###LLAKRTE###
     
Man wollte wegschauen, sich einreden, die eigene, übersensible Wahrnehmung sei es; sie spiele einem einen Streich. Doch die... ... eigene Wahrnehmung behielt recht, das war irgendwann nicht mehr zu leugnen.


Bereits der Umgang des Feminismus mit der Sprache hätte genügt,um sein Unwesen zu belegen. Doch wenige merkten auf.
Der Widerspruch, einerseits die Frau ermächtigen zu wollen, aber andererseits alle Verantwortung auf den Mann zu delegieren, bringt die bigotte Haltung des Feminismus bestens zum Ausdruck. ...... Übrigens eine sehr weibliche Haltung, die zwar von den Herren der Schöpfung zu allen Zeiten als List erkannt, dennoch toleriert oder (je nach Zeitalter) von ihnen sogar bis zur Selbstaufgabe kultiviert wurde.

Verblüffend dabei: Je 'patriarchaler' die Welt wurde, desto mehr Geltung erhielt die Mystifizierung des weiblichen Trickreichtums und der Frau selbst. – Eine zügige Umschau in Vergangenheiten.

Weil die Versuche einer Ermächtigung der Frau versagen, schlägt der Prozeß in ein Reduzieren des Mannes um. Die so eingeleitete Herabwürdigung des Maskulinen ereichte bereits den ethisch-anthropologischen Bereich. Tatort: die universitären...... Bildungsstätten. Dieser Vorstoß unterstützt und inspiriert die politischen Maßnamen, die bewirken sollen, daß 'Zukunft weiblich' wird. Totalitäre Mechanismen der Art Gender-Mainstreaming werden teuer installiert. Da Zukunft aber – wie unsere technisierte Gegenwart zeigt – aus der Mitte des Maskulinen heraus entsteht, gelingt solches wahnhafte Vorhaben der Feministen nicht.

Was aber dabei geschieht, ist ein Angriff auf die betroffenen Systeme und zwar einer, dessen Wesen weniger dem eines Aktes, sondern eher dem einer Infektion oder Vergiftung gleicht. Vergiftung der rechtsethischen Ordnung und Pervertierung des Leistungsapparates.

Indessen scheinen Frauen (sehr zum Ärger der angeheuerten Alphaweibchen des Feminismus) wenig von dem zu halten, was die Ideologie ihrer Ermächtigung gern aus ihnen machen will.

Haß auf die Männer weist in der Gegenwartskultur die unterschiedlichsten Ausdrucksformen auf. Seine ersten grellen Blüten trieb er auf den Gefilden der radikalisierten Weiblichkeit – insbesondere Amerikas. Wir befassen uns in den hiesigen Beiträgen zunächst mit der Psychologie dieser...... geistigen Töchterschaft Valerie Solanas, und was wir feststellen, kann überraschen, denn es ist Liebe! Es ist nicht die Bitterkeit erlebter Unterdrückung, sondern die Liebe zum Maskulinen, die eine 'richtige' Emanze zu dem macht, was sie ist. Es ist verwehrte Identität, die sich am Ende mit krankhafter Vehemenz gegen das wendet, was sie nicht sein darf, es ist "Revolte gegen die eigene Selbstverachtung".

Der in der Gesellschaft vorhandene - hier "öffentlich" genannte - Männerhaß, wie er sich etwa in den Erzeugnissen von Unterhaltung oder populärer Wissenschaft niederschlägt, ist nicht eine Übertragung des feministischen Hasses auf die Gesellschaft, sondern er ist auf eigener Basis entstanden. In unserer...... Absicht, diese Basis zu benennen, fahren wir in diesen Beiträgen damit fort, die Wege im politischen und kulturellen Leben zu beschreiben, auf denen sich der Männerhaß entfalten konnte, und die Strukturen im öffentlichen Denken und Empfinden zu analysieren, die ihm scheinbare Legitimität verleihen.

Endphase des Feminismus geht mit seiner Anthropologie einher, denn hier, bei der Erstellung eines Menschenbildes, erwirkt jede tendenziös konstruierte Ideologie ihr Scheitern. Das 'Gender'-Konstrukt, das sich anmaßt, die Geschlechterwirklichkeit ein Konstrukt zu nennen, braucht nun sein Menschenbild: Es wird aus...... dunkelster Vergangenheit geholt und erst in ferner Zukunft 'verwirklicht'. Dieses Meiden der Wirklichkeit, welche nur in der Gegenwart stattfindet; heute in einer Gegenwart, die durch die Errungenschaften der neueren Biologie, Neurologie und Humangenetik das Wesen der Geschlechter wie noch nie zuvor in der Sprache westlicher Intellektualität definierte, ist unerläßlich, um der Mär des Feminismus von einem geschlechtsneutralen Menschen, der sich erst in der Kultur einem konzipierten Zwang der Geschlechtlichkeit unterwerfen mußte, Raum zu gewähren.

Was aber war in der archaischen Vergangenheit? Wie wurden die Geschlechter erlebt und welcher elementaren Symbolik war ihre dualistische Präsenz unterworfen?

Welche - aus unterschiedlichen Lagen und Funktionen herleitenden - Analogien bestimmten das existentielle Verhältnis der Geschlechter zueinander, als der Mensch sein junges Ich erst aus der Materie schälte? Welche evolutionäre Zwischenstadien nennt heute der Feminist 'Matriarchate' und wie lassen sich diese Epochen seiner Begrifflichkeit entreißen? - Aufsätze für gern Philosophierende.

"Eine ähnlich lautende Kritik wie Ihre hat uns bislang nicht erreicht."

Vielleicht enthält obige Bemerkung aus einer Antwort der ARD im Jahr...... 1999 den Grund, warum diese Briefe etwas Besonderes in ihrem dokumentarischen Charakter sind: Ihre Entstehung geht auf eine Zeit zurück, in der man einen Protest der Männer nicht kannte.

Die ARD wurde in einem dieser Briefe wegen ihres Unterhaltungsprogramms "Nur ein toter Mann ist ein guter Mann" des Sexismus bezichtigt.

Viele Briefe wurden seither geschrieben und gesendet, die hier nicht archiviert sind. Besser aber noch ist, daß viele, sehr viele Briefeschreiber hinzu kamen; eine kleine 'Männerbewegung' wuchs unlängst heran, die heute mehr tut als Briefe schreiben, und die von den Medien (den ersten Adressaten der frühen Zeit) nicht mehr ignoriert werden kann.

Als Dokumentation also von Anfängen sind diese Briefe hier zu verstehen. Und ab und an, wenn wieder einer entsteht, der besonders tragende Ziele und Inhalte enthält, wird er hinzugestellt.

Die Lila Kröte ist eine negative Auszeichnung für besonders akzentuierte Männerfeindlichkeit in Wort oder Tat; für ein Verhalten von Personen und Einrichtungen, welches Männer oder Jungen...... diskriminiert, ihr Ansehen angreift, ihre Rechte und Chancen in der Gesellschaft hintan oder in Frage stellt und die Relevanz ihres Protestes gegen die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte leugnet.

Die Lila Kröte wird als Urkunde mit Wasserzeichen vergeben und relevanterweise an Menschen, die sie im übertragenen Sinn bereits geschluckt haben. Eine Lila Kröte geschluckt zu haben bedeutet, den Klischees erlegen zu sein, die Mann und Frau in Parallele zum Täter und Opfer, Gewalttätigen und Friedfertigen, Bösen und Guten, höheren und niederen Menschen, Verzichtbaren und Förderungswürdigen stellen.

Die Lila Kröte wird periodisch vergeben und berücksichtigt bei der Auswahl des Empfängers die Ereignisse der letzten zwölf Monate.


... indem die hier gezeigte Werbung mit manischer Beharrlichkeit gegen Wesen und Würde des Maskulinen wütet, offenbart sie ein in der Werbebranche etabliertes Bild weiblicher Innerlichkeit, das die Frau als einen seelischen...... Krüppel zeigt, dessen eigene Würde ihm selbst so irreal erscheint, daß nur die Entwürdigung des Anderen als Ausgleich in Frage kommt...


Sie können hier die archivierten Jahrgänge der Übersichtseite bis zu deren Entstehung im Jahr 2005 zurückverfolgen.










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"Ungeist" ist kein schönes Wort. Mit diesem Wort ist hier ein Geist gemeint, der sich selbst leugnet, ein Denken, das sich davon abhält, zu freien Urteilen zu gelangen, um vorgefertigten zu dienen. Solches Denken ist kein natürlich menschliches Verhalten, setzt sich aber immer dann durch, wenn es gezielten Interessen Erfolg verspricht oder wenn es für die Anhänger einer Weltanschauung den Konsens schaffen soll, der sie zusammenhält und so ihre Zugehörigkeit manifestiert. Es ist vielleicht das Gefährlichste an Ideologien, daß sie allesamt vermeinen, ihre Ziele seien heilig genug als Zweck, um noch das Heiligste am Menschen als Mittel mißbrauchen zu dürfen: das Denken.

Wie Ungeist funktioniert, wie er sich Begriffe schafft und sie an seinen Zwecken ausrichtet, wird hier nicht direkt erläutert (siehe hierzu unter "Begriffe"), sondern an Beispielen gezeigt werden. Diese Beispiele sind Briefe an Adressaten, die feministische Gedanken hegen oder feministische Intentionen befürworten und fördern.

Diese Briefe haben alle gemeinsam, daß sie Fragen stellen, die geeignet sind, die Widersprüche aufzuzeigen, die feministische Willkür im Denken hervorruft, Widersprüche, deren Aufdeckung befreiend wäre, deren Verdrängung und Tabuisierung aber nicht anders vonstatten gehen kann als durch feigen Verzicht auf weiteres Nachdenken; eine Unterlassung, der man wenig Achtung schenken kann und die in diesen Briefen deswegen häufig mit der gehörigen Portion Ironie quittiert wird.
05.06.2007

"Diese Kampagne ist witzig, spritzig und zukunftweisend", meinte Kampagnenministerin von der Leyen, und sie könnte damit am Ende, zumindest was das Erste betrifft, recht haben. Denn witzig war das Foto in der Tat, auf dem sie zwischen zwei Geschlechtsgenossinnen in Feuerwehrmänneruniform zu sehen war. Spritzig war es übrigens auch. Zwar waren die drei Frauen gerade bei einer Trockenübung abgelichtet, doch "trocken" mag hier etwas deplaziert anmuten, da die Damen dabei sichtlich Wasser ließen - aus einem Feuerwehrschlauch nämlich -, allein das zu löschende Feuer fehlte. Reine Posse also. Für ein Bild. Für eine Kampagne eben.

Es handelte sich um die Kampagne "Frauen am Zug", die vom Deutschen Feuerwehrverband im Rahmen des Projekts "Mädchen und Frauen in den Freiwilligen Feuerwehren", das wiederum im Rahmen eines sog. Modellprogramms namens "Generationsübergreifende Freiwilligendienste" initiiert wurde, einige Tage später (am 5. Mai) in Gera startete - alles in allem 630.000 €. Kleingeld für einen so potenten Spender, wie das Ministerium von der Leyens einer ist, wenn es darum geht, "überkommene Rollenbilder", "verkrustete Strukturen" und "Barrieren", die "nur noch in den Köpfen existieren" zu "überwinden", wozu die Ministerin ausdrücklich anhielt. [Hier]

Barrieren überwinden? Einfach nur das? Besonders solche von "überkommenen Rollenbildern" und "verkrusteten Strukturen"? Wäre da nicht ein Gleiches geschehen, wenn die entkrustete wertkonservative von der Leyen auch einmal mit Feuerwehrmännern aufgetreten wäre, die ihre Schläuche in Strapsen und Stöckelschuhen zum Spritzen brächten? Auch hierfür müßte man lediglich die richtigen Barrieren überwinden. Oder worum geht es überhaupt?


Es geht eigentlich darum, daß die Freiwilligen Feuerwehren dringend mehr Mitglieder brauchen und dabei auch nicht vor Frauen halt machen. Warum sollten sich Frauen nicht bei der Feuerwehr nützlich machen können?

Nur kommen leider Frauen in gender-technokratischen Systemen selten allein, sondern sie bringen, wo immer in der öffentlichen Wahrnehmung mehr als eine von ihnen auftreten sollen, gleich ihre Funktionärinnen mit, ihre Frauenbeauftragten, wie es im Volksmund heißt. Und diese wiederum bringen ihre "Projekte" mit, die "im Rahmen eines Modellprogramms" laufen, welches am Ende immerdar "Gender-Mainstreaming" heißt, vom Feminismusministerium finanziert wird und "Neue Wege für Jungs" (hier bei der Feuerwehr) eröffnet, Wege, die Jungs in der Regel nur gehen möchten, nachdem sie erst mit einer gehörigen Portion Ritalin oder mit anderen Stillegungsprogrammen präpariert wurden, die Expertengruppen um das BMFSFJ nur so aus den Ärmeln ziehen können.

Das weiß vielleicht der Feuerwehrverband nicht, aber das wäre sein Versäumnis.

Und haben sich einmal die Frauen mit Plakaten, Aktionen und Millionen von Steuergeldern irgendwo hinein "erobert", geht es als Nächstes um die rechtliche und ethische Plünderung des jeweiligen Gebiets. In der Armee entfaltete sich ihr Programm schneller und leichter, da ja Armeen nicht auf Freiwilligkeit beruhen und die verpflichteten Soldaten nicht einfach nach Hause gehen können, sobald ihnen die Plünderungsprogramme des Polit-Feminismus suspekt geworden sind. Es ist wahrscheinlich, daß für die Feuerwehren Ähnliches angepeilt wird.

Ein Blick in das Schriftstück der Aktion mit dem etwas bestrebt originellen Titel "Frauen lassen nichts anbrennen" läßt uns gewisse Einblicke in die Methoden zu, die durch den Prozeß führen sollen. Dort sind unter anderem die Ergebnisse eines vom Frauenministerium finanzierten, "auf die Suche nach Gründen für das Fernbleiben von Frauen in der Feuerwehr" ausgerichteten Forschungsprojekts wie auch das von den drei dazu angeheuerten Forscherinnen erbrachte Ergebnis in Form von Leitlinien zu lesen, die von den Freiwilligen Feuerwehren umgesetzt werden sollen.

In Kürze gefaßt, ist der Text ein sich vorsichtig aufbauendes Plädoyer für die Anpassung der Feuerwehren an frauengerechte Verhältnisse, bei gleichzeitiger und mit Hilfe einer umfassenden frauenzentrierten Werbe- und Plakatpropaganda einhergehender feministischer Gehirnwäsche, die den weiblichen ARD-Kommissarinnen-Übermenschen auf die Feuerwehr überträgt: "Unser Kampagnenansatz ist eine Hommage an alle Menschen, vornehmlich an alle Frauen ..., die sich ehrenamtlich bereits in den Feuerwehren engagieren. Sie sind unsere 'Stars'." Bestechende Beschwichtigung etwas später: "Keinesfalls aber wollen wir die Feuerwehrfrauen zu engelhaften Gutmenschen idealisieren, geschweige denn gegenüber ihren männlichen Kameraden unglaubwürdig überhöhen."

Was uns hier wie der Anflug von Vernunft in der Broschüre eines Frauenprojekts etwas befremdet, ist reine Taktik, die sich dem bereits erwähnten Sachverhalt fügt, daß in freiwilligen Einrichtungen Männer auch weg gehen können, wenn ihnen das Ganze allmählich zu blöde geworden ist. Dies spüren offensichtlich sensiblere Teilnehmerinnen in den Körperschaften, andere wiederum, wie Bayerns Landesfrauenbeauftragte Erika Riedl, setzen mit grotesker Naivität die dahinterwaltende typische Impertinenz feministischer Selbstverkennung zur Schau.

Ihre Aussage entnahmen wir dem Portal 'augsburger-allgemeine.de' im Artikel vom 9. Mai "Umstrittene Plakate - Werbe-Kampagne der Feuerwehr erhitzt die Gemüter" - [leider befindet sich dieser Artikel nicht mehr im Netz]. Dort wurde über einen ersten Reflex im Landkreis Landsberg auf die Plakataktion mit den neuen Feuerwehr-"Stars" berichtet. "Stark sind sie, immer einsatzbereit, sie scheuen keine Gefahr: Das sind die Frauen bei der Feuerwehr", hieß es einleitend.

Etwas aufhorchend vernahmen wir bald drauf: "96 Frauen aus dem Landkreis Landsberg stellen [sich] der Kampagne entgegen, die sie zu provokativ finden. 'Wir wollen nicht, dass nur für Frauen geworben wird...', sagt Elke Rembold von der Freiwilligen Feuerwehr Erpfting. Die Kreisbrandmeisterin sieht den Frieden in der Truppe gefährdet. 'Wir wollen uns nicht so wichtig machen. Wenn die Männer jetzt beleidigt aufhören, ist keinem geholfen'..." Richtig erkannt! Und die Landsberger Feuerwehrfrauen lehnten die sexistischen Plakate ab und posierten gemeinsam mit ihren männlichen Kollegen.

Doch solche Bilder scheinen für die bayerische Landesfrauenbeauftragte wenig propagandistische Wirkung zu versprechen. Denn eine solche Darstellung, eine Darstellung also mit auch männlichen Teilnehmern, "überblättert man in der Zeitung, bei unserer Kampagne schaut man ein zweites Mal hin". Was man beim zweiten Hinschauen denken könnte, mag gewiß vielfältig sein, wird aber von Frau Riedl nicht weiter angegangen. Das ist nicht so schlimm, aber dann kommt's: Nachdem die Frauenfrau zuerst davon schwadroniert, daß Frauen in den Feuerwehren "unersetzlich" seien, als könne sich diese Menschheit keinen Feuerwehreinsatz ohne Frauen mehr vorstellen, erweitert sie endlich den Radius ihrer Abwegigkeit zu einer ersten Bloßstellung jenes notorisch feministischen Anmaßungsmodus der Art Frauen-sind-auch-hier-natürlich-besser. Sie befindet: "Manche Männer klappen zusammen, wenn sie Blut sehen, Frauen bewältigen das besser."

Nun ist's erkannt: Ihr fehlt nicht nur die Einsicht darin, welchen Unsinn sie am Ende mit einer solchen Aussage verzapft hat. "Manche Männer klappen zusammen...", ist nun eine so nichtige Aussage über das Wesen der Feuerwehren, wie der Satz "manche Autos bleiben plötzlich stehen", über das des Autobahnbetriebs. Hinzu käme natürlich die Frage, ob denn die Frauenförderin uns eine zuverlässige Statistik darüber zu empfehlen hätte, wie viele Männer denn und wie viele Frauen in überfordernden Situationen prozentual verglichen zusammenklappen.

Nein, nicht der Intellekt Frau Riedls beeindruckt uns in erster Linie. Viel mehr tut es der Mangel an dem, was man salopperweise so oft Frauen zuordnet und gerade in einem solchen Fall psychologisch diffiziler Antagonismen dringend gebraucht wäre: Fingerspitzengefühl, Einfühlungsvermögen, Intuition oder wie man sonst den reifen Einblick in das fremde Gemüt nennen mag. Entweder kann die Beauftragte kein Gefühl dafür entwickeln, welche Anwiderung die simple Maßlosigkeit ihres nichtigen Befunds in manchem Feuerwehrmann erzeugen kann, oder sie bläst verantwortungslos in ihr feministisches Horn und schreitet zum üblichen infantilen Starke-Frauen-Anprall ohne Rücksicht auf Verluste.

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Das, liebe Feuerwehrmänner, nennen wir die feministische Bodenlosigkeit! Sie schickt sich gerade an, sich in den Feuerwehren zu etablieren. Es ist ein Vorstoß des internationalen Feminismus, wie es in der Liste "Internationale Feuerwehrfrauen-Netzwerke" aus dem genannten Papier erkennbar wird. Er dehnt den Befall von Einrichtungen weiter aus mit Hilfe der politischen Institutionen der Geschlechterpolitik (hierzulande das Frauenministerium), die ihm als Korridore zur politischen Wirksamkeit dienen.

Was er dort forsch errichten will, sind top-down Programme (Schlüsselbegriff Gender-Mainstreaming), die den Männern etwas wegnehmen sollen, um es den Frauen zu geben, ganz nach dem Modus des Robin Hood bei Reichen und Armen. Es sollen Umverteilungsprozesse nach sozialistischem Muster stattfinden. Doch mit erweitertem Kapitalbegriff! Bei den Freiwilligen Feuerwehren wäre dies die Anerkennung. Sie wird erzeugt durch Ergebnisse des Einsatzes und quittiert durch Aufstieg in den einschlägigen Hierarchien (Besetzung von Ämtern), durch den Erhalt von Symbolen wie Orden und Ehrenzeichen (Auszeichnung) oder durch eine erhöhte Gewichtung der Person in der Öffentlichkeit (soziale Anerkennung, Ruhm).

Mit der vom Frauenministerium finanzierten Plakataktion setzten nun die feministischen Funktionärinnen einen Fuß zunächst an die Schwelle dieser letzteren Hintertür. Den Beginn mit Anerkennung vor der Leistung kennen strebsame Feministinnen gut. Damit haben sie so manche Männerdomäne zu erobern versucht. Es heißt "Frauen sichtbar machen" und meint, nur Frauen zeigen. (Wichtigster Verbündeter bei derlei Strategie sind die frauenübervölkerten und frauenüberfreundlichen Medien.) Frauen sollen erst "Sichtbarkeit... als ein ganz normaler Bestandteil der Feuerwehr" erlangen, um hinterher, durch die im voraus konstruierte Sichtbarkeit solch "normaler Bestandteil der Feuerwehr zu werden". Warum auch andersherum? Und wie normal, dürfen wir auch wissen: "Als größte Bürgerbewegung des Landes muss es unser Ziel sein, die Geschlechter annähernd gleich stark zu repräsentieren".

Was aber, wenn sich die Geschlechter nicht annähernd "gleich stark... repräsentieren" lassen? Etwa weil sie, anders als die Ideologie der Gendermainstreamer zulassen will, zu unterschiedlich sind um gleichgestellt zu werden? Dann darf dies dennoch niemand aussprechen, weil es politisch nicht korrekt wäre, außer derjenige besitze 'verkrustete Ansichten mit überkommenen Rollenbildern' usw...

Politisch Korrekte dagegen wissen, daß Frauen niemals Schuld für ihre Lage tragen; dies erledigen für sie die patriarchalen Verhältnisse und Systeme, in denen sie stecken. Hier die unreformierten Feuerwehren. Doch es gibt Abhilfe! Wie könnte sie aussehen?

Durch "eine Veränderung der Organisationskultur“, werden wir aufgeklärt. Man knöpfe sich zu diesem Zweck die Ausbildungskräfte vor, die "sich für eine Veränderung der Organisationskultur im weitesten Sinne" einzusetzen hätten. "Im weitesten Sinne" ist etwas überflüssig, es geht nämlich hier um einen ganz bestimmten Sinn, und er ist gar nicht so weit, außerdem altbekannt: "Bei der Ausbildung von Führungskräften geht es bislang vor allem um die Vermittlung technischer oder organisatorischer, nicht aber um die Vermittlung sozialer Kompetenzen." (Leitlinie 12 aus dem genannten Dokument.) Soziale Kompetenz kennen wir natürlich als die vermeintliche Dauertugend der Weiblichkeit. Das weiß auch und vor allem Frau Riedl: "Auch bei der Betreuung von Hinterbliebenen und der Brandschutzerziehung in Kindergärten und Schulen bewiesen sie oft", ihre Geschlechtsgenossinnen, "mehr Fingerspitzengefühl", vertraute sie dem Augsburger Blatt im bereits erwähnten Artikel an. Wenn das nicht die wahren Beförderungsgründe sind! Natürlich bis hin zu den Vorstandsgruppen.

Und letztere sollen sich gefälligst auch bewegen: "Sie sollten in Zukunft eine Vorbildfunktion wahrnehmen und deutlich zum Ausdruck bringen, dass sie die Integration von Mädchen und Frauen zu ihrer Sache machen und damit bei sich selbst beginnen." Ist das klar? Doch außer Frauen in die Vorstandsetagen hieven, sollen die Vorstände zudem dafür sorgen, daß Frauenvernetzung innerhalb der Freiwilligen Feuerwehren funktioniert; "einen kontinuierlichen Informations- und Erfahrungsaustausch unter den Feuerwehrfrauen aktiv [zu] unterstützen", wird ihnen aufgetragen (Leitlinie 9).

Dieses Netz würde die Frauenförderinnen und ihre Klientel innerhalb der Feuerwehren schnell zur eigenständigen Körperschaft festigen, die dann, beruhend auf einem verbindlichen selbstgestrickten Regelwerk im Sinne der bereits aufgezeigten Optionen, ausbildende Kräfte und Beförderungsgremien bald so "mit den Leitlinien vertraut gemacht" haben würde, daß bei den einschlägigen Entscheidungen die verkrusteten überkommenen "'Löschrambos', die gleich die ganze Wohnung unter Wasser setzen, obwohl nur der Papierkorb brennt" (auch dieser Text entstammt der überflogenen Broschüre!), nunmehr leer ausgingen. Befördert würde dann anstelle die behäbige junge Frau, die sich, etwas abseits der zermürbenden Lösch- Und Schleppaktionen der Feuerwehrmänner, der Wiedereingliederung des traumatisierten Kaninchens aus der nachbarlichen Umgebung widmete.

Zeit, daß 'Verkrustete' bekennen: "ohne mich!"

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