DER MASKULIST
25.07.2003

D

as Unvermögen der Feministin, selbst die Tat des Mannes zu erzeugen, gepaart mit dem unabdingbaren Anspruch, diese Tat dennoch zu besetzen, bilden einen wichtigen Komplex in der kollektiv-psychologischen Problematik des Emanzentums. Wir erkennen solches häufig in Behauptungen, in denen Frauenfrauen mit angeblichen oder wirklichen Eigenschaften des weiblichen Geschlechts prahlen, die von denselben andernorts als 'typisch männlich' geächtet worden sind. Und wie beherzt diese Behauptungen sind! Im Guten wie im Bösen erscheinen in ihnen Frauen sogar besser oder schlimmer als die Männer, wo immer das erste oder das zweite dem gerade beabsichtigten Anspruch dient.

Dabei scheint jedes Maß verloren gegangen zu sein, wenn das taktische Wörtchen "eigentlich", welches die Fabulierungen weiblichen Möchtegernkönnens meistens einleitet, mittlerweile vor nichts mehr Halt macht; längst wird es nicht nur eingesetzt, um uns die Frauen als die eigentlich Besseren in vage eingrenzbaren Eigenschaften unterzujubeln, wie es einige schwerer nachprüfbare mental-moralische Vorzüge sind, sondern auch immer mehr in solchen, deren Zwangsverweiblichung aller Erfahrung der Vernunft mit der Wirklichkeit zuwider läuft.

Exemplarische Beispiele solcher Sehnsucht nach Mannsgleichheit begegnen uns häufig in den jubilierenden Reaktionen der Feministinnen über Leistungen ihrer Geschlechtsgenossinnen in vorwiegend von Männern dominierten Leistungsgebieten. Bezeichnend ist etwa der Eifer, mit dem Frauen die Notwendigkeit vermittelt werden soll, Muskulatur zu entwickeln und sich - zwecks Stärkung ihres Selbstbewusstseins - Kampfsportarten anzueignen. Was macht es schon, daß solche Empfehlungen von den gleichen ausgehen, die im Blick auf den Mann Muskelkraft und körperliche Überlegenheit gern als obsolete Reminiszenz vergangener Entwicklungsstufen der Evolution ansehen möchten?

Doch gesetzt, solche Eigenschaften hätten trotz einer evolutionären Rückständigkeit noch einen Wert der Selbstbewußtseinsbildung oder "Identitätsstiftung" (was durchaus der Fall ist!), müßte das dadurch zu erreichende weibliche Selbstbewußtsein nicht weiterhin dem des ohnehin muskulöseren, größeren und schnelleren Mannes unterliegen? Sind Feministinnen etwa dem Wahn anheimgefallen, auch hinsichtlich physischer Kräfte einmal effizienter als der Mann oder gleich effizient wie dieser werden zu können? Ist das wohl der Grund, warum mit auffälliger Emsigkeit Sport 'nur für Frauen', Selbstverteidigungskurse 'nur für Mädchen' und ähnliche Rituale von allen möglichen Trägern und Förderern - oft in politischer Begleitung - initiiert, wie Pilze aus dem Boden schießen?

Es überrascht so nicht, wenn EMMA gern das Bild einer muskulösen Athletin präsentiert, die in typisch männlichem Gehabe ein Siegestor feiert, das sie zur "Fußballweltmeisterin 1999" hob. Ein kleines Wörtchen aber, ein Wörtchen, das EMMA und ihresgleichen sonst nie vergessen, fehlt in der Bezeichnung. Denn "die US-Stürmerin Brandi Chastain, die sich im Freudentaumel nach dem Siegestor der neuen Fußballweltmeisterinnen 1999 ihr Trikot über den Kopf reißt", wurde bloß Frauenfußballweltmeisterin und nicht Fußballweltmeisterin schlechthin; denn zu diesem Titel hätte ihre Weibschaft die beste Mannschaft besiegt haben müssen und nicht bloß eine andere Weibschaft, wie es der Fall bei diesem von der EMMA mitgefeierten Ereignis war.1

Bitte was? "Weibschaft" oder vielleicht "Frauschaft"? Gibt es denn diese Wörter im Sportjargon? - Nein?

Fahren wir also mit der Frage fort, warum es diese Wörter nicht gibt. Denn, wie kann es sein, daß jene bis zum Absurden hinreichenden Bestrebungen einer Sprachfeminisierung, wie wir sie auf diesen Seiten schon kennenlernten,2 die nicht einmal davor halt machten, für 'der Bahnhof' 'die Bahnhof' vorzuschlagen und die dem Wort "Mann" längst kein gutes Haar mehr beließen, sich noch nicht dafür einsetzten, daß auch das Wort "Mannschaft" für ein nur aus Frauen bestehendes Team, und dazu für ein Team, daß die höchst mögliche physische Leistung der Frau dokumentiert (wie Sportfrauschaften es tun), mit dem für diesen Fall selbstverständlichsten aller Wörter, eben mit dem Wort "Weibschaft" bzw. "Frauschaft" zu ersetzen?

Die Antwort ist: Eben weil sonst die höchst mögliche physische Leistung der Frau im direkten Vergleich mit der des Mannes schmerzlich relativiert würde. Denn Weib- / Frauschaft als Pendant zur Mannschaft würde in niemandes Bewußtsein Entsprechung herstellen, sondern nur Differenz betonen! Und die raffinierte Begriffswahl des Feminismus erwägt sehr wohl, wo ersteres oder letzteres zuträglich für seine Ziele ist.

Bleiben wir also beim Sport - ein schönes Thema und ein sehr unterhaltsames innerhalb der Geschlechterdebatte, wenngleich wir auch das Problem des Feminismus mit dem Sport, wie unsere vorangegangene Fachbegriffsanalyse deutlich zeigte, ein recht dramatisches nennen können. Das liegt daran, daß im Sport die empirisch wahrnehmbare körperliche Leistung unweigerlich der Maßstab des Wettbewerbs ist: Kraft, Schnelligkeit, auch körperliche Größe. Würde man diese Merkmale ausschließen, gäbe es den Sport nicht. Ärgerlicherweise kann man die Tugenden athletischer Tauglichkeit und Effizienz auch nicht mit intellektualistischem Geschwader verfremden oder relativieren. Höchstleistung ist ein Superlativ - jede weitere Erläuterung, jeder Einwand, jedes Leugnen als 'patriarchales Konstrukt' o. ä. liefe ins Leere. Aus diesem Grund ist der Sport das Gebiet, in welchem wir den Feminismus am besten so erleben, wie er sich dann gibt, wenn ihn Sachverhalte im unbeliebten Bereich der Ratio zu bleiben zwingen und er seine gewohnten Vernebelungstaktiken draußen lassen muß. Wie lange so etwas währt, ist der amüsante Teil des Dramas.

Denn diesem Konkurs begegnen Feministen zunächst mit entschiedener Flucht nach vorn, indem sie penetrante Überpräsentation der Frau in symbolischen Verläufen und maßlose Stellenansprüche in organisatorischen Positionen des Sports einfordern. Über das Letztere kann sich der Leser leicht im Internet informieren. Er braucht sich nur auf der Seite des Nationalen Olympischen Komitees etwas mit dem Link "Frauen und Sport" zu beschäftigen.

(Wir verzichten hier auf weitere Kommentierung jener Bestrebungen, welche sich der "Einführung des Gender-Mainstreaming in Sportorganisationen" widmen. Anekdotisch sei nur auf die E-Mail hingewiesen, in der einmal Frau Sylvia Schenk (SPD), der einstigen Dezernentin für "Frauen... und Sport" der Stadt Frankfurt am Main und heutigen Präsidentin des Bundes Deutscher Radfahrer zu erklären versucht wurde, warum man sich nicht darauf kaprizieren sollte, gegenüber Unternehmen, die das Prinzip athletischer Leistung als Motiv in ihrer Werbung nehmen wollen, eindinglich den Frauensport zu favorisieren. Frau Schenk versuchte die weiblichen Fußballmannschaften dadurch den Unternehmen schmackhaft zu machen, daß sie diese als "erfolgreicher" als die männlichen beschrieb. Da der Erfolg aber einer jeden Mannschaft mit den Siegen über ihre Konkurrenz identisch ist, wäre solcher Vergleich nur relevant, wenn weibliche Mannschaften mehr Siege gegen männliche davon getragen hätten als umgekehrt. Diesen Fall konnte es aber noch nicht geben, ihn wird es sicher auch nicht in Zukunft geben.)

Was nun die Überpräsentation der Frauen in symbolischen Abläufen betrifft, zeigte sich in der Inszenierung der Eröffnungsfeierlichkeiten bei der Olympiade 2000 in Sydney, bei welchen die letzte Etappe der Überbringung des olympischen Feuers, die feierliche Phase also, der ein aus allen Teilen der Erde angereistes Publikum beiwohnt und die stets als grandiosestes Spektakel des Gesamtablaufs den Höhepunkt der Spiele antizipiert, ausschließlich von Athletinnen zelebriert wurde. Nicht Mann und Frau reichten sich abwechselnd das Feuer zum Anzünden der olympischen Feuerstätte, sondern Frauen allein unter sich. Männer wurden ausgeschlossen!

Damit schlugen die politisch korrekten Sentimentalisten des Internationalen Olympischen Komitees mehrere Fliegen mit einer Klatsche; nur daß man bei näherem Hinsehen leider erkennen muß, daß es Schmetterlinge waren. Denn die Veranstalter stellten so ein degeneriertes Verständnis von Gleichberechtigung zur Schau, dessen Signale die Gleichberechtigung der Frau mit der Diskriminierung bzw. dem Ausschluß des Mannes gleichsetzten. Zudem wurden sie dem olympischen Prinzip untreu, denn dieses achtet nun mal die Höchstleistung, den Rekord, ganz gleich welches ethische Beiwerk diesem Standpunkt zusätzlich aufgebürdet wird. Das Ausschließen der Träger aller Höchstleistung, der Männer, aus einem so zentralen Ereignis in den Eröffnungsfeierlichkeiten stellte die Veranstaltung und die Veranstalter in das Licht einer puren und widerspruchsbeladenen Lächerlichkeit. Noch mehr bescherte dieser Zug: Während nämlich dadurch formal der Mann diskriminiert wurde, wurde essentiell die Weiblichkeit bös bloßgestellt. Erstens dadurch, daß solches naive Explizieren des Weiblichen weitere Gedanken über die unterschiedliche Stellung der Geschlechter im Sport geradezu heraufbeschwörte und so alles andere als den Gedanken einer 'Gleichstellung' unterstützte; zweitens, weil die Annahme einer solch fragwürdigen Ehrung seitens der Weiblichkeit, nur gut wäre, um ihr, der Weiblichkeit, eine bemitleidenswerte Gier nach Scheingröße und inszenierter Kompetenz zu bescheinigen, die Frauen bereit macht, wie ausgehungert und wahllos nach allem zu schnappen, was ihnen politisch korrekte Theatralik vorgeblich hinwirft.

Welche Größe doch die Läuferin erweisen würde, die sich weigert, die Flagge ihres Landes bei Feierlichkeiten zu tragen, weil sie nicht eine Ehre annehmen möchte, die, nach den Prinzipien des Athletismus, einem anderen - ihrem schnelleren männlichen Landsmann - gebührte! Welche Größe die Soldatin, die den Offiziersgrad ablehnt, weil sich andere an der Front gefährdeten; welche die Frau, die nicht in das Rettungsboot einsteigt, solange es nicht sicher ist, daß kein Mann dafür sterben muß! Und welche Armut, daß eine Ideologie, die seit Jahrzehnten im Namen der Frau grassiert, ihre Vertragsspezies mit grellen bunten Stiften auf alle Wände malte, und sie dabei als egozentrische, sich selbst verwirklichende, quasi hirnlose Impertinenzen karikierte, die nur deswegen aufrecht zu gehen vermögen, weil sie den Hexenbesen ihrer Führerinnen verschluckt zu haben scheinen!

Das Internationale Olympische Komitee hat übrigens auch in anderer Sache ein großes Herz für Frauen bewiesen! Als reichlich bedenklich stellte sich aber diese Großherzigkeit nach dem Ende des Irak-Krieges heraus, wie uns im Mai 2003 der SPIEGEL ONLINE berichtete. Als nach der Eroberung Bagdads das Gebäude des Irakischen Olympischen Komitees geplündert wurde, traten auch Folterwerkzeuge zu Tage der Art einer sog. "Eisernen Jungfrau", die als "ein Metall-Sarkophag mit nach innen gewandten Nägeln - und eindeutigen Gebrauchsspuren" beschrieben wurde. Auch ein "Metallrahmen, versehen mit Fußstützen, Klammern für die Schultern und Anschlüssen für Stromkabel, in dem Gefangene mit Elektroschocks gequält worden seien." Nach dem Bericht des Magazins seien Athleten "für längere Zeit in Militärgefängnissen verschwunden und mit Stromkabeln blutig geschlagen worden" oder haben stundenlang bei brütender Hitze Betonbälle treten müssen.

Obwohl "Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International und Human Rights Watch jahrelang berichtet hätten, dass in dem Gebäude gefoltert und getötet werde", so das Online-Magazin, hat das Internationale Olympische Komitee in der im geplünderten Gebäude gefundenen Korrespondenz, unter deren Absendern sich so berühmte Namen wie der des langjährigen Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees, Juan Antonio Samaranch befanden, "nicht einmal den Versuch unternommen..., sich vom irakischen Olympischen Komitee und dessen Leiter zu distanzieren... Bis zu den Winterspielen in Salt Lake City 2002 gehe es in der Korrespondenz... um die Notwendigkeit für den Irak, sich auf kommende sportliche Disziplinen wie die Bob-Meisterschaften der Damen vorzubereiten. In dem ausgebrannten Gebäude des irakischen Olympischen Komitees sei auch ein Schreiben der Fairplay-Kommission des IOC aufgetaucht: Darin sei die Rede von den 'universellen humanistischen Werten des Sports' innerhalb der Olympischen Bewegung".3

Einen besonderen Sinn für das Wesentliche werden gewiß viele von uns dem Internationalen Olympischen Komitee im obigen Fall kaum bescheinigen können.

Die Seite allerdings, von welcher aus Beifall für die Anliegen des IOC zu hören sein dürfte, war schon zwei Jahre vor dem Sportereignis in Salt Lake City und noch länger vor der Eroberung Bagdads ausgemacht. In der üblichen Gehässigkeit, in der Emmas ihre Geschicke besprechen, stellte uns ihr Magazin bereits im Jahr 2000 die für das Jahr 2002 nominierte Bobfahrerin Susi Erdmann, eine Ex-Freundin des Bob-Olympiasiegers Christoph Langen, vor. Nach dem Artikel von Frau Beate Fechting war dem Olympiasieger und sicher auch Kenner der olympischen Gepflogenheiten vieles nicht ganz begreiflich: "Warum muss denn Frauen-Bobfahren jetzt schon olympisch werden - 2006 hätte doch auch noch gereicht." Offenbar war das Unverständnis des Sportlers für diesen Schritt des IOC etwas brennend. Er wird nämlich im gleichen Artikel auch mit den Worten zitiert: "Das regt mich auf, eine Sportart von null auf olympisch hochzupuschen."

Lassen wir die Interpretationen bei Seite, die EMMA-Schreiberin Fechting für die Verwunderung des Spezialisten einsetzt; den "Neid" jener Männer, deren "Stammbastionen fallen" und das ganze altbekannte hirnrissige Geplapper, in welchem auch der ZDF-Sportmoderator in Anspielung an die Zeichentrickfilmfiguren Mainzel-Männchen ein "Mainzel-Macho" genannt wird, und das obwohl er, der "sieben Jahre lang... keinen Bob-Fahrer mehr eingeladen" hatte, "die prominente Bob-Lady... ein Live-Gespräch wert" fand! Interessanter für unsere Analyse des Aufkommens von Männerhaß in Emanzengemütern ist die Diskrepanz zwischen zwei Sätzen:

Im ersten dieser Sätze wird die schwächere Konstitution der Frau als ein Vorwand der Männer hingestellt, der den Ausschluß von Frauen aus gewissen Bereichen rechtfertigen soll, damit diese Bereiche allein den Männern vorbehalten bleiben. Der Satz (Kursives von uns): "Wie immer, wenn eine ihrer Stammbastionen fällt, gibt sich die Männer-Sport-Branche pseudobesorgt. Geradezu unverantwortlich, schwache Frauen in den wuchtigen 200-Kilo-Kisten zu Tale rasen zu lassen." Doch so "pseudo-" ist die Besorgnis der Männer ja gar nicht. Nach wenigen Absätzen lesen wir nämlich: "Noch werden die Frauen belächelt, wenn sie ihr 200-Kilo-Gefährt nicht allein heben können. 'In zwei Jahren ist das alles vorbei', prophezeit Erdmann, die mit fallenden Männerbastionen so ihre Erfahrungen gemacht hat."

So, sie können es also nicht, die Frauen? Sie können nicht allein ihr Bob-Gefährt heben, und das obwohl die Bremserin, "Frau Jana Petersik, eine Gewichtheberin" ist? Frauen können nicht einer Disziplin ganz nachkommen, die ihnen zuliebe und im Sauseschritt zu einer olympischen gekürt wird? Wurde hier also eine Disziplin, die teils Nichtkönnen demonstriert, mit Bemühungen des Internationalen Olympischen Komitees, und zwar Bemühungen, die so intensiv angestrebt wurden, daß sich Kenner über ein Tempo verwundert sehen mußten, bei welchem sogar die Beachtung von Grundmenschenrechten hintangestellt wurde, zur olympischen Disziplin erhoben?

Und was heißt: "Noch werden die Frauen belächelt, wenn sie ihr 200-Kilo-Gefährt nicht allein heben können", aber: "In zwei Jahren ist das alles vorbei"? Würde etwa "in zwei Jahren" (das Zitat entstand im Jahr 2000) das Belächeln verboten, oder würden die Damen bis dahin soweit erstarkt sein, daß niemand mehr einen Grund haben könnte, ihr vergebliches Schnappen nach Mannsgleichheit zu belächeln? Nur dann nämlich wäre auch der Schlußsatz dieses an denkerischer Weichlichkeit unbeschreiblich weiblichen (eben EMMA-) Artikels zu rechtfertigen: "Die Frau kann eben auf Machos verzichten, im Bobsport wie im Privatleben."4

Wer aber soll bis dahin das Vehikel der Damen heben? Etwa Männer, die - nach den einfältigen Vorstellung der EMMA-Schreiberin - dabei sogar vor Neid auf die Unfähigkeit der Riesenmädels verblassen sollen?! Womöglich "Machos", wie der nachdenkliche Sportler und Ex-Freund der Titanin genannt wird, der zurecht Ungereimtheiten im Vorgehen des IOC witterte, oder wie der ZDF-Redakteur, der die Sportlerin zu seiner Sendung einlud, um sich noch dabei die Betitelung "Mainzel-Macho" in der untröstlich-infantilen Emanzenpresse einzuhandeln? Oder sollen es zuversichtlich politisch korrekte, von einer zentralen Gender-Stelle staatlich geprüfte, zum diskreten Ausgleichen weiblicher Unfähigkeit zugelassene professionelle Softies sein?

Diese Fragen werden nicht aus rhetorischem Eifer formuliert. Sie sind nicht nur wesentlich, weil sie uns mitten in jenes Dilemma der Emanzipation führen, in welchem, gleich wie in einer Hexenküche, die gesellschaftspolitischen Zutaten präpariert werden, deren Anwendung in den vergangenen Jahrzehnten uns bewegt, heute von einer "Brunnenvergiftung" zu sprechen. Sie sind auch noch keineswegs genug. Wir wollen vielmehr noch etwas auf deren Spur verweilen, um zu einer noch zentraleren Frage hin zu gelangen, deren Antwort uns viel von der Zusammensetzung der suspekten Mixtur aufzeigen wird, die unsere soziale Umwelt heute vergiftet. Wir werden uns zu diesem Zweck weiterhin an die Analyse der Ausdünstungen aus jener Küche halten, an die Analyse weiterer feministischer selbstverräterischer Ausführungen und Verlautbarungen.

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Quellen, Anmerkungen:

1. EMMA ONLINE im April 2003, "Der Sprung über die letzte Hürde"
2. Hier unter "Begriffe", "Disput im Land..."
3. SPIEGEL ONLINE, 06. 05. 2003, "Saddams Sohn"
4. EMMA Nr. 2, 2000, "Susis neuer Kick"