###LLAKRTE###
     
Man wollte wegschauen, sich einreden, die eigene, übersensible Wahrnehmung sei es; sie spiele einem einen Streich. Doch die... ... eigene Wahrnehmung behielt recht, das war irgendwann nicht mehr zu leugnen.


Bereits der Umgang des Feminismus mit der Sprache hätte genügt,um sein Unwesen zu belegen. Doch wenige merkten auf.
Der Widerspruch, einerseits die Frau ermächtigen zu wollen, aber andererseits alle Verantwortung auf den Mann zu delegieren, bringt die bigotte Haltung des Feminismus bestens zum Ausdruck. ...... Übrigens eine sehr weibliche Haltung, die zwar von den Herren der Schöpfung zu allen Zeiten als List erkannt, dennoch toleriert oder (je nach Zeitalter) von ihnen sogar bis zur Selbstaufgabe kultiviert wurde.

Verblüffend dabei: Je 'patriarchaler' die Welt wurde, desto mehr Geltung erhielt die Mystifizierung des weiblichen Trickreichtums und der Frau selbst. – Eine zügige Umschau in Vergangenheiten.

Weil die Versuche einer Ermächtigung der Frau versagen, schlägt der Prozeß in ein Reduzieren des Mannes um. Die so eingeleitete Herabwürdigung des Maskulinen ereichte bereits den ethisch-anthropologischen Bereich. Tatort: die universitären...... Bildungsstätten. Dieser Vorstoß unterstützt und inspiriert die politischen Maßnamen, die bewirken sollen, daß 'Zukunft weiblich' wird. Totalitäre Mechanismen der Art Gender-Mainstreaming werden teuer installiert. Da Zukunft aber – wie unsere technisierte Gegenwart zeigt – aus der Mitte des Maskulinen heraus entsteht, gelingt solches wahnhafte Vorhaben der Feministen nicht.

Was aber dabei geschieht, ist ein Angriff auf die betroffenen Systeme und zwar einer, dessen Wesen weniger dem eines Aktes, sondern eher dem einer Infektion oder Vergiftung gleicht. Vergiftung der rechtsethischen Ordnung und Pervertierung des Leistungsapparates.

Indessen scheinen Frauen (sehr zum Ärger der angeheuerten Alphaweibchen des Feminismus) wenig von dem zu halten, was die Ideologie ihrer Ermächtigung gern aus ihnen machen will.

Haß auf die Männer weist in der Gegenwartskultur die unterschiedlichsten Ausdrucksformen auf. Seine ersten grellen Blüten trieb er auf den Gefilden der radikalisierten Weiblichkeit – insbesondere Amerikas. Wir befassen uns in den hiesigen Beiträgen zunächst mit der Psychologie dieser...... geistigen Töchterschaft Valerie Solanas, und was wir feststellen, kann überraschen, denn es ist Liebe! Es ist nicht die Bitterkeit erlebter Unterdrückung, sondern die Liebe zum Maskulinen, die eine 'richtige' Emanze zu dem macht, was sie ist. Es ist verwehrte Identität, die sich am Ende mit krankhafter Vehemenz gegen das wendet, was sie nicht sein darf, es ist "Revolte gegen die eigene Selbstverachtung".

Der in der Gesellschaft vorhandene - hier "öffentlich" genannte - Männerhaß, wie er sich etwa in den Erzeugnissen von Unterhaltung oder populärer Wissenschaft niederschlägt, ist nicht eine Übertragung des feministischen Hasses auf die Gesellschaft, sondern er ist auf eigener Basis entstanden. In unserer...... Absicht, diese Basis zu benennen, fahren wir in diesen Beiträgen damit fort, die Wege im politischen und kulturellen Leben zu beschreiben, auf denen sich der Männerhaß entfalten konnte, und die Strukturen im öffentlichen Denken und Empfinden zu analysieren, die ihm scheinbare Legitimität verleihen.

Endphase des Feminismus geht mit seiner Anthropologie einher, denn hier, bei der Erstellung eines Menschenbildes, erwirkt jede tendenziös konstruierte Ideologie ihr Scheitern. Das 'Gender'-Konstrukt, das sich anmaßt, die Geschlechterwirklichkeit ein Konstrukt zu nennen, braucht nun sein Menschenbild: Es wird aus...... dunkelster Vergangenheit geholt und erst in ferner Zukunft 'verwirklicht'. Dieses Meiden der Wirklichkeit, welche nur in der Gegenwart stattfindet; heute in einer Gegenwart, die durch die Errungenschaften der neueren Biologie, Neurologie und Humangenetik das Wesen der Geschlechter wie noch nie zuvor in der Sprache westlicher Intellektualität definierte, ist unerläßlich, um der Mär des Feminismus von einem geschlechtsneutralen Menschen, der sich erst in der Kultur einem konzipierten Zwang der Geschlechtlichkeit unterwerfen mußte, Raum zu gewähren.

Was aber war in der archaischen Vergangenheit? Wie wurden die Geschlechter erlebt und welcher elementaren Symbolik war ihre dualistische Präsenz unterworfen?

Welche - aus unterschiedlichen Lagen und Funktionen herleitenden - Analogien bestimmten das existentielle Verhältnis der Geschlechter zueinander, als der Mensch sein junges Ich erst aus der Materie schälte? Welche evolutionäre Zwischenstadien nennt heute der Feminist 'Matriarchate' und wie lassen sich diese Epochen seiner Begrifflichkeit entreißen? - Aufsätze für gern Philosophierende.

"Eine ähnlich lautende Kritik wie Ihre hat uns bislang nicht erreicht."

Vielleicht enthält obige Bemerkung aus einer Antwort der ARD im Jahr...... 1999 den Grund, warum diese Briefe etwas Besonderes in ihrem dokumentarischen Charakter sind: Ihre Entstehung geht auf eine Zeit zurück, in der man einen Protest der Männer nicht kannte.

Die ARD wurde in einem dieser Briefe wegen ihres Unterhaltungsprogramms "Nur ein toter Mann ist ein guter Mann" des Sexismus bezichtigt.

Viele Briefe wurden seither geschrieben und gesendet, die hier nicht archiviert sind. Besser aber noch ist, daß viele, sehr viele Briefeschreiber hinzu kamen; eine kleine 'Männerbewegung' wuchs unlängst heran, die heute mehr tut als Briefe schreiben, und die von den Medien (den ersten Adressaten der frühen Zeit) nicht mehr ignoriert werden kann.

Als Dokumentation also von Anfängen sind diese Briefe hier zu verstehen. Und ab und an, wenn wieder einer entsteht, der besonders tragende Ziele und Inhalte enthält, wird er hinzugestellt.

Die Lila Kröte ist eine negative Auszeichnung für besonders akzentuierte Männerfeindlichkeit in Wort oder Tat; für ein Verhalten von Personen und Einrichtungen, welches Männer oder Jungen...... diskriminiert, ihr Ansehen angreift, ihre Rechte und Chancen in der Gesellschaft hintan oder in Frage stellt und die Relevanz ihres Protestes gegen die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte leugnet.

Die Lila Kröte wird als Urkunde mit Wasserzeichen vergeben und relevanterweise an Menschen, die sie im übertragenen Sinn bereits geschluckt haben. Eine Lila Kröte geschluckt zu haben bedeutet, den Klischees erlegen zu sein, die Mann und Frau in Parallele zum Täter und Opfer, Gewalttätigen und Friedfertigen, Bösen und Guten, höheren und niederen Menschen, Verzichtbaren und Förderungswürdigen stellen.

Die Lila Kröte wird periodisch vergeben und berücksichtigt bei der Auswahl des Empfängers die Ereignisse der letzten zwölf Monate.


... indem die hier gezeigte Werbung mit manischer Beharrlichkeit gegen Wesen und Würde des Maskulinen wütet, offenbart sie ein in der Werbebranche etabliertes Bild weiblicher Innerlichkeit, das die Frau als einen seelischen...... Krüppel zeigt, dessen eigene Würde ihm selbst so irreal erscheint, daß nur die Entwürdigung des Anderen als Ausgleich in Frage kommt...


Sie können hier die archivierten Jahrgänge der Übersichtseite bis zu deren Entstehung im Jahr 2005 zurückverfolgen.










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"Ungeist" ist kein schönes Wort. Mit diesem Wort ist hier ein Geist gemeint, der sich selbst leugnet, ein Denken, das sich davon abhält, zu freien Urteilen zu gelangen, um vorgefertigten zu dienen. Solches Denken ist kein natürlich menschliches Verhalten, setzt sich aber immer dann durch, wenn es gezielten Interessen Erfolg verspricht oder wenn es für die Anhänger einer Weltanschauung den Konsens schaffen soll, der sie zusammenhält und so ihre Zugehörigkeit manifestiert. Es ist vielleicht das Gefährlichste an Ideologien, daß sie allesamt vermeinen, ihre Ziele seien heilig genug als Zweck, um noch das Heiligste am Menschen als Mittel mißbrauchen zu dürfen: das Denken.

Wie Ungeist funktioniert, wie er sich Begriffe schafft und sie an seinen Zwecken ausrichtet, wird hier nicht direkt erläutert (siehe hierzu unter "Begriffe"), sondern an Beispielen gezeigt werden. Diese Beispiele sind Briefe an Adressaten, die feministische Gedanken hegen oder feministische Intentionen befürworten und fördern.

Diese Briefe haben alle gemeinsam, daß sie Fragen stellen, die geeignet sind, die Widersprüche aufzuzeigen, die feministische Willkür im Denken hervorruft, Widersprüche, deren Aufdeckung befreiend wäre, deren Verdrängung und Tabuisierung aber nicht anders vonstatten gehen kann als durch feigen Verzicht auf weiteres Nachdenken; eine Unterlassung, der man wenig Achtung schenken kann und die in diesen Briefen deswegen häufig mit der gehörigen Portion Ironie quittiert wird.
12.06.2010

"Das kann… nur ein starker Mann!"

Warum macht sich da wohl immer ein gewisses Unbehagen bemerkbar, wenn Männerbenachteiligungen als Argument gegen die feministischen Umtriebe in der Politik aufgelistet werden, das habe ich mich oft gefragt. Schließlich bieten diese Benachteiligungen, die von der Ungleichbehandlung der Jungen in der Schule bis hin zu einer längeren Lebensarbeitszeit der Männer bei kürzerer Lebenserwartung alle Ebenen des sozialen Arrangements durchziehen, eine Wirklichkeit, gegen die man sich freilich bekennt. Dennoch empfinde ich in der Regel eine ziemliche Abneigung dagegen, einen Streit mit dem Feminismus durch die "Leiden der Männer" einzuleiten. Diese Weigerung – so viel wurde mir allmählich klar – entsteht, weil Männerbenachteiligungen als primäre Grundlage eines Gesprächs die Schlußfolgerung zuließe, daß auch ein Feminismus vorstellbar wäre, der Männer nicht benachteiligt. Doch einen solchen halte ich nicht für möglich. Warum?

Zunächst einmal wegen seiner existentiellen Insuffizienz, der Tatsache also, daß er von seiner eigenen Klientel, den Frauen selbst, nicht getragen werden kann. Anders als das "Patriarchat", das in dieser Hinsicht vollkommen autark ist und daher das legitime Prinzip bei der Strukturierung menschlicher Potentiale und gesellschaftlicher Machtverhältnisse zumindest in dieser Hinsicht darstellt. Eine beeindruckende Verdeutlichung dieses Unterschieds fand sich einst in den Worten einer Oldenburger Richterin, die sich gegen die Einstellung amtlich verordneter Gleichstellungsbeauftragter in ihrer Behörde wehrte. Die letzten Sätze ihrer Argumentation lauteten: "Warum schützt uns das Gleichstellungsgesetz nur vor männlichen Kollegen, nicht aber… vor Straf- und Sexualtätern, die wir hin und wieder vernehmen und verurteilen müssen? Vielleicht, weil dann auch die Frauenbeauftragte geschützt werden muß? Und wer schützt diese? Wenn wir ehrlich sind: Das kann doch wohl nur ein starker Mann sein!" (Felix Stern in "Penthesileas Töchter – Was will der Feminismus?", UNIVERSITAS Verlag München, 1996, S. 115.) - Eine fruchtbar abrundende Gedankenstrophe, die in aller Einfachheit die letztendliche Unemanzipierbarkeit der Frau vom Mann und der Gesellschaft vom Männlichen darlegt!

Etwas drastischer ist diese Sachlage einmal auf maskulist.de als die These formuliert worden, daß Feminismus von den Männern eigentlich "gar nicht erst bekämpft werden" müßte, denn es würde lediglich genügen, "ihn einfach fallen zu lassen!" ("Von der grundsätzlichen Inkompetenz des Feminismus und den Folgen ihrer sozialpolitischen Kompensation", hier, unter "maskulist.de... Inkompetenz...")

Betrachten wir unter diesem Aspekt den politischen Emanzipationismus dieser Zeit, stehen wir bald vor der Frage, was nun dabei eigentlich geschieht. Denn es steht wohl außer Zweifel, daß in kaum einem anderen politischen Projekt der Moderne so intensiv und umspannend investiert wird: Jede Form politischer und gesellschaftsethischer Energie wird aufgeboten. Es herrscht dabei eine gesetzgeberische Regsamkeit, deren Aufwand an die Erstellung der konstituierenden Grundlagen eines neuen Staates nach geglückter Revolution erinnern könnte. Reformen auf allen Ebenen der Verwaltung und Verteilung von Ressourcen, Bildung an erster Stelle, werden durchgeführt. Eine fortschreitende Regulierung des Privaten (bis hin zur Politisierung der Alltagsaufgaben innerhalb privater Haushalte!) findet statt, die im Sinne dieser neuen Sternstunde der Menschheit abgewickelt wird, als welche der Feminismus bei der politischen Klasse gilt. Was ist aus alldem bisher geworden? Wohin fließen diese Energien?

Für den Feministen scheint zuerst, als lägen die Antworten auf der Hand: Wir haben heute eine Kanzlerin, wer hätte das vor fünfzig Jahren gedacht, und: Mädchen haben in der Schule die Jungen überholt und Frauen erstürmen den Arbeitsmarkt, der sie von der Abhängigkeit befreit. Abgesehen von weiteren Präzisierungen der konkreten Gebiete dieses "Erfolgs" wie Armee, moderne Kirchen (wir haben eine Generalin, eine Bischöfin, eine Astronautin …) etc., erschöpft sich eigentlich hiermit das Vorzeigespektrum der erfolgssüchtigen Ideologen. Gelegentlich wird eine junge Frau um die Welt segeln oder einen Berg bezwingen. Ist das nicht Emanzipation? Wie kann hier von einer grundsätzlichen Unemanzipierbarkeit der Frau gesprochen werden?

Nur hat der Feminist nicht unbedingt recht, wenn er behauptet, daß fünfzig Jahre vor Merkel eine Regierungschefin undenkbar wäre. Frauen an der Macht hat es ja schon immer gegeben. Undenkbar wäre vielleicht vor einem halben Jahrhundert (und das nur für die weniger Aufmerksamen), daß sich die von den globalen Medien ausgehende Simulation einer öffentlichen Meinung so unabhängig von der wahren öffentlichen Meinung machen könnte, daß sie ein gemeinsames Süppchen mit der politischen Klasse kochen würde, dessen Rezept zeitkompatible Minderheiten schrieben! Eine tragende Zutat darin ist eben der Feminismus. Und die Wirkung der Medien bei seiner Einführung als zentralen Elements des Zeitgeistes wurde ja schon im Untertitel dieser Seite angedeutet.

Ausgehend von der personellen Ausstattung heutiger Parteien ist anzunehmen, daß wohl kaum jemand bedauern müßte, Frau Merkel an der Spitze der Republik zu wissen. Höchstens mit der Einschränkung, daß dieses Land durchaus einen Kanzler verdient hätte, der auch kompliziertere Sätze steuern kann, als Frau Merkel sich in der Lage zeigt. Doch sei es drum, in ihr wurde eben das laute Gebet der Meinungsindustrie, die Zeit sei endlich reif für eine Erlöserin an der Spitze, erhört, und es war längst nicht mehr ungewöhnlich, daß ausgerechnet die sogenannten Konservativen sich begierig zeigten, bei gegebener Gelegenheit die willigen Vollstrecker der frommen Kolportage zu werden. Es wird sicher eine spätere Aufgabe ihrer Parteigeschichte sein, diese ihre eigene Phase zu benennen. Es könnte die letzte heißen.

Das Feminat - Grundzüge

Was nun das emanzipatorische Moment betrifft, fällt leicht auf, daß die "neuen Frauen" sich überall dort postiert haben, wo die Stellenvergabe administrativ geregelt wird. Das ist zuerst der Staat selbst und sein Öffentlicher Dienst und eben jene Nester der veröffentlichten Meinung, die Medien. Der Anteil der Frauen des Bundestags ist fast bei allen Parteien auffallend höher als der ihrer Mitgliedschaft in der jeweiligen Partei. Sollen jedoch die Frauen ein Stück weiter emanzipiert werden, muß dieser administrativ bestimmende Turnus (Quotenregelungen) auch jenseits der direkten staatlichen Obsorge erweitert werden. Schließlich ist ja "der starke Mann", der Frauenbeauftragte schützt, niemand Geringeres als der femini(sti)sierte Staat selbst. Und er kann Frauen überall hin "emanzipieren". Politikerinnen haben langsam "die Geduld verloren", heißt es gelegentlich, und so muß schnell das administrative Anbahnen von Frauenkarrieren auch der Privatwirtschaft übergestülpt werden. Norwegen ging als glänzendes Beispiel voran. Dort existiert seit wenigen Jahren eine Frauenquotenpflicht für Aufsichtsräte börsennotierter Unternehmen.

Somit ist Frauenemanzipation eine Konvention und ein politisches Ritual westlicher wohlhabender Staaten. Doch so emanzipieren sich die Frauen nicht wirklich selbst (was oft der Schmerz mancher intelligenteren Frauenrechtlerin ist), sondern sie werden emanzipiert. Wäre ersteres der Fall, hätten sie längst eigene Unternehmen gegründet, in die sie - ganz ohne "gläserne Decken" - jenes "Potential der Frauen" einströmen lassen könnten, für welches die Politik immer so eindringlich wirbt, und welches die Medien fast zu alleinigem Elixier des Erfolgs kürten.

Das politische Ritual der Frauenermächtigung umgeht also die Emanzipation als Prozeß und versucht, ihr gefertigte Früchte anzulegen, so als hätte sie stattgefunden, so als wäre sie von den Frauen selbst vollzogen. Der Staat schafft also hier keineswegs gleiche Chancen und Möglichkeiten für beide Geschlechter, sondern verteilt diese Chancen so um, daß sie die im voraus erdachten Ergebnisse zugunsten des weiblichen Geschlechts eintragen.

Dabei nimmt nicht nur das abstrakte Prinzip der vielgerühmten Chancengleichheit Schaden, sondern auch das jeweilige Anwendungsgebiet.

Sehr deutlich ist es in der Bildung zu beobachten, die im Inhalt und in der Praxis so mädchengerecht umgestaltet wurde, daß die männlichen Kinder das Interesse daran verloren, mit dem Ergebnis, daß dort am Ende "Alphamädchen" ausgebildet werden, aber viel zuwenig Fachkräfte.

Vergleichbar ist es mit der Familienpolitik, die Männer im Grunde der Willkür der Frauen nicht nur hinsichtlich ihrer Vaterschaft unterwarf. Auch die völlige Instrumentalisierung eines ideologisch okkupierten Polizeiapparates wurde in den diversen Gewaltschutzmaßnahmen benutzt, um "einen Polizeistaat gegen den Mann zu errichten", wie hier früh befürchtet wurde (ebd). All das (wozu auch die Nachteile für Männer im Falle Scheidung gehören) hat sich durch die Internet-Männerbewegung (und später auch durch ihren noch immer spärlichen Einzug in die Medienwelt) herumgesprochen. Das Ergebnis: 12 Prozent mehr Männer als Frauen wollen keine Kinder, ausgerechnet also diejenigen, die in den feinsinnigen Analysen der Feministen angeblich so sehr auf ihre traditionelle Ernährerrolle fixiert sein sollen.

Es ist hier nicht beabsichtigt, weitere Gebiete anzugehen, um die Gesichter der Entfremdung überall dort vorzuführen, wo diese mittlerweile eingesetzt hat, nachdem der Staat mit solcher Intention gestalterische Hand anlegte. Das ist ja auf diesen Seiten bereits vielfältig geschehen. Hier geht es darum, zwei Prinzipien zu formulieren, die meines Erachtens Entscheidendes über das Vorgehen unserer jungen Bewegung aussagen:

1. Der Feminismus erzielte keine substantiellen Ergebnisse in Richtung irgendwelcher Emanzipation, sondern stellte sie lediglich durch Zwangsanordnungen dar; er täuschte sie vor. Er verwandelte weder Frauen noch Männer essentiell, sondern er positionierte sie nach den Geboten eines rein geometrischen Gleichstellungssinnes auf den Arealen der Gesellschaft, wobei sogar seine Quotenforderungen (und das darf als Zugeständnis an den Unterschied angesehen werden) durchaus variieren. Nie würde er Männer und Frauen paritätisch an die Front etwa einer eskalierten Demonstration schicken wollen, geschweige denn an die Fronten irgendwelcher Kampfhandlungen zwischen Armeen. Es gibt Bereiche, in denen er nach bloß 15 Prozent Frauen verlangt, erwägend, daß die durch diesen Anteil entstehende Ineffizienz von den Männern ausgeglichen werden kann. Der politische Feminismus emanzipiert niemanden, er stellt nur ein schematisches Konstrukt her (soziales Design) und damit tut er genau das, was die Ideologie des Genderismus traditionellen Verhältnissen unterstellt.

Dennoch aber gilt:

2. So wenig substantiell diese Ergebnisse hinsichtlich der theoretischen Zielsetzungen des Feminismus auch sein mögen, um so wirkungsreicher berühren sie dennoch die Funktionalität derjenigen Systeme, die solchem Eingriff unterworfen werden. Das liegt daran, daß Männer und Frauen essentiell unterschiedlich sind, und so ihre Umdisposition auf der Fläche des gesellschaftlichen Geschehnisses dieses eingehend entstellt - siehe oben die Beispiele aus Bildungs- und Familienpolitik. Benachteiligung und Entrechtung des Mannes sind Ausdruck und zugleich natürliches und besiegeltes Korrelat dieses politischen Prozesses, der, weil er die grundsätzliche Unemanzipierbarkeit der Frau vom Mann (jetzt Staat) ignoriert, die Inszenierung ihrer staatlich konzipierten Ermächtigung um so heftiger vorantreiben muß, um den eigenen falschen Erwartungen gegenüber konsequent zu bleiben.

Dieses macht deutlich, daß zwar die respektablen Bemühungen der Männer- und Väterrechtler in allen Ehren gehalten bleiben sollten. Doch wir brauchen darüber hinaus noch etwas: Wir brauchen einen wohl artikulierten und selbstverständlich vorgetragenen Antifeminismus, der auch in kurzen Statements die Zusammenhänge ausdrückt, die wir hier etwas wortreicher analysierten. Wir brauchen ihn, nicht nur weil die skizzierten Mißstände uns dies nahelegen. Wir brauchen ihn aus einem weiteren taktischen Grund, der sich in der letzten Zeit immer deutlicher gezeigt hat.

Klarheit statt Genuschel

Sowohl Feministinnen als auch ihre angeblich männerbewegten Unterstützer, die heute ihren Gestern-Kampf gegen das "rechte" Bürgertum und spätere Patriarchat auf die neue Männerbewegung übertragen wollen, behielten einen psychologischen Vorsprung für sich, wann immer wir beteuern müßten, daß wir ja um Himmels willen keine Antifeministen sind. Denn:

Da die Emanzipation der Frau vom Mann unmöglich ist, und so der politische Feminismus nur auf institutionell implantierte Ergebnisse abzielt, aber nicht auf eine substantielle Umwandlung in den Geschlechtern, ist jeder ein Antifeminist, der jene ablehnt, in Frage stellt oder sie von ihrer frauenzentrierten Einseitigkeit befreien möchte. Genau das aber tut der Männerrechtler, indem er die in Gesetzesform gegossenen Instrumente dieser Politik einer Revision unterzieht.

Bestreitet er diesen innewohnenden Antifeminismus seines Wollens, gibt er nur Raum für einen "Beweis" dessen, was er bestreitet, und kann so als suspekt vorgeführt werden. Durch einen offenen Antifeminismus dagegen würde man entweder überhaupt nicht als Mitdisputant akzeptiert werden, oder aber man würde den richtigen Disput durchsetzen.

Und zwar einen, den die politischen Vertreter jener bizarren Minderheiten, die mit ihrer grotesken Gender-Anthropologie und über den Weg offensichtlich mächtiger Nichtregierungsorganisationen mitten in der Politik Europas landeten, nicht gern allzu laut führen würden. Der Erfolg dieser Unterwanderung konnte ja zustande kommen, weil das Medienwesen (politisch und weltanschaulich zu etwa 70 Prozent einseitig ausgestattet!) die Politik mit dem falschen Wir eines vorgespielten Volkes so lange "versorgte", bis das eigentliche Volk nur noch als kulturneutrale "Bevölkerung" gelten durfte, und bis die Konservativen zu einem Kampf gegen sich selbst verführt werden konnten.

Doch die Zeichen stehen gut! Die Kritikbereitschaft gegenüber den Errungenschaften der modernistischen Nachkriegsbewegungen ist längst vorhanden. Nun wird das Zerbröckeln einiger politischer Träume des neuen Europas, das dadurch bald wieder alt aussehen könnte, auch die (wir hoffen keine übermäßig große) Not herstellen, dieser Bereitschaft williger nachzugeben.

Noch streichen unsere teuren Bürokraten gerade zur Zeit Worte aus dem korrekten Vokabular, sodaß wir zu politisch artigen Bürgern erzogen werden. Das Wort "Mutter" gehört auch dazu. Sobald die Party vorbei sein wird, ändern wir diese Liste und streichen ganz andere Wörter aus dem politischen Anstandskontext. Ich schlage jetzt schon das Wort Feminismus als eines der ersten vor. Privat darf man/frau es natürlich auch weiterhin gebrauchen.

Denn das Private soll ja nicht politisch sein. Sonst waltet das, was wir kürzlich Entwesentlichung nannten und jene Entfremdung, vor der schon ein berühmter Hegel-Schüler die Menschheit emphatisch warnte. Wenn er auch die Gefahr aus der falschen Richtung kommen sah.

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