###LLAKRTE###
     
Man wollte wegschauen, sich einreden, die eigene, übersensible Wahrnehmung sei es; sie spiele einem einen Streich. Doch die... ... eigene Wahrnehmung behielt recht, das war irgendwann nicht mehr zu leugnen.


Bereits der Umgang des Feminismus mit der Sprache hätte genügt,um sein Unwesen zu belegen. Doch wenige merkten auf.
Der Widerspruch, einerseits die Frau ermächtigen zu wollen, aber andererseits alle Verantwortung auf den Mann zu delegieren, bringt die bigotte Haltung des Feminismus bestens zum Ausdruck. ...... Übrigens eine sehr weibliche Haltung, die zwar von den Herren der Schöpfung zu allen Zeiten als List erkannt, dennoch toleriert oder (je nach Zeitalter) von ihnen sogar bis zur Selbstaufgabe kultiviert wurde.

Verblüffend dabei: Je 'patriarchaler' die Welt wurde, desto mehr Geltung erhielt die Mystifizierung des weiblichen Trickreichtums und der Frau selbst. – Eine zügige Umschau in Vergangenheiten.

Weil die Versuche einer Ermächtigung der Frau versagen, schlägt der Prozeß in ein Reduzieren des Mannes um. Die so eingeleitete Herabwürdigung des Maskulinen ereichte bereits den ethisch-anthropologischen Bereich. Tatort: die universitären...... Bildungsstätten. Dieser Vorstoß unterstützt und inspiriert die politischen Maßnamen, die bewirken sollen, daß 'Zukunft weiblich' wird. Totalitäre Mechanismen der Art Gender-Mainstreaming werden teuer installiert. Da Zukunft aber – wie unsere technisierte Gegenwart zeigt – aus der Mitte des Maskulinen heraus entsteht, gelingt solches wahnhafte Vorhaben der Feministen nicht.

Was aber dabei geschieht, ist ein Angriff auf die betroffenen Systeme und zwar einer, dessen Wesen weniger dem eines Aktes, sondern eher dem einer Infektion oder Vergiftung gleicht. Vergiftung der rechtsethischen Ordnung und Pervertierung des Leistungsapparates.

Indessen scheinen Frauen (sehr zum Ärger der angeheuerten Alphaweibchen des Feminismus) wenig von dem zu halten, was die Ideologie ihrer Ermächtigung gern aus ihnen machen will.

Haß auf die Männer weist in der Gegenwartskultur die unterschiedlichsten Ausdrucksformen auf. Seine ersten grellen Blüten trieb er auf den Gefilden der radikalisierten Weiblichkeit – insbesondere Amerikas. Wir befassen uns in den hiesigen Beiträgen zunächst mit der Psychologie dieser...... geistigen Töchterschaft Valerie Solanas, und was wir feststellen, kann überraschen, denn es ist Liebe! Es ist nicht die Bitterkeit erlebter Unterdrückung, sondern die Liebe zum Maskulinen, die eine 'richtige' Emanze zu dem macht, was sie ist. Es ist verwehrte Identität, die sich am Ende mit krankhafter Vehemenz gegen das wendet, was sie nicht sein darf, es ist "Revolte gegen die eigene Selbstverachtung".

Der in der Gesellschaft vorhandene - hier "öffentlich" genannte - Männerhaß, wie er sich etwa in den Erzeugnissen von Unterhaltung oder populärer Wissenschaft niederschlägt, ist nicht eine Übertragung des feministischen Hasses auf die Gesellschaft, sondern er ist auf eigener Basis entstanden. In unserer...... Absicht, diese Basis zu benennen, fahren wir in diesen Beiträgen damit fort, die Wege im politischen und kulturellen Leben zu beschreiben, auf denen sich der Männerhaß entfalten konnte, und die Strukturen im öffentlichen Denken und Empfinden zu analysieren, die ihm scheinbare Legitimität verleihen.

Endphase des Feminismus geht mit seiner Anthropologie einher, denn hier, bei der Erstellung eines Menschenbildes, erwirkt jede tendenziös konstruierte Ideologie ihr Scheitern. Das 'Gender'-Konstrukt, das sich anmaßt, die Geschlechterwirklichkeit ein Konstrukt zu nennen, braucht nun sein Menschenbild: Es wird aus...... dunkelster Vergangenheit geholt und erst in ferner Zukunft 'verwirklicht'. Dieses Meiden der Wirklichkeit, welche nur in der Gegenwart stattfindet; heute in einer Gegenwart, die durch die Errungenschaften der neueren Biologie, Neurologie und Humangenetik das Wesen der Geschlechter wie noch nie zuvor in der Sprache westlicher Intellektualität definierte, ist unerläßlich, um der Mär des Feminismus von einem geschlechtsneutralen Menschen, der sich erst in der Kultur einem konzipierten Zwang der Geschlechtlichkeit unterwerfen mußte, Raum zu gewähren.

Was aber war in der archaischen Vergangenheit? Wie wurden die Geschlechter erlebt und welcher elementaren Symbolik war ihre dualistische Präsenz unterworfen?

Welche - aus unterschiedlichen Lagen und Funktionen herleitenden - Analogien bestimmten das existentielle Verhältnis der Geschlechter zueinander, als der Mensch sein junges Ich erst aus der Materie schälte? Welche evolutionäre Zwischenstadien nennt heute der Feminist 'Matriarchate' und wie lassen sich diese Epochen seiner Begrifflichkeit entreißen? - Aufsätze für gern Philosophierende.

"Eine ähnlich lautende Kritik wie Ihre hat uns bislang nicht erreicht."

Vielleicht enthält obige Bemerkung aus einer Antwort der ARD im Jahr...... 1999 den Grund, warum diese Briefe etwas Besonderes in ihrem dokumentarischen Charakter sind: Ihre Entstehung geht auf eine Zeit zurück, in der man einen Protest der Männer nicht kannte.

Die ARD wurde in einem dieser Briefe wegen ihres Unterhaltungsprogramms "Nur ein toter Mann ist ein guter Mann" des Sexismus bezichtigt.

Viele Briefe wurden seither geschrieben und gesendet, die hier nicht archiviert sind. Besser aber noch ist, daß viele, sehr viele Briefeschreiber hinzu kamen; eine kleine 'Männerbewegung' wuchs unlängst heran, die heute mehr tut als Briefe schreiben, und die von den Medien (den ersten Adressaten der frühen Zeit) nicht mehr ignoriert werden kann.

Als Dokumentation also von Anfängen sind diese Briefe hier zu verstehen. Und ab und an, wenn wieder einer entsteht, der besonders tragende Ziele und Inhalte enthält, wird er hinzugestellt.

Die Lila Kröte ist eine negative Auszeichnung für besonders akzentuierte Männerfeindlichkeit in Wort oder Tat; für ein Verhalten von Personen und Einrichtungen, welches Männer oder Jungen...... diskriminiert, ihr Ansehen angreift, ihre Rechte und Chancen in der Gesellschaft hintan oder in Frage stellt und die Relevanz ihres Protestes gegen die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte leugnet.

Die Lila Kröte wird als Urkunde mit Wasserzeichen vergeben und relevanterweise an Menschen, die sie im übertragenen Sinn bereits geschluckt haben. Eine Lila Kröte geschluckt zu haben bedeutet, den Klischees erlegen zu sein, die Mann und Frau in Parallele zum Täter und Opfer, Gewalttätigen und Friedfertigen, Bösen und Guten, höheren und niederen Menschen, Verzichtbaren und Förderungswürdigen stellen.

Die Lila Kröte wird periodisch vergeben und berücksichtigt bei der Auswahl des Empfängers die Ereignisse der letzten zwölf Monate.


... indem die hier gezeigte Werbung mit manischer Beharrlichkeit gegen Wesen und Würde des Maskulinen wütet, offenbart sie ein in der Werbebranche etabliertes Bild weiblicher Innerlichkeit, das die Frau als einen seelischen...... Krüppel zeigt, dessen eigene Würde ihm selbst so irreal erscheint, daß nur die Entwürdigung des Anderen als Ausgleich in Frage kommt...


Sie können hier die archivierten Jahrgänge der Übersichtseite bis zu deren Entstehung im Jahr 2005 zurückverfolgen.










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                     Geistsein.de
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"Ungeist" ist kein schönes Wort. Mit diesem Wort ist hier ein Geist gemeint, der sich selbst leugnet, ein Denken, das sich davon abhält, zu freien Urteilen zu gelangen, um vorgefertigten zu dienen. Solches Denken ist kein natürlich menschliches Verhalten, setzt sich aber immer dann durch, wenn es gezielten Interessen Erfolg verspricht oder wenn es für die Anhänger einer Weltanschauung den Konsens schaffen soll, der sie zusammenhält und so ihre Zugehörigkeit manifestiert. Es ist vielleicht das Gefährlichste an Ideologien, daß sie allesamt vermeinen, ihre Ziele seien heilig genug als Zweck, um noch das Heiligste am Menschen als Mittel mißbrauchen zu dürfen: das Denken.

Wie Ungeist funktioniert, wie er sich Begriffe schafft und sie an seinen Zwecken ausrichtet, wird hier nicht direkt erläutert (siehe hierzu unter "Begriffe"), sondern an Beispielen gezeigt werden. Diese Beispiele sind Briefe an Adressaten, die feministische Gedanken hegen oder feministische Intentionen befürworten und fördern.

Diese Briefe haben alle gemeinsam, daß sie Fragen stellen, die geeignet sind, die Widersprüche aufzuzeigen, die feministische Willkür im Denken hervorruft, Widersprüche, deren Aufdeckung befreiend wäre, deren Verdrängung und Tabuisierung aber nicht anders vonstatten gehen kann als durch feigen Verzicht auf weiteres Nachdenken; eine Unterlassung, der man wenig Achtung schenken kann und die in diesen Briefen deswegen häufig mit der gehörigen Portion Ironie quittiert wird.
13.12.2010

Julian Assange und das Antifeminismus-Treffen - eine Hypothese

Haben nicht wir alle als Kinder oder Jugendliche Gruselgeschichten gemocht? Gefahr und Geheimnis sind ein guter Mix, um der Psyche einen Kick zu verpassen. Zu gern wittern wir auch als Erwachsene Geheimnis und Tiefe überall dort, wo wir nach Gehalt suchen.

Gute Dienste leistet hierbei eine populäre positivistische Psychologie, die allzu gern in den fernen Vergangenheiten der Kindheit oder in den "abgründigen Tiefen der menschlichen Seele" ihre psycho-archäologischen Anstrengungen unternimmt, um die schwer erklärbare Tat eines Erwachsenen zu begründen. So wurden seinerzeit von manchen die "abgründigen Tiefen…" bemüht, um den unerhört seichten Umgang eines Kannibalen von Rothenburg mit Körper und Leben eines anderen Menschen zu erklären.

Und "seicht", das ist untief. Können es denn auch Tiefen sein (und seien sie abgründige), die derlei Morbidität im Denken und Fühlen eines Menschen erzeugen? Oder entsteht dergleichen eher aus dem konsequenten Sich-Verweigern gegenüber jeglicher Tiefe, die die Oberfläche des Zeitweiligen, des Spontanen, des Gelüstes durchbricht?

Die Überbewertung des Geheimnisses und seiner Enthüllung kommt sicher so häufig vor wie die der "Kindheitserlebnisse". Wo diese Neigung in der politischen Diskussion spekulative Züge erhält, spricht man von "Verschwörungstheorien", ein Wort, das mittlerweile als Totschlagargument trivialisiert worden ist.

Julian Assange hat in WikiLeaks, dem Portal, über das man zur Zeit wohl am meisten spricht, das Ziel verwirklichen wollen, die "tiefen" Geheimnisse der Diplomatie und Politik ans Licht zu bringen, um so Staaten und das Bewußtsein der Gegenwart zu verändern. Dabei kann von Verschwörungstheorien nicht die Rede sein. Das Portal bietet Menschen, die Zugang zu politischen Geheimdokumenten haben, eine Plattform, auf welche Inhalte unkompliziert geladen und so der Öffentlichkeit verfügbar gemacht werden können. Auf WikiLeaks wurden also bisher in mehreren Etappen Akten und Fakten veröffentlicht!

Dies schon. Warum aber sollte in den politischen Lagern, in den Systemen und Organisationen, die für ihre Anhänger ohnehin "immer recht" haben, nur deswegen irgendeine Neigung zur Veränderung aufkommen, weil unangenehme, verlogene und peinliche Handlungspassagen einiger Teilnehmer bekannt geworden wären? Müßte nicht eher zu erwarten sein, daß die jeweiligen Freunde des betroffenen Systems jedes Mißgeschick, ja jedes Unrecht aus ihrem Hause positiv interpretieren und weiter schön treu dort bleiben würden, wo sie hingehören? Das haben sie auch getan: Niemand bekannte, den Interessen seines Landes oder seiner politischen Heimat abzuschwören, weil WikiLeaks eine Wahrheit herausposaunt hätte. Und kaum werden die Enthüllungen bei neutralen Betrachtern mehr als kurzfristige Aufgeregtheit hervorrufen.

Statt dessen bekam damit der Mitbegründer des Portals ziemlichen Ärger von jenen "Mächtigen" - insbesondere aus den USA -, deren Geheimnisse er aus den Tiefen der Archive hob, um die Welt zu bewegen. Seit Sommer nämlich wurde er von den Vereinigten Staaten wegen "möglicher" Vergehen um die Verbreitung geheimer Dokumente gesucht.

Und damit hätte er noch gut leben können in der großen weiten Welt. Denn nicht die Geheimnisse der US- und anderer Armeen und Regierungen sind es heute, die sein Leben radikal einengen.

Vor dem, was ihm zum Verhängnis zu werden droht, wäre Assange gewarnt gewesen, hätte er unser Antifeminismus-Treffen Ende Oktober in Zürich verfolgen können: Vor dem Unterfangen, im feministischen Schweden als Mann allzu leichtfertige Beziehungen zu Frauen zu riskieren.

Denn in Zürich wurden "die politischen Verquickungen des Minderheitenterrors Feminismus mit den Staatsgebilden westlicher Prägung" thematisiert. Es war die Rede davon, daß die feministisch initiierten Gesetze der letzten Jahrzehnte, allen voran die schwedischen, "die ethisch-rechtliche Zerschlagung des Mannes, die gesetzlich manifestierte a priori Bestrafung des männlichen Geschlechts" intendieren, ja, daß sich dabei ein Polizeistaat gegen den Mann allmählich konstituiert als tragische Zuspitzung "in einem Dreiecksdrama zwischen Mann, Staat und Frau, das bereits alle Voraussetzungen zu erfüllen droht, um einmal ziemlich böse zu enden."

So sprachen wir im Oktober, kurz nach dem Zehnjährigen des Maskulisten, über die Gefahr Feminismus in den politischen Mühlen der westlichen Staaten allgemein und Schwedens speziell.

Julian Assange in Schweden – eine Realität

In diesem Vorzeige-Feminat, in dem Organisationen vom Staat subventioniert wurden, deren Präsidentinnen Männern öffentlich allen Haß entgegenstreckten, zu welchem allein eine in Selbsthaß getränkte Seele fähig ist, landete der Weltenthüller, ohne offenbar zu wissen, wo er war. Was war mit dem investigativen Australier? War er den "Geheimnissen" so hingegeben, daß sie ihn gegenüber dem am lichten Tage Waltenden taub gemacht hatten? Denn Julian Assange wurde kürzlich in London wegen einer "schwedischen" Vergewaltigung und sexueller Belästigung in zwei Fällen festgenommen, womit ihm eine Auslieferung an Schweden und womöglich weiter an die USA droht; dort wurden sogar Forderungen nach seiner Tötung laut.

Eine "schwedische" Vergewaltigung hat mit Gewalt an einem Opfer nichts zu tun. Wohl aber mit der Gewalt einer feministisch korrumpierten Gesetzgebung an Männern. Die Anklage gegen Vergewaltigung muß auch nicht vom "Opfer" selbst erhoben werden. Es ist eine staatliche, eine von Amts wegen. Ob nämlich eine sexuelle Begegnung Vergewaltigung gewesen ist oder nicht, entscheiden dort die Polizei und die Staatsanwaltschaft nach einem sogenannten Beratungsgespräch mit dem vermeintlichen Opfer. Damit soll ihm jegliche Verantwortung, jegliches moralische Dilemma abgenommen werden. Papa-Staat gewährt mit seinen Organen Frauen auch jede psychologische Überwindungsbeihilfe; richtig easy ist das in Schweden - selbst für Falschbeschuldigerinnen - heute!

Im Falle Assanges bestanden die Straftaten, deren er bezichtigt wurde, darin, daß er mit einer der Frauen Sex ohne Kondom hatte, während sich bei der anderen das Kondom nach dem Beischlaf als beschädigt erwies. Daß Assange ein Opfer der schwedischen Gesetzgebung ist (denn nirgends sonst wird Vergewaltigung so definiert) ist demnach gewiß.

Wie aber sähe es mit der Behauptung aus, der WikiLeaks-Chef sei zudem das Opfer eines feministischen Komplotts, tragisch-sinnigerweise also eines Komplotts aus der Mitte jenes (a)sozialen Milieus, das die schwedische Gesetzgebung zu der männerhassenden Maschine machte, durch deren Getriebe nun der prominente Australier zermalmt werden könnte?

Diese Frage wäre anhand folgender Verläufe zu untersuchen:

Anna Ardin, das erste "Opfer", war eine 31jährige sozialdemokratische Politologin, die lt. Medienangaben "in ihrem Umfeld als Extremfeministin" galt und lt. DAILY MAIL Frauenfunktionärin der Art Gleichstellungsbeauftragte an der Uppsalaer Universität gewesen ist. Sie wird anderswo auch eine "routinierte Klägerin" genannt, die schon einmal einen Studenten angezeigt hatte, weil sie in einer SMS von ihm eine "typische männliche Technik" sah, "um sie sexuell herabzusetzen … Obwohl er sich daraufhin entschuldigte, zog sie die Klage nicht zurück."

Ferner werden ihr Kontakte zu einer vom amerikanischen Geheimdienst finanzierten Anti-Castro-Bewegung in den USA nachgesagt und noch gewisse Internet-Beiträge über Methoden der "süßen Rache" an Männern.

Als Assange auf Einladung der Schwedin in Stockholm ankommt, um im Rahmen einer Konferenz einen Vortrag an der Uni Uppsala zu halten, überläßt sie ihm ihr kleines Appartment, weil sie angeblich für einige Tage verreisen will. Sie kehrt jedoch aus dieser Reise früher zurück als geplant; die Beiden teilen das Zimmer und es kommt zum Geschlechtsverkehr.

Ein paar Tage später schlief Assange mit "Opfer" Nr. 2, einer begeisterten Verehrerin und Teilnehmerin an der bereits stattgefundenen Konferenz, einmal mit und am Morgen darauf ohne Kondom. Weitere zwei Tage später entdecken die beiden Frauen ihre intime Gemeinsamkeit. Assanges Sachen sollten schleunigst aus ihrer Wohnung geholt werden, verlangte Ardin daraufhin von einem Freund Assanges per SMS.

Tags darauf erfolgt die polizeiliche "Beratung". Wilén, der zweite Unfall Assanges, läßt in das Polizeiprotokoll einfließen: "Er interessierte sich mehr für Computer als für mich." Und, so die Polizistin, die Wiléns Aussage aufnahm, über sie: "Sie sagte, sie sei bei sich zu Hause vergewaltigt worden, von einem Mann, der sie gegen ihren Willen zum Sex gezwungen hat." Auch Ardin eröffnet derselben Polizistin ihre sexuelle Begegnung mit Assange und beschuldigt ihn, das Kondom absichtlich gerissen zu haben. Am nächsten Tag zieht sie diese Beschuldigung zurück und gesteht, Assange habe keine Schuld am gerissenen Kondom.

Der erlassene Haftbefehl wird binnen weniger Stunden von der Vorgesetzten der ursprünglichen Staatsanwältin wegen Mangels an Beweisen wieder aufgehoben. Assange hatte inzwischen in seinem Hotel ausgecheckt. Wenige Tage später teilt die Anklagebehörde mit, daß die Geschehnisse nur den Tatbestand der Belästigung erfüllen.

Den zwei Frauen scheint dies nicht zu gefallen. Sie, die bisher passiv die Anklagebehörde für sich handeln ließen, werden jetzt selbst aktiv: Sie nehmen sich einen Anwalt. Nicht irgendeinen. An solche Leuchte aus polit-feministischen Kreisen des schwedischen Sozialdemokratismus, dem Ardin ja angehört, kommt nicht jeder ran. Ardin schon.

Er heißt Claes Borgström. Laut DAILY MAIL ist er "ein sogenannter Gender-Anwalt und führender Unterstützer einer Kampagne zur Erweiterung der juristischen Vergewaltigungsdefinition, um der Justiz mehr Vergewaltiger zu bringen." Dies in einem Land, in welchen, wie wir gerade erleben, der völlig unschuldige Internet-Aktivist nur aufgrund eines bereits extrem ausgeweiteten Vergewaltigungsbegriffs malträtiert wird. Ist solcher Männerhaß in der Seele eines Mannes nicht äußerst suspekt, merkwürdig, ja krank?

Mehr über diese Person verrät uns die TAZ: "Claes Borgström ist ein prominenter Rechtsanwalt. Er war von 2000 bis 2007 schwedischer Gleichberechtigungs-Ombudsman, ist seither Sprecher der Sozialdemokraten in Gleichstellungsfragen, bezeichnet sich als Feminist und erregte einiges Aufsehen, als er 2006 vorschlug, Schweden solle die Fussball-Weltmeisterschaft in Deutschland boykottieren: Aus Protest gegen den im Zusammenhang mit dieser Veranstaltung wachsenden Handel mit Frauen…"

Den Handel mit Frauen gab es übrigens 2006 nicht; er erwies sich als leere feministische Opfer-Hysterie und typische Antimänner-Propaganda jener Feministen und Feministinnen des Kalibers eines Herrn Borgström. DER MASKULIST stellte damals die Kampagne bloß.

Doch ab jetzt rollt die Maschine immer bedrohlicher auf Assange zu. Wie DER STANDARD zusammenfaßt: "Bewegung kam in den Fall, als W und A [Wilén und Ardin – Anm. d. Verf.] den prominenten Anwalt und sozialdemokratischen Gleichstellungspolitiker Claes Borgström engagierten. Er setzte sich dafür ein, dass der Vorwurf der Vergewaltigung nicht fallengelassen wird. Eine der ranghöchsten Staatsanwältinnen Schwedens, Marianne Ny, geht ebenfalls von Vergewaltigung aus." Der eingeschalteten Anklägerin widmet DIE ZEIT einen Artikel, mit dem Titel "Die Frau, die Assange jagt".

Das Früchtchen liegt offensichtlich unter demselben Baum wie der Feminist Borgström. Der Artikel läßt keine Zweifel: "Im schwedischen Rechtssystem sind die Grenzen zur Verbrechensrubrizierung 'Vergewaltigung' deutlich niedriger angesetzt als in den meisten anderen EU-Staaten... Marianne Ny gilt darüber hinaus als besonders weitgehende Staatsanwältin. So hatte sie sich einst in einem Fall von Frauenmisshandlung dafür ausgesprochen, dass Männer, die von Frauen beschuldigt werden, aber nicht verurteilt sind, in jedem Fall vorsorglich eingesperrt werden müssten – um der Frau 'Raum zum Nachdenken' zu verschaffen. 'Erst wenn der Mann gefangen genommen ist und die Frau in aller Ruhe Zeit bekommt, mit etwas Abstand auf ihr Dasein zu blicken, bekommt sie die Chance zu entdecken, wie sie behandelt wurde', sagte sie damals."

So viel zur Rechtsauffassung dieser unverhohlenen Attentäter auf den Rechtsstaat.

"Raum zum Nachdenken"

Vor dem, was ihm zum Verhängnis zu werden droht, wäre Assange gewarnt gewesen, hätte er Antifeministen unter seinen Freunden gehabt. Unser "Raum zum Nachdenken" war groß. Zum Nachdenken über die sich immer präziser aufzeichnende Fratze des lilafarbenen Totalitarismus hatten wir zuvor jahrzehntelang Raum.

Doch Geheimnisse hatten wir dabei keine benötigt. An das Offensichtlichste hatten wir uns gehalten, am Geschehen auf der sichtbaren Ebene der Ereignisse. Von da aus kann man vertiefen, um Wesen und Strukturen einer Epoche zu erschließen. Aber direkt aus den Tiefen gewisser Schubladen in dem Raum der Praxis aufzukreuzen, ist vielleicht gut für den Skandal, kaum für die Bewußtseinsbildung.

Julian Assange wünschen wir alles Glück, das er braucht, damit die aktuellen Ereignisse um ihn eine Episode in seinem Leben bleiben, ihm nicht zum Schicksalsschlag werden. Wir wollen keine Opfer, keine Märtyrer.

Doch es könnte sein, daß die Geschichte, die einmal (nachdem die Menschheit genug "Raum zum Nachdenken" gehabt haben wird) diese Begebnisse nacherzählt, Julian Assange mit der Bloßstellung eines bedeutenderen Skandals in Verbindung bringen wird als alle, die er glaubte, mit seinen Enthüllungen zutage gefördert zu haben. Dieser Skandal heißt Feminismus.

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