was es bedeutet und wie es in der immer wieder aufflammenden Frauenquotendiskussion ins Gewicht fällt. Ein Ansatz dazu wurde auf diesen Seiten früher einmal in bezug auf das Geschlechterverhalten gegenüber dem elektronischen Rechner wie folgt formuliert: "Mädchen wollen vor allem einen Computer lediglich benutzen. Jungen hingegen wollen den Computer darüber hinaus erkunden, ihn noch einmal selbst erfinden." Und diese männliche Einverwobenheit mit dem Artefakt setzt sich durchaus im abstrakten Bereich mit den dort angesiedelten Objekten des Interesses, den Bildungsinhalten, fort:

So hat es Weltliteraten gegeben, die unter der sogenannten "Kant-Krise" - der Auffassung also, die menschliche Urteilskraft erfasse nicht das wahre Wesen der Dinge - Depressionen erlitten; es hat Gelehrte gegeben, die einer Grundlagenkrise der Mathematik mit Selbsttötung begegneten und solche, die vor dem morgendlichen Duell, das ihnen das Leben kosten sollte, die letzte Nacht ihres Lebens damit verbrachten, ihre mathematischen Inspirationen aufs Papier zu bringen, damit sie der Welt erhalten bleiben. Kann man sich solche Hingabe zum geistigen Objekt, solche Schicksal stiftende Einverwebung von Idee und Subjekt, solche Identifikation der Person mit dem eigenen mentalen Inhalt, auch bei einer Frau vorstellen?

Vielleicht will es der eine oder andere behaupten. Daß dem kaum so sein kann, bestätigen uns aber nicht zuletzt die Frauenförderer selbst, wenn sie auch oft nicht erkennen, daß sie genau das tun, wann immer sie die sozialen Kompetenzen, die Menschnähe, die Empathie, oder womit sonst emotionale Klebrigkeit zur Ehre des Weiblichen ausgezeichnet wird, bejubeln. Denn das Aufgehen in dem Objekt - zumal in dem ideellen - ist zunächst nicht vorwiegend sozial, sondern eher einsam, oft eigensinnig; wenn es auch am Ende gravierendere soziale Mitbringsel in seinen Ergebnissen liefert als die Handy-Geschwätzigkeit aller Frauen dieser Erde zusammen.

Nun bringt ja der intime Bezug zu einer Wissenschaft auch eine persönliche Einverleibung derselben mit sich, die das Individuum veranlaßt und legitimiert, eigene Wege mit ihr zu gehen, das ganze Sachgebiet oder Genre mit eigenen Inhalten zu erweitern, die von denen der bisherigen schulischen Tradition abweichen, oder diese sogar widerlegen könnten. Gab es nicht zu allen Zeiten hervorragende Köpfe, deren Entwürfe sich im mentalen Rahmen der schulischen Einrichtungen nicht entfalten konnten, weil sie diesen Einrichtungen geistig entwachsen waren oder intentional anders gerichtet als diese? Und müssen wir uns dieses Prinzip wiederkehrender Divergenz zwischen schulischem "Erfolg" und individueller Begabung nicht auch jenseits der berühmten Fälle denken und so annehmen, daß es eine beträchtlichere Anzahl von Menschen betrifft, als wir aus der Geschichte kennen können?

Solche Erfinder ihres Faches würden allerdings am Ende, soweit sie nicht durch zu selbstbewußtes Gehabe die Antipathie ihres Professors auf sich gehäuft hätten, auch nur die beste Note bekommen, ebenso wie ihre mittelmäßige Kommilitonin, die sich aber den Stoff mit erregtem Fleiß noch Minuten vor dem Examen ins Gehirn "einritzte". Verkehrter noch kann es kommen, wenn unser angehendes Genie in seiner jugendlichen Unachtsamkeit es sich mit der schulischen "Obrigkeit" verdirbt und Noten ins Leben trägt, die unter denen des fleißigen Mittelmaßes stehen. Demnach hätte er sogar eine geringere "Qualifikation"!

Wir haben es also bei der Qualifikation mit einem psychokognitiven Komplex zu tun, dessen Dimension und Umrisse so unterschiedlichen Maßgaben entsprechen wie die verschiedenen Persönlichkeiten der Menschen, die man ja auch nicht nach ihrer schulischen Vita oder anderen formalen Lebensläufen allein erklären kann. Ein solches Aufgebot ausstrukturierter Innerlichkeit nach der einfältigen Handlungsvorschrift eines Vergleiches von Schulzeugnissen klassifizieren zu wollen, welche nur besagen, daß gewisse Lernsequenzen erfolgreich absolviert wurden, nicht aber, in welchem Innenleben und unter welchem Temperament sie sich konsolidierten, ist dumm.

Innenleben kann sich nur auf sein Gleiches reflektieren. Auf ein Innenleben gegenüber. Das geschieht im Vorstellungsgespräch. Dort werden in sachgerechtem Vorgang Strukturen, Stimmungsmuster, Ausrichtungen eröffnet und besehen, dort stehen die Belange und Intentionen eines Unternehmens dem Temperament, der Bildung und der Einsatzfertigkeit eines Kandidaten gegenüber, abgewogen und verglichen durch einen im Unternehmen einverwobenen Personalverantwortlichen, dessen Menschen- und Sachkenntnis ihm die zuverlässigsten, ja einzigen Instrumente der Entscheidung sind. "Mich interessieren Ihre Zeugnisse nicht!", wird er das eine oder andere Mal gesagt haben. "Mich interessiert Ihre Chemie", und meint damit jene Zusammensetzung einer Wissensträgerstruktur, die wir oben schilderten.

Diese Einsicht in die Vielschichtigkeit eines solchen Entscheidungsprozesses läßt schon die Forderung nach Einhaltung einer Quote unter der weiteren Bedingung einer "gleichen Qualifikation" unbarmherzig naiv erscheinen. Solche Einschränkung der Wahlmöglichkeiten nach den politischen Belangen einer Geschlechterideologie ließe jede Absicht effizienter Entscheidungsfindung versanden, überließe diese größtenteils dem Zufall.

Und daß dieser selten hilfreich wäre, hängt mit jenem Faktor zusammen, der hier bereits benannt wurde: Einverwobenheit.

Das aufgepfropfte Geschlecht

Die sogenannte Gleichstellung als politisches Projekt hat mit Gleichstellung (ohnehin etwas an sich Aussichtsloses) nichts zu tun. Gewisse Bereiche werden einfach bevorzugt mit Frauen bestückt. Es wird kein Wert darauf gelegt, daß die Frauen dorthin wachsen; sie sollen dorthin verpflanzt werden. Es wird auch kein Wert darauf gelegt, daß sie Positionen besetzen, die sie zu einem mit dem männlichen gleichgestellten Teil der Gesellschaft machen. Eher scheint beabsichtigt, lukrative Posten, die männlicher Fleiß hervorbrachte, so üppig wie möglich, aber zugleich so begrenzt wie nötig mit Frauen zu besetzen. Üppig, damit möglichst viele Rosinen für die Weiblichkeit ausgepickt werden können, begrenzt, damit die Rosinenbereiche nicht durch einen übermäßigen Einmarsch der Inkompetenz ihre Funktion einbüßen.

In Abständen wird eine intensive mediale Propaganda für Frauenquoten in Führungspositionen privater Unternehmen losgetreten, die jedesmal aggressiver und umfassender ausfällt, wie gleich die ersten Wochen 2011 zeigten. Dabei geht es nur um bestenfalls ein paar hundert Frauen in den begehrten börsennotierten Unternehmen; keine Anzahl, die eine Umstrukturierung des planetarischen weiblichen Potentials bedeutet hätte. In Norwegen, wo diese Regelung zuerst durchgesetzt wurde, sollen lt. NEW YORK TIMES allein 70 sogenannte "golden skirts" ("Gold-Röcke") mehr als 300 Verwaltungssitze besetzen, weil weitere Frauenkompetenz nicht zu finden war. Als in den vergangenen Tagen eine ähnliche Regelung in Frankreich beschlossen wurde, engagierten die betroffenen Unternehmen Personalanwerber (Headhunters) und schickten sie auf die verfängliche Suche nach den Gold-Röckchen Frankreichs.

Den Druck dieses Engpasses scheinen bereits auch die deutschen Unternehmer zu spüren, wie es sich auf einer Veranstaltung des Vereins "Frauen in den Aufsichtsrat" zeigte, in deren Rahmen Vertreter der Unternehmen Unmut darüber äußerten, daß mittlerweile "auf den Vorschlagslisten von Personalberatern für Vorstands- und Aufsichtsratsposten fast nur noch Frauen" stünden, welche zudem "immer dieselben" seien, "weil es nur wenige ausreichend qualifizierte Bewerberinnen gebe." Und diese Herren, denen wir vorhalten, jahrzehntelang in dem Glauben geschlafen zu haben, der Feminismus erschöpfe sich bei den flotten Frauensprüchen in Klimbim-Sendungen, müssen auf einmal Männerdiskriminierung konstatieren: "Lediglich ein paar 'Quotenmänner' würden von den 'Headhuntern' noch angeboten. Schon jetzt ist… der öffentliche Druck so groß, dass Männer diskriminiert würden", beklagte man sich gegenüber der FAZ.

Es war unheimlich, wie ein paar Wochen zuvor die meisten Medien gleichgeschaltet den erhofften Sieg dieses dubiosen staatsdirigistischen Zwanges feierten, erbärmlich vor allem dann, wenn man in deren Impressum mit Mühe nach der obligatorischen Alibifrau suchen mußte. Um so begreiflicher die Verbohrtheit, mit der manche dieser Medien sogar Erhebungen präsentierten, die den offenen Internet-Umfragen diametral widersprachen. Eine aggressive Entschlossenheit hatte sich heimisch gemacht, die aus dem Wissen über den rein bildlichen Charakter und das immanente Unvermögen der eigenen Aktionismen resultierte. Denn welches war das bisherige Ergebnis ähnlicher Bestrebungen? Ein paar Frauen wurden für kultische Handlungen gekürt, um auf Vorstandsetagen mit zu verhandeln, an Universitäten zu lehren, auf dem Fußballrasen zu schiedsrichtern und in Takelagen aufzuentern; der Zeitgeist bekam sein Fresserchen, die Frauen sollten dies Ritual exerzieren.

Männer und Frauen wurden so zu politisch antagonistischen Kollektiven. Wenn aber die Geschlechter in solch kollektivistischer Antinomie gehandelt werden sollen, dann müßte auch ein Vergleich der existentiellen Nähe dieser zwei Gruppen zu den begehrten Gebieten erlaubt sein. Und das würde - gemäß unseren Gedanken von weiter oben - folgende Differenzen ergeben:

Die betroffenen Gebiete existieren nicht durch die Frauen, sie existierten und werden erhalten auch ohne sie, gerade ohne sie, möchte man sogar das eine oder andere Mal - angesichts der Wirkung weiblicher Präsenz an gewissen Orten besonders männlicher Prägung - meinen. Sie existieren allein durch die Männer. Letztere sind somit unentbehrlich, Frauen dagegen entbehrlich. Das kommt von daher, daß Männer allein den grundsätzlichen, niemals symbolischen Teil des Einsatzes tragen: den Bau der hohen Häuser in den großen Städten, die Errichtung der infrastrukturellen Bedingungen, die Konzeption, Durchführung und Instandhaltung aller technischen Anlagen. So erst können Unis lehren, Vorstandsetagen auf halber Himmelshöhe prosperieren und Schmuckperlen der Seefahrt als Marineschulen die Ozeane durchkreuzen. Bis die politisch gezüchtete Frauenpowerlichkeit ans Bord gehievt wird, um ein neues Zeitalter einzuläuten und den moralischen Untergang der Bark.

Diese existentielle Entfernung des aufgestülpten Geschlechts von den Einrichtungen seines verordneten Begehrens ist für die feministische Politik ein Tabu. Es gab noch niemals auch nur die leiseste Debatte darüber, was getan werden könnte/sollte, um Frauen in die Entstehungsprozesse der modernen Gegenwart zu involvieren, wozu gewiß das Mitbauen und Mittragen dessen gehört, was frau denn später als Ort ihrer vermeintlichen Entfaltung zur Verfügung gestellt haben will.

Die genauso häufige wie törichte Gegenrede, Frauen täten ohnehin genug, indem sie angeblich die Familien organisierten oder die Alten pflegten, ist für gewöhnlich abwegig und immer dann lächerlich, wenn diese Arbeitsteilung dem weiblichen Geschlecht außerirdische emotionale und kognitive Fähigkeiten beschert haben soll, die in Wortprägungen wie "Multitasking" und "Soft Skills" als Wunderwaffen in die tätige Erwerbswelt übertragen werden sollen.

Denn warum wird einerseits häusliche Tüchtigkeit als adäquat zur öffentlichen Aktivität gehandelt, und werden Frauen mit einschlägigen Tugenden als hinlänglich für die Berufswelt gerüstet angesehen, Männer aber im häuslichen Bereich nicht mit ihrem technisch-handwerklichen Beitrag (in Garten, Auto, Elektrik usw.) genügen, sondern auch die Wäsche aufzuhängen haben sollen? Müßte man da nicht im Gegenzug von Frauen erwarten, daß sie im öffentlichen Sektor auch mal ein Sträßchen legen? Ganz alleine? Powergirls unter sich? Und wie wäre es, wenn frau mit einem – erstmal kleineren – Hochhäuschen die Silhouette einer Großstadt ergänzen würde? Auf das wir (und vor allem die frauentatgierigen Femanzen) aufschauen und ausrufen könnten: "Endlich, ein Frauenhaus, das seinen Namen verdient!"?

Nein, noch haben Frauen als Kollektiv auf den Ebenen ihres staatlich forcierten Feldzuges nichts anzubieten, was sie als verdiente Trägerinnen der für sie anvisierten höheren Aufgabenfelder ausweisen könnte. Anrecht auf 40 Prozent Vorstands- bzw. Aufsichtsratsposten ohne 40 Prozent Unternehmensgründungen ist eine Formel für Plünderung und Dekadenz. Lediglich einzelne Individuen könnten den Anforderungen genügen, und auf deren Effizienz wird kein  Personalberater verzichten wollen. Quotenfrauen trügen unweigerlich Inkompetenz in die Chefetagen. Nur Misteln sitzen auf Höhen, die nicht die eigenen, sondern die des Wirtsbaumes sind, in dessen Ästen sie, eingewurzelt, sich von seinem Saft ernähren. Und bislang gibt es zum Glück kein Gebot der politischen Korrektheit, das uns die Klassifizierung dieser gewieften Gewächse als Schmarotzer verbieten will.

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