DER MASKULIST
11.01.2012

Flott und kompetent hörte sich die Radiosprecherin an, als sie an einem Tag im vergangenen Spätherbst ihren Zuhörern das politische Ambiente jener temporären Parkbewohner New Yorks erläuterte, die sich zu der Zeit gern als Besetzer der Wallstreet rühmten. Wohl um zu verhindern, daß wir einmal dumm sterben könnten, zählte die Medienfrau alles Wesentliche zu der "Occupy-Bewegung" für uns auf:

Primär sei die Bewegung gegen eine unkontrollierte Funktionsweise des Kapitals, verstand sich als Erstes und quasi von selbst - wer würde da schon Assoziationen hegen… Doch das sei nicht alles, half uns weiter die öffentlich-rechtliche Welterklärerin. Manche Gruppen innerhalb der Bewegung würden nämlich außerdem für die Schonung und Erhaltung der Umwelt eintreten, andere wiederum für die Wahrung der Rechte Homosexueller oder des Rechts der Frauen auf Abtreibung usw. Breit wurden so vor dem Hörer die diversen Facetten der initiativen Protestler geklopft, so breit, bis sie einmal die Gesamtfläche eines uns allen wohlbekannten politischen Metiers ausfüllten, eines Metiers jedoch, das uns niemand erklären oder neubenennen müßte, denn der bunte Hund hört seit Jahrzehnten ziemlich genau und zuverlässig auf den geläufigen Namen "Linke Demonstranten".

Doch immer wieder soll deren Identität neu konstituiert werden im medialen Anti-Aging, das ihnen der noch in den betagten 68ern fußende dominierende Journalismus offeriert. Wann immer die Ereignisse den mit einem offenen Auge schlummernden Wächter linksliberaler Menschentümer wieder einmal auf den Plan und auf die Straßen westlicher Städte zu rufen scheinen, wird er uns von den Medien-Mainstreamern neu begründet und gekleidet. Als neue Art des Bürgers, Wutbürger genannt, inkarnierte er gegen den progressiven Umbau eines Bahnhofs, der so als "umstrittenes Projekt Stuttgart 21" in die Schlagzeilen kam, bis ihn eine Volksabstimmung rehabilitierte. Als "Attac" bietet der spätere Grünen-Abklatsch denjenigen eine Heimat, denen das Original inzwischen politisch zu fad geworden ist, oder denen, die wie Heiner Geißler, die Ungnade einer zu frühen Geburt mit dem Behelf eines etwas späten Revoluzzertums kompensieren. Und dann eben als Occupy-Bewegung, als Anonymous, als Bürgerrechtler aller Art und gegen alles - die schreibende Zunft steht uns aufklärend zur Seite.

Solch verdecktes Sympathisieren ist allerdings nicht mal das Perfideste in dieser Verschwisterung von politischer Korrektheit und Journalismus. Dreistere, weil die Inhalte betreffende Manipulation begegnet einem täglich in Formulierungen wie etwa der folgenden kürzlich im SPIEGEL-ONLINE zu den Demonstrationen in Ägypten: "Nach Darstellung von Aktivisten waren während der Zusammenstöße in den vergangenen Tagen wiederholt Frauen von Soldaten geschlagen worden. Bei den Unruhen und Straßenschlachten sind seit Freitag nach offizieller Darstellung zwölf Menschen ums Leben gekommen. Aktivisten sprechen jedoch von 13 bis 16 Toten." (Kursives v. Verf.)

Hier sind typischerweise "Frauen geschlagen", aber "Menschen ums Leben gekommen". Da letztere dies nicht von selbst erledigt haben dürften, sollte es wohl heißen, daß sie bei den Demonstrationen getötet wurden. Und ehe man des weiteren annimmt, daß Frauen für die Berichterstatter keine Menschen sind, sollte man besser aus dem Bericht schließen, daß sie sich nicht unter den Getöteten befanden. Sie wurden lediglich geschlagen, doch Grund genug, so heißt es im selben Artikel weiter, um scharfe internationale Reaktionen hervorzurufen, die den Obersten Rat der ägyptischen Streitkräfte veranlaßten, "den großen Frauen Ägyptens sein tiefes Bedauern wegen der Übergriffe" auszusprechen. Nirgends erfahren wir, ob der Oberste Rat auch den getöteten "Menschen" Ägyptens Größe und Bedauern zukommen ließ.

Es ist klar, daß die Auslassung des männlichen Geschlechts neben einer Explizierung des weiblichen unterschiedliche Gewichte angleichen soll: Das Geschlagenwerden der Frauen soll nicht vor dem Getötetwerden männlicher Demonstranten erblassen. Also werden letztere geschlechtsneutral angeführt, sodaß in dem geschlechtersensiblen Bericht allein die geschlagenen Frauen explizit als Geschlecht auftreten.

Es handelt sich um das Glätten ungleichen moralischen Anspruchs, wie dies auch bei vielen Hilfsorganisationen in verschiedenster Weise vorkommt, etwa mit Formulierungen wie "Mädchen und Kinder", womit Mädchen doppelt gezählt werden sollen, da sie ja auch die Hälfte der "Kinder" ausmachen, Jungen dagegen als Geschlecht verdrängt werden. Es ist die Absicht einer Umverteilung moralischen Kapitals, man könnte es ethischen Sozialismus nennen, wir haben es aber auch schon einmal ethische Piraterie genannt – das ist dasselbe.

Wir sehen, feministische Manipulation kennt nichts, was ihr zu dumm wäre, und das ist nichts Neues. Lassen wir es uns aber diesmal um den Preis gehen, den die patenten Helfer zu zahlen haben, insbesondere dann, wenn sie ihren Anstand und ihre Intelligenz nicht gänzlich an der politischen Korrektheit verloren haben. Es zeigt sich nämlich immer schauderhafter, wie die eingesetzten manipulativen Formen auch die allgemeinen Denkstrukturen ihrer Anwender oftmals besetzen und konfigurieren.

Zum Ausdruck kommt diese Schädigung am Eklatantesten, wo männliche Märchenerzähler sich zur Entwicklungsgeschichte und zum Nutzen des Feminismus äußern. Es enthält immer zugleich eine anregende Drolligkeit, wenn männliche Verfechter der sogenannten Frauenbewegung diese zwar mit Vehemenz protegieren, ihren Erfolg aber allein überhöhten aufbegehrenden Heldinnen zuschreiben, und sich selbst wie das eigene Geschlecht - als Mit- oder gar Hauptträger des Feminismus - wie am eigenen Zopf aus der politischen Geschichte der letzten Jahrzehnte herausziehen.

Der Preis der Verdummung

Ein geradezu malerisches Elaborat dieser Sorte lieferte zum Jahresende Richard Herzinger uns und der WELT ONLINE mit dem ermattend nichtssagenden Titel "Ohne Frauen geht auf dem Globus nichts mehr". (Etwas anschaulicher hieß es wenige Tage später als Blogbeitrag: "Die Befreiung der Frau ist die Menschheitsfrage der Gegenwart").

Dazu das passende Bildchen: Zwei junge Damen, eine mit zunächst wohl entfernten und dann wieder hingemalten Augenbrauen und ihre adäquate Busenfreundin blicken mit dem verräterisch erwartungsvollen Blick in die Kamera, mit dem gewöhnlich solch "junge Dinger" zu erwägen scheinen, sie könnten eben für ein Magazin entdeckt worden sein. Da mein visuelles Gedächtnis offenbar gut funktioniert, hatten dieselben Damen im Jahr 2009, aus anderer Perspektive im selben Ereignis aufgenommen, Seiten des 'Spiegel' geschmückt; sie fühlten sich also von westlichen Journalisten – wiedermal auf der Suche nach "dem Gesicht der Revolution" - umschwärmt und warten vielleicht noch heute auf das verspätete PLAYBOY-Angebot.

Da paßt es natürlich wie der Senf im Himbeerpudding, wenn wir ziemlich direkt darunter vom "Aufbruch der Frauen" als vom "entscheidenden revolutionären Element" unserer Zeit etwas zu vernehmen bekommen. Ähnlich lärmende Bekundungen ("Wucht des globalen weiblichen Aufbegehrens", "Dynamische Frauenrechtsbewegung" usw.) wiederholen sich immerfort, nicht nur EMMA kann das. Zwischendurch werden sie mit Einblicken in seltsam konservative Kreise wie die orthodoxer Juden oder rückständiger Muslime, die auf strikter Geschlechtertrennung beharren bzw. Frauen zwangsverschleiern, ergänzt und sollen so offensichtlich Bezogenheit erhalten.

Nicht alles, was Herzinger vertritt, ist falsch, die Strukturen jedoch seiner Abhandlung sind katastrophal zerwühlt, und dies aus dem Grund, den wir gerade hier untersuchen: aus dem unsäglichen Trieb, Inhalte und Potentiale so zu verschieben und umzuverteilen, daß am Ende seine feministische Gurke einer Patriarchatsüberwindung durch Frauenmacht als natürliches Ergebnis geschichtlicher Evolution heraustritt.

Er beginnt mit einer fragwürdigen Distanzierung von der marxistischen "Geschichtsreligion" und von der "linken Dogmatik", weil dort die "Frauenfrage" nur als "'Nebenwiderspruch' im großen historischen Prozess" vorkäme – für Herzinger zuwenig. Doch welche Ironie: Ihm entgeht gänzlich, daß er im somnambulen Heer jener mitmarschiert, die Marxens "Geschichtsreligion" im Feminismus mit aller heilsgeschichtlichen Konsequenz weitertreiben, und dies in tieferen Niederungen noch als sich der traditionelle Marxismus je befand: In solchen nämlich, in denen die ursprünglichen Klassenkollektive mit biologisch bestimmbaren ausgetauscht worden sind, und so das Sein einen noch fulminanteren Sieg über das Bewußtsein feiert, als wenn letzteres bloß äußeres Klassenbewußtsein wäre.

Herzinger vermeidet generell die Sicht aufs Ganze, und der Leser weiß nicht, ob Unvermögen oder taktische Weigerung die schmeichelhaftere Hypothese für dieses Versagen wäre. Er schreibt: "Dass… Islamisten zunehmend Frauen vorschicken, um zu suggerieren, sie befänden sich auf der Höhe der Kernfragen der Gegenwart, zeugt indirekt davon, dass sich der feministischen Druckwelle niemand mehr entziehen kann." Etwas aufwendiger gedacht könnte es aber auch davon zeugen, wie naiv der Westen die Rituale vorgibt, mit denen er von Islamisten zum Narren gehalten werden kann.

Zu dem oben angeführten Angriff auf die ägyptische Demonstrantin schreibt der Autor: "Die massiven Bestrebungen der alten Macht, den Freiheitsimpuls der ägyptischen Rebellion zu ersticken, kulminieren in dem Versuch, Frauen gewaltsam aus dem öffentlichen Raum zu vertreiben." Auch hier wird mit Denken gespart. Erstens, Herr Herzinger, kulminiert hier gar nichts, sondern es handelt sich wohl eher um ein harmloseres Ereignis, zumal im pietätvollen Vergleich zu den 12, 13 oder16 getöteten "Menschen", die ja zum Glück (möchte man fast verwirrt aufatmen) keine Frauen waren. Oder aber doch: Sie haben gewissermaßen recht, und hier kulminiert tatsächlich etwas.

Aber das ist die bodenlose Hysterie des internationalen Feminats (und seiner lächerlichen Steigbügelhalter), das, kaum eine Frau am Boden liegen gesehen, mit den üblichen epischen Trauergesängen aufbricht, denen sich, wie Sie dezidiert betonen, "sogar US-Außenministerin Hillary Clinton" anschließt. Warum denn "sogar", Herr Herzinger? Wollen Sie damit suggerieren, es habe sie Überwindung gekostet? Was ist Ihrer Meinung nach die Aufgabe einer Polit-Feministin sonst, außer die Welt mit Argusauge daraufhin zu observieren, wann und wo die nächsten internationalen "Frauen und Mädchen"-Trauerfestspiele ansetzen sollten? Wir verstehen gewiß Ihre Sorge und die Hillary Clintons über "díe treibende Kraft der sich selbst befreienden Frauen", und wo käme natürlich die arme Kraft hin, wenn man sie bei Demonstrationen anfassen würde?

Doch sagen Sie, was hat die Aversion jüdischer Fundamentalisten gegen gemeingeschlechtliche Zusammenkünfte mit der Reaktion auf den provokanten Auftritt des Drachen in Weißrußland (hier rechts im Bild), als daß Sie beides, unter dem gemeinsamen Dachbegriff "Frauenfrage" inkludieren zu dürfen glauben? Ist es nicht viel mehr eine geschlechtsneutrale "Menschenfrage", wenn die rotzig vereinnahmende Üppigkeit des abgebildeten Individuums, das so offensichtlich alles daran setzt,  Antipathie und Ärgernis zu generieren, auch Entsprechendes an Reaktionen hervorruft?

Würde sich das Subjekt in der Bahn auf meinen Gegenübersitz in dieser Aufmachung plazieren, etwa um mich zu provozieren, hätte ich ihm vermutlich ganze Sekunden lang den Tod durch Säure gewünscht. Aber die affektive Komplexität einer solchen Begegnung mit "Angst vor der Befreiung der Frau" zu betiteln, ist entweder selbstbetrügerische Vereinfachung oder unsägliche Dummheit.

Und warum sollte Ihr sich selbst befreiender Feminismus, wenn er doch anhand seines Wesens uns Männern (Ihnen natürlich nicht, denn Sie sind ja aufgeklärt) Unbehagen, ja "Angst" bereiten sollte, warum sollte er noch zu solchen Extremen greifen müssen? Sind diese "Schlampen"-Paraden nicht eher als bemühte Versuche zu verdächtigen, Aufmerksamkeit, die frau sonst offenbar nicht bekommt, durch Provokation zu erringen?

Herzingers Dilemma

Herzinger beschreibt den zentralen Grund für das, was er die Befreiung der Frau nennt, interessanterweise in quantitativem Format. Er meint, die "überragende Bedeutung" der Frauenbefreiung bestünde nicht darin, daß Frauen bessere Menschen seien, oder daß ihre Unterdrückung als schlimmer zu bewerten wäre als die Unterdrückung von Menschen aus "rassischem, ethnischem oder religiösem" Grund. Doch Frauen würden erstens "die Hälfte der Menschheit" ausmachen, und zweitens würden die anderen, nicht geschlechtsspezifischen Unterdrückungsformen bereits "offiziell umfassend geächtet".

An diesem zweiten Grund Herzingers ist nichts Relevantes: Überall nämlich dort, wo Unterdrückung "unter rassischem, ethnischem oder religiösem Vorwand… offiziell umfassend geächtet wird", wird - oft sogar an erster Stelle – die Unterdrückung wegen des Geschlechts stereotyp auch geächtet.

Was nun "die Hälfte der Menschheit" betrifft: wir hätten eine solche auch dann, wenn wir je 25 Prozent der Menschheit in Frauen und 25 Prozent in Männern nehmen würden. Eine solche zahlenmäßige Hälfte der Menschheit wäre allerdings im Kontext Herzingers sicher belanglos. Herzinger wird also wissen, daß er sich auf Qualitatives bezieht, wenn er die Menschheit in geschlechtsspezifische Hälften teilt. Also enthalten die Geschlechter Qualitäten, und werden bereits durch diese entzweit und differenziert.

Offenbar nun sind die Qualitäten der Geschlechter so unter ihnen verteilt, daß sich heute nach Herzingers Ideologie die Frau vom Mann befreien muß und nicht andersherum. Also liegt das Unterdrückungspotential beim Manne. Mit welchem Potentail aber soll die Frau "sich selbst" befreien? Oder kann sie das gar nicht? Und wer könnte es dann?

Eine Option wäre der Staat, eine über beiden Geschlechtern stehende abstrakte, aber bitter konkret eingreifende Instanz. Das wäre der politische Weg. Über die evidente Problematik dieser riskanten Dreieckskombination hat sich Herzinger sicher viele Gedanken gemacht. Einmal wird er sie uns in ähnlichen Essays präsentieren. Oder aber er hat sein Denken für die "enthierarchisierte, leichtlebige Moderne", die er favorisiert, aufgegeben, um ihr so Bestand zu gewähren. Denn Denken schafft sich als allererstes Hierarchien und Prioritäten, und Denken macht es sich nie leicht.

Eine weitere Option wäre der Mann selbst! Das wäre der zivilisatorisch-evolutionäre Weg, auf welchem Menschen die beste Investition ihrer eigenen Potentiale im Verfügbarmachen derselben für die gesamte Gesellschaft sehen. Es handelt sich um das über Jahrtausende in den Zivilisationen entwickelte zivilisatorische Agglomerat sozialer Integrität. Man könnte es auch das christliche "Wer groß sein will unter euch"-Prinzip nennen. Dieser Weg wäre nicht nur fair und frei, er wäre auch sicher. Schließlich kippen Staaten und Gesellschaften ja um, wenn es sie lang zu einer Seite hin treibt. Und schließlich appellieren auch Feministen wie Herzinger, die angeblich auf die Selbstbefreiungspotentiale der Frau setzen, interessanterweise auch an die Männer. Wahrscheinlich erkennen auch sie irgendwie die Mär "der sich selbst befreienden Frauen" als eigenes Wunschdenken.

Soweit uns nun als freien und klugen Menschen der Staat untauglich für Innovationen anthropologischer Natur erscheint, und uns allein der evolutionär reife, integre Mann als bedingendes Element bei einer Optimierung des Geschlechterarrangements übrig bleibt, bleibt auch eine letzte Frage übrig. In dieser Frage kulminiert übrigens wieder mal etwas. In dieser Frage kulminiert die Abwegigkeit von Herzingers Ideologie, des gesamten neugeschichtlichen Weibeswahns. Sie lautet: Wie könnte jemals das bedingende evolutionäre Element mit dem bedingten gleichgestellt werden, ohne den Gesamtentwicklungsprozeß zu konterkarieren und zu gefährden?

Das Prinzip "Wer groß sein will unter euch, der soll euer Diener sein" annulliert die Größe des Großen nicht. Aber es ist eine Schmach dieser Zeit, Menschen, die das Privileg genießen, die Produkte ihres Denkens von Berufs wegen der Öffentlichkeit unterbreiten zu dürfen, darauf hinweisen zu müssen, daß groß größer ist als klein.

Ob uns nun Herzinger gedanklich begleiten kann oder nicht, die "Menschheitsfrage der Gegenwart" wird von ihm und von seinen geschichtsreligiösen Genossinnen und Genossen nicht wirklich gestellt. Das liegt daran, daß grundlegendere Fragen, solche etwa nach einem unterschiedlichen Wesen der Geschlechter und nach den Auswirkungen dieses Unterschieds in der menschlichen Praxis, verdrängt oder in gendertheoretischen Konstruktionen aufgelöst werden. So stören die Geschlechter zwar nicht. Daß sie aber aus dieser Lagerung relevante Impulse oder menschheitlich gültige Fragen aussenden könnten, denken nur die, deren Denken sich am liebsten im Utopischen entfaltet. Dieses Denken zu überwinden, das ist die Menschheitsfrage der Gegenwart.

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