###LLAKRTE###
     
Man wollte wegschauen, sich einreden, die eigene, übersensible Wahrnehmung sei es; sie spiele einem einen Streich. Doch die... ... eigene Wahrnehmung behielt recht, das war irgendwann nicht mehr zu leugnen.


Bereits der Umgang des Feminismus mit der Sprache hätte genügt,um sein Unwesen zu belegen. Doch wenige merkten auf.
Der Widerspruch, einerseits die Frau ermächtigen zu wollen, aber andererseits alle Verantwortung auf den Mann zu delegieren, bringt die bigotte Haltung des Feminismus bestens zum Ausdruck. ...... Übrigens eine sehr weibliche Haltung, die zwar von den Herren der Schöpfung zu allen Zeiten als List erkannt, dennoch toleriert oder (je nach Zeitalter) von ihnen sogar bis zur Selbstaufgabe kultiviert wurde.

Verblüffend dabei: Je 'patriarchaler' die Welt wurde, desto mehr Geltung erhielt die Mystifizierung des weiblichen Trickreichtums und der Frau selbst. – Eine zügige Umschau in Vergangenheiten.

Weil die Versuche einer Ermächtigung der Frau versagen, schlägt der Prozeß in ein Reduzieren des Mannes um. Die so eingeleitete Herabwürdigung des Maskulinen ereichte bereits den ethisch-anthropologischen Bereich. Tatort: die universitären...... Bildungsstätten. Dieser Vorstoß unterstützt und inspiriert die politischen Maßnamen, die bewirken sollen, daß 'Zukunft weiblich' wird. Totalitäre Mechanismen der Art Gender-Mainstreaming werden teuer installiert. Da Zukunft aber – wie unsere technisierte Gegenwart zeigt – aus der Mitte des Maskulinen heraus entsteht, gelingt solches wahnhafte Vorhaben der Feministen nicht.

Was aber dabei geschieht, ist ein Angriff auf die betroffenen Systeme und zwar einer, dessen Wesen weniger dem eines Aktes, sondern eher dem einer Infektion oder Vergiftung gleicht. Vergiftung der rechtsethischen Ordnung und Pervertierung des Leistungsapparates.

Indessen scheinen Frauen (sehr zum Ärger der angeheuerten Alphaweibchen des Feminismus) wenig von dem zu halten, was die Ideologie ihrer Ermächtigung gern aus ihnen machen will.

Haß auf die Männer weist in der Gegenwartskultur die unterschiedlichsten Ausdrucksformen auf. Seine ersten grellen Blüten trieb er auf den Gefilden der radikalisierten Weiblichkeit – insbesondere Amerikas. Wir befassen uns in den hiesigen Beiträgen zunächst mit der Psychologie dieser...... geistigen Töchterschaft Valerie Solanas, und was wir feststellen, kann überraschen, denn es ist Liebe! Es ist nicht die Bitterkeit erlebter Unterdrückung, sondern die Liebe zum Maskulinen, die eine 'richtige' Emanze zu dem macht, was sie ist. Es ist verwehrte Identität, die sich am Ende mit krankhafter Vehemenz gegen das wendet, was sie nicht sein darf, es ist "Revolte gegen die eigene Selbstverachtung".

Der in der Gesellschaft vorhandene - hier "öffentlich" genannte - Männerhaß, wie er sich etwa in den Erzeugnissen von Unterhaltung oder populärer Wissenschaft niederschlägt, ist nicht eine Übertragung des feministischen Hasses auf die Gesellschaft, sondern er ist auf eigener Basis entstanden. In unserer...... Absicht, diese Basis zu benennen, fahren wir in diesen Beiträgen damit fort, die Wege im politischen und kulturellen Leben zu beschreiben, auf denen sich der Männerhaß entfalten konnte, und die Strukturen im öffentlichen Denken und Empfinden zu analysieren, die ihm scheinbare Legitimität verleihen.

Endphase des Feminismus geht mit seiner Anthropologie einher, denn hier, bei der Erstellung eines Menschenbildes, erwirkt jede tendenziös konstruierte Ideologie ihr Scheitern. Das 'Gender'-Konstrukt, das sich anmaßt, die Geschlechterwirklichkeit ein Konstrukt zu nennen, braucht nun sein Menschenbild: Es wird aus...... dunkelster Vergangenheit geholt und erst in ferner Zukunft 'verwirklicht'. Dieses Meiden der Wirklichkeit, welche nur in der Gegenwart stattfindet; heute in einer Gegenwart, die durch die Errungenschaften der neueren Biologie, Neurologie und Humangenetik das Wesen der Geschlechter wie noch nie zuvor in der Sprache westlicher Intellektualität definierte, ist unerläßlich, um der Mär des Feminismus von einem geschlechtsneutralen Menschen, der sich erst in der Kultur einem konzipierten Zwang der Geschlechtlichkeit unterwerfen mußte, Raum zu gewähren.

Was aber war in der archaischen Vergangenheit? Wie wurden die Geschlechter erlebt und welcher elementaren Symbolik war ihre dualistische Präsenz unterworfen?

Welche - aus unterschiedlichen Lagen und Funktionen herleitenden - Analogien bestimmten das existentielle Verhältnis der Geschlechter zueinander, als der Mensch sein junges Ich erst aus der Materie schälte? Welche evolutionäre Zwischenstadien nennt heute der Feminist 'Matriarchate' und wie lassen sich diese Epochen seiner Begrifflichkeit entreißen? - Aufsätze für gern Philosophierende.

"Eine ähnlich lautende Kritik wie Ihre hat uns bislang nicht erreicht."

Vielleicht enthält obige Bemerkung aus einer Antwort der ARD im Jahr...... 1999 den Grund, warum diese Briefe etwas Besonderes in ihrem dokumentarischen Charakter sind: Ihre Entstehung geht auf eine Zeit zurück, in der man einen Protest der Männer nicht kannte.

Die ARD wurde in einem dieser Briefe wegen ihres Unterhaltungsprogramms "Nur ein toter Mann ist ein guter Mann" des Sexismus bezichtigt.

Viele Briefe wurden seither geschrieben und gesendet, die hier nicht archiviert sind. Besser aber noch ist, daß viele, sehr viele Briefeschreiber hinzu kamen; eine kleine 'Männerbewegung' wuchs unlängst heran, die heute mehr tut als Briefe schreiben, und die von den Medien (den ersten Adressaten der frühen Zeit) nicht mehr ignoriert werden kann.

Als Dokumentation also von Anfängen sind diese Briefe hier zu verstehen. Und ab und an, wenn wieder einer entsteht, der besonders tragende Ziele und Inhalte enthält, wird er hinzugestellt.

Die Lila Kröte ist eine negative Auszeichnung für besonders akzentuierte Männerfeindlichkeit in Wort oder Tat; für ein Verhalten von Personen und Einrichtungen, welches Männer oder Jungen...... diskriminiert, ihr Ansehen angreift, ihre Rechte und Chancen in der Gesellschaft hintan oder in Frage stellt und die Relevanz ihres Protestes gegen die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte leugnet.

Die Lila Kröte wird als Urkunde mit Wasserzeichen vergeben und relevanterweise an Menschen, die sie im übertragenen Sinn bereits geschluckt haben. Eine Lila Kröte geschluckt zu haben bedeutet, den Klischees erlegen zu sein, die Mann und Frau in Parallele zum Täter und Opfer, Gewalttätigen und Friedfertigen, Bösen und Guten, höheren und niederen Menschen, Verzichtbaren und Förderungswürdigen stellen.

Die Lila Kröte wird periodisch vergeben und berücksichtigt bei der Auswahl des Empfängers die Ereignisse der letzten zwölf Monate.


... indem die hier gezeigte Werbung mit manischer Beharrlichkeit gegen Wesen und Würde des Maskulinen wütet, offenbart sie ein in der Werbebranche etabliertes Bild weiblicher Innerlichkeit, das die Frau als einen seelischen...... Krüppel zeigt, dessen eigene Würde ihm selbst so irreal erscheint, daß nur die Entwürdigung des Anderen als Ausgleich in Frage kommt...


Sie können hier die archivierten Jahrgänge der Übersichtseite bis zu deren Entstehung im Jahr 2005 zurückverfolgen.










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"Ungeist" ist kein schönes Wort. Mit diesem Wort ist hier ein Geist gemeint, der sich selbst leugnet, ein Denken, das sich davon abhält, zu freien Urteilen zu gelangen, um vorgefertigten zu dienen. Solches Denken ist kein natürlich menschliches Verhalten, setzt sich aber immer dann durch, wenn es gezielten Interessen Erfolg verspricht oder wenn es für die Anhänger einer Weltanschauung den Konsens schaffen soll, der sie zusammenhält und so ihre Zugehörigkeit manifestiert. Es ist vielleicht das Gefährlichste an Ideologien, daß sie allesamt vermeinen, ihre Ziele seien heilig genug als Zweck, um noch das Heiligste am Menschen als Mittel mißbrauchen zu dürfen: das Denken.

Wie Ungeist funktioniert, wie er sich Begriffe schafft und sie an seinen Zwecken ausrichtet, wird hier nicht direkt erläutert (siehe hierzu unter "Begriffe"), sondern an Beispielen gezeigt werden. Diese Beispiele sind Briefe an Adressaten, die feministische Gedanken hegen oder feministische Intentionen befürworten und fördern.

Diese Briefe haben alle gemeinsam, daß sie Fragen stellen, die geeignet sind, die Widersprüche aufzuzeigen, die feministische Willkür im Denken hervorruft, Widersprüche, deren Aufdeckung befreiend wäre, deren Verdrängung und Tabuisierung aber nicht anders vonstatten gehen kann als durch feigen Verzicht auf weiteres Nachdenken; eine Unterlassung, der man wenig Achtung schenken kann und die in diesen Briefen deswegen häufig mit der gehörigen Portion Ironie quittiert wird.
21.03.2010

Wie praktisch es doch ist, daß Behauptungen nicht bloß falsch oder richtig, sondern auch verwegen oder nicht verwegen sein können. Indem man nämlich ihnen den Aspekt von Verwegenheit bzw. Nicht-Verwegenheit beilegt, kann die Frage nach ihrer Richtigkeit rhetorisch legitim zurücktreten, und alles wird gut - selbst der Stursinn Alice Schwarzers. Zumindest zu Hause, bei den Systemmedien, die immer tapferer weil immer aussichtsloser ihre Verkündigungen von jenseits des tiefen Grabens austrommeln, der sie von denen trennt, deren Meinung sie zu vertreten behaupten: von den "Menschen", von der wahrnehmenden Bevölkerung.

Die Liga der DemagogInnen weiß das. So sprach Schwarzer unlängst und anläßlich des Rücktritts der linken Nicht-Regierungs-Politikerin Margot Käßmann (ihres pro forma Zeichens bis dahin EKD-Ratsvorsitzende), die deswegen in adretter Entschlossenheit zurücktrat, weil sie mit über 1,5 Promille Alkohol im Blut eine Panzerlimousine in nächtlicher Fahrt über rote Ampeln manövrierte: "Es ist nicht verwegen zu behaupten: Ein Mann in der Lage wäre nicht zurückgetreten!"

Warum auch sollte das verwegen sein? Es wäre ja schließlich auch nicht verwegen zu behaupten, ein Mann in der Lage wäre ebenso zurückgetreten. Und vermutlich wäre letzteres noch dazu richtig. Die einzige Verwegenheit in solchen Behauptungen ist die für Schwarzer so übliche rhetorische Schluderei, mit der sie immer dann ins Feld zieht, wenn die unvorteilhafte Schicksalswendung einer weiblichen Biographie bei Teufelin komm raus mit Männerversagen oder – besser noch – mit Männerschuld konnotiert werden soll.

Seitens des Maskulisten dagegen war es bewußte Zurückhaltung, kein Wort über den Fall Käßmann zu schreiben. Und das, obwohl seit ihrer Wahl zur Ratsvorsitzenden der EKD im vergangenen Herbst sich der gedankliche Anreiz, einiges über die Mutation von Käßmanns "Kirche" zu einer unverhohlen politischen Zusammenkunft zu erarbeiten, innerlich bereits gefruchtet hatte. Doch dann versagte die Kirchenfrau so ganz unpolitisch, und nein, wir warten nicht sehnlichen Gemüts darauf, das Versagen öffentlicher Weiblichkeit kommentieren zu dürfen. Anders eben als Emma, die danach lechzt, es gleich zum negativen Ruhme des größeren Geschlechts umzumünzen.

So ließ man das Gesumme der vom käßmannschen Ungemach getroffenen Wespennester zusammen mit den Solidaritätsbeteuerungen männlicher Frauenfreunde gewähren, wobei mancher der letzteren mit seinen verbalen Devotionalien unseren Verstand schlimmer noch als die Herausgeberin des Magazins von Frauen für ebensolche belästigte. Heiner Bremer zum Beispiel, erfahrener Journalist und Moderator bei n-tv, der meinte, Käßmann sei "das Opfer einer sehr dominanten Kirchen- und Medienwelt geworden, die Frauen nicht verzeiht, was sie Männern augenzwinkernd nachsieht."

Lieber Himmel - Herr Bremer! Geht es denn peinlicher noch? Wenn die heutige EKD (die übrigens Käßmann die volle Entscheidungsfreiheit überließ, sich von ihrem Amt zu trennen oder nicht) eine "dominante Kirchenwelt" genannt werden könnte, ja von was wäre sie denn dominiert? Von etwas anderem als von eben jenem "liberalen" Zeitgeist, der mit seinen lesbofeministischen Theologien, mit seinen frauenpolitischen Bibelfälschungen und seinen gendersensiblen Funktionärinnen allerorts eine junge Frau aus alternativ linken Szenarien zu eben jener Bischöfin und Vorsitzenden heranzüchtete, die sich dann auch mal nachts angetrunken über rote Ampeln hinweg navigiert?

Und was eine "dominante" Medienwelt betrifft, gilt hier etwas anderes? Die weitaus meisten Erzeugnisse zu dem Vorfall entschuldigten und ermutigten Käßmann, erklärten sie zu einem Volksliebling, dem man nachsehen müsse. Das taten sie, indem sie so ziemlich alle Widersprüche in Kauf nahmen, mit denen frau gern auskommt, wenn sie über ihre Mitfrauen fabuliert. Beispiel Andrea Seibel in welt.de: "Eine Frau in einer Führungsposition wird gewiss kritischer beäugt als ein Mann, sie muss sich mehr als dieser beweisen."

So wiederholt sie erst einmal Schwarzer und Bremer, dann aber meint sie: "Sie war 'eine wie wir'. Menschen mögen Menschen mit Makel, nicht zuletzt deswegen fielen die Reaktionen auf Käßmanns trunkene Autofahrt eher milde aus. Man behandelte sie wie eine Privatperson, die nur zu viel getrunken hatte und dummerweise dennoch Auto fuhr. Die Kritik hielt sich merklich in Grenzen. Auch deswegen, weil niemand am Absturz einer der wenigen Frauen in einem exponierten Amt beteiligt sein wollte."

Was denn nun Frau Seibel? "Menschen" behandeln eine Frau in Führungsposition nachsichtig und beurteilen ihre Fehltritte "eher milde", um nicht das Sakrileg ihres Absturzes mittragen zu müssen? Dann kann es aber schlecht sein, daß diese selbe Frau von denselben "Menschen" zugleich "kritischer beäugt" wird "als ein Mann" und "sich mehr als dieser beweisen" muß, wie sie nur wenige Pixel zuvor andeuten.

Oder aber die Vergleichsmöglichkeiten Andrea Seibels funktionieren eher bei größeren Distanzen als bloß zwischen zwei Absätzen. Das mag ein Grund sein, warum sie auch uns eine Auslandsreise empfiehlt: "Man muss nur ins Ausland fahren, um zu erleben, mit welcher Ehrfurcht und Andacht dort der Umstand gewürdigt wird, dass in Deutschland eine Frau Regierungschefin ist." Jetzt stehen wir wirklich nur so da! Erstens, weil uns im Ausland die "Ehrfurcht und Andacht" Frau Seibels noch nicht so richtig auffallen wollte und zweitens, weil wir uns gar nicht im Ausland aufhalten mußten, um kurz nach der Wahl Käßmanns zur Ratsvorsitzenden des evangelischen Kirchenkomplexes Stimmen aus der russischen Orthodoxie zu vernehmen, die der evangelischen Kirche eine "tiefe Krise" deswegen attestierten. Und die zeigte sich eigentlich recht schnell.

Warum sich DER MASKULIST wenige Wochen später sich doch entschließt, auf die frauenverstehenden Kommentare zu dem Fall Käßmann einzugehen, hat wohl auch mit den Ergebnissen einer kurz darauf bekanntgegebenen Studie zu tun, nach welchen ein konservatives Verhalten mit Dummheit, milder gesagt mit geringerer Intelligenz einhergeht. Einleuchtend, denn denken nach vorgefundenen Mustern begünstigt natürlich eine gewisse innere Trägheit, und in unserem medialen Zeitalter - noch dazu mit seinen Geboten der politischen Korrektheit - ist gerade für Heranwachsende die Gefahr groß, sich im erlahmenden Netz des Mainstreams geistig zu deaktivieren.

Gefährlich ist, daß sich destruktiv Konservatives heutzutage meist in den Klamotten jenes Turnschuhjugendwahns versteckt, dessen Unvermögen alt zu werden viele darüber hinweg täuscht, daß er bereits dement umher trottelt wenn auch am liebsten noch immer in Parka und Jeans. Schlimmer noch: Mit den Jahren wurde seine Dämmrigkeit mit allzu freundlicher Unterstützung derselben Medien, die uns auch diese Studienergebnisse ermittelten, zur Normalität gekürt. In der Geschlechterdiskussion hat sie abstruse Selbstverständlichkeiten angenommen. Etwa die Widersprüche, in den gerade angeführten Kommentaren zu Käßmanns Rücktritt.

Eine immer wiederkehrende Verdummungsformel besteht auch in der Gleichsetzung von Parallelität mit Identität, wobei die so entstehende Verwirrung den Anschein einer Ermächtigung der Frau herbeireden soll. So etwas tritt vor, wenn Frauen in männlichen Aktivitäten hervorgehoben werden, ohne aber daß der unterschiedliche Wirkungs- und Bezugsgrad berücksichtigt wird. Dazu nochmals Seibel im selben Artikel: "Wir haben Pilotinnen, Physikerinnen, Boxerinnen, Rennfahrerinnen - kaum eine Domäne des gesellschaftlichen Lebens (außer der katholischen Kirche) kann und will sich den Frauen verschließen."

Das ist nun mit Verlaub Humbug, Frau Seibel! Jede dieser Domänen kann sich den Frauen verschließen, wenn sie es nur will – wie auch immer wir uns den Willensträger dieser Domänen vorzustellen hätten. Allein Männern kann sich keine dieser Domänen verschließen, ohne dabei ihre Existenz aufzugeben. Es hat eine Luftfahrt ohne Frauen gegeben, aber es wird keine ohne Männer geben. Es hat Physik ohne Frauen gegeben, aber es könnte keine ohne Männer geben. Es hat den Boxsport ohne Frauen gegeben, aber es kann ihn nicht ohne Männer geben, und es hat den Autorennsport ohne Frauen gegeben, aber es wird ihn nie ohne Männer geben können.

Und jetzt erzählen Sie einem, Sie hätten den Geschlechterunterschied noch immer nicht kapiert. Für Frauen nun (und manche Männer) mit hartnäckigem Unverstand hier noch einmal epigrammatisch:

Der Unterschied der Geschlechter besteht nicht darin und ist nicht daran zu erkennen, daß die Frau nicht auch tun könnte, was der Mann tut; der Unterschied der Geschlechter besteht darin und ist daran zu erkennen, daß sich das Tun des Mannes als wesenhaft, initiierend und tragend für das jeweilige Gebiet erweist, das der Frau aber als unwesenhaft, fakultativ und verzichtbar.

Es sollte sich erübrigen zu sagen, daß die Gleichstellung des Wesenhaften mit dem Unwesenhaften, wie sie in Feminaten angeordnet wird, die Schwächung der betroffenen Systeme impliziert.

Besonders gravierend und aggressiv agitiert die Verdummungsmethodik der Gleichsetzung von Parallelität mit Identität im Bereich Sport, weil dort die Gegenüberstellung gnadenloser, ideologisch kaum korrumpierbarer Körperwirklichkeiten den Unterschied von Mann und Frau intellektualistisch-genderistischer Gaukelei gänzlich entzieht. So rastet der seiner Definitionsmacht verlustig gewordene Feminismus vollends aus und entscheidet, sein verbohrtes Wesen um so skrupelloser aufzudrängen. Es ist ein sehr gewalttätiger Moment. Er markiert das Ende einer Scheindiskussion, eines Monologs eigentlich, dem man bislang gewährte, sich frei, ohne ein Gegenüber auszuformulieren. Nun, am Ende seiner mono-logischen Aussprache angelangt, und nachdem er seine Angelegenheiten und Vorstellungen unbeanstandet artikulieren durfte, benutzt er die andauernde Abwesenheit eines Gegenübers, um auch die Grundlage zu zerstören, auf welcher ein solches hätte stehen können: das Denken selbst!

Es ist wohl des Feminismus ureigene Lust, am Rande seiner Selbstberauschung gegen die Grundlagen des Denkens vorzugehen. Diese Lust entspringt seinem Überlebenswillen und bringt die in ihm schlummernde Ahnung zum Ausdruck, daß logisches Denken keinen passenden Raum für ihn bietet und eben nichts anderes als patriarchales Konstrukt ist. Das gilt natürlich auch für die Geometrie:

Parallelität setzt voraus, daß sich ihre Objekte nicht überschneiden. Diesem Prinzip genügen die Geschlechter im Sport. Sie kämpfen parallel und nicht gegeneinander. Frauen kämpfen unter Frauen, Männer unter Männern. Würde man diese Parallelität aufheben (den Gedanken hatten wir schon einmal formuliert), würde sich aller Frauensport im Nu auflösen, denn kein Rekord und kein Gold könnten mehr weiblich heißen. Es dürfte daher selbst dem geringeren Verstand leicht aufgehen, daß auch die Konkurrenzstrukturen zwischen den teilnehmenden Sportlern unbedingt geschlechterparallel einzuhalten wären: Frauen triumphieren nicht über Männer, wenn sie ihre Gegnerinnen besiegt haben, sondern sie triumphieren über andere Frauen. Zumal die Geschlechtertrennung primär im Interesse des schwachen Geschlechts besteht, was dem männlichen a priori das Podest des letztlich Überlegenen reserviert.

Hören wir uns nun folgenden Kommentar zu den im Februar abgelaufenen Olympischen Winterspielen in der kanadischen Stadt Vancouver an, in welchen die deutschen Frauen besonders erfolgreich gegenüber den Frauen anderer Nationen abschnitten:

"Es waren die triumphalen Tage der deutschen Frauen. Sieben von neun deutschen Goldmedaillen holten unsere Athletinnen – mehr als Wintersport-Nationen wie Österreich und Russland insgesamt. Warum Frauen die Männer so abhängen?", fragt die Kommentatorin so unbekümmert spontan, als hätte sich die Frage aus dem Vorangegangenen unweigerlich ergeben. Man kann es sich natürlich leicht machen und einfach folgern, Claudia Schwedler, so heißt die, die hier für das bekannteste Boulevardblatt schrieb, sei blöd, und DER MASKULIST hat eben recht; Feminismus macht dumm.

Letzteres stimmt zwar schon, worauf auch der Rest des gedanklichen Leerganges der BILD-Autorin im selben Artikel mühelos schließen ließe. Doch es wäre ein Versäumnis, die besondere Gelegenheit zu ignorieren, die uns Frau Schwedler hier bietet, einer so klassischen Struktur feministischer Verschleierungsrhetorik auf die Schliche zu kommen. Sehr typisch übrigens. Es handelt sich um einen boshaft jähen Kategorienwechsel, der alle Merkmale eines schlechten Hütchenspiels aufweist:

1. Anfänglich wird die Kategorie Frau mittels einer weiteren Kategorie gegliedert. Als Divisor dient die Kategorie Nation. Es fallen typische Stichworte wie "deutsche Frauen", "deutsche Goldmedaillen", "Nationen", "Österreich", "Rußland".
2. Alsdann kommen zwei weitere Kategorien hinzu, die gemeinsam mit der Kategorie Nation die Gruppe Frauen strukturieren: Siegerinnen und Verliererinnen. Die drei Ordnungsprinzipien lauten somit: Siegerinnen, Verliererinnen, Nationen. Selbstverständlich ohne Geschlecht; die Geschlechter bleiben brav parallel, wie es die Vernunft gebietet, wenn Frauen nicht vollkommen irrelevant werden sollen.
3. Nun jedoch schmuggelt unsere pfiffige Schwedler die Kategorie Männer ein, bei der es ja ebenfalls Sieger und Verlierer unter den verschiedenen Nationalitäten gibt, sie läßt aber zugleich die Kategorie Nation, die Kategorie also, in der sich die Männersiege festmachen könnten, verschwinden. Übrig bleiben die beiden Geschlechter und jener hinterlassene Eindruck siegender Frauen, die jetzt sieglosen Männern gegenüberstehen. – Sauber, oder nicht?

Ob sich die Feministinnen mit dem verbalen Beutezug der Art Claudia Schwedlers blamieren, mit dem einstigen dümmlichen Befund Thea Dorns (wonach der Frauenboxweltmeistertitel eine "große Demütigung" für uns Männer sei), oder mit der flehentlichen Ignoranz, mit der einst Schwarzer die Frauenfußballerinnen als Vorbilder für männliche Jugendliche lancieren wollte, wäre uns am Ende einerlei.

Anders ist es aber, wenn ein männlicher, allgemein geschätzter Universitätslehrer und sogenannter Zukunftsforscher wie Prof. Opaschowski sich auf Gesellschaftsforen in der imposanten Pose des Intellektuellen zeigt, der noch dazu mit dem Zeigefinger seiner das Kinn stützenden Rechten dezent auf sein Denkorgan hinweist und dabei die Fußball-Frauen, die angeblich ihren "männlichen Kollegen" den Rang ablaufen würden, als Gefährdung für die Männlichkeit des 21. Jahrhunderts sehen will.

Ähnlich traurige Indizien des Erfolgs, mit welchem feministische Verkehrtheit als mentalitätsstiftendes Element sich in den Köpfen sogar von Vertretern der Bildung einnistete, lassen uns das Wesen dieser Ideologie als Angriff auf das kollektive Geisteswesen erkennen. Leider tritt dieser Aspekt ihrer Destruktivität stets hinter ihren politischen und rechtsstaatlichen Demontagen zurück. Und die Konzentration auf diese lenkt vom Aufbegehren gegen die denkerische Unkultur des Feminismus ab und ermöglicht, daß auch zweifelhafte Männer- und Geschlechterforscher in die Reihen der "Männerrechtler" eindringen, um den Kampf gegen die verursachende Ideologie ausgerechnet dort zu hemmen, wo er sich am besten entfalten könnte: im Kreise derjenigen, die auch ihre direkten Auswirkungen ankämpfen.

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