Revolte gegen die eigene Selbstverachtung
Was Wunder wenn die Kränkung bald zum Geschlechterrassismus reift: "Ich möchte einen Mann zu einer blutigen Masse geprügelt sehen, mit einem hochhackigen Schuh in seinen Mund gerammt wie ein Apfel in dem Maul eines Schweins", lautete das Zitat zu Beginn dieser Betrachtungen über den Haß gegen die Männer. Und klar ist 'nur ein toter Mann ein guter'. Männlichkeit soll es entweder gar nicht geben, oder - wenn schon - nur als etwas Böses und Überwundenes.
Als die Rettungskräfte des 11. September 2001 in New York, die ihre Schützlinge mit dem eigenen Körper gegen die herunterbröckelnden Türme bargen, in den Lobreden der Geretteten wie Halbgötter verehrt wurden, verkündete Peggy Nooman, eine ehemalige Beraterin Ronald Reagans: "Die Männer sind wieder da"! Was mag dieses bedeuten? Waren jemals die Männer verschwunden? Wohl nicht, aber für die Reagan-Beraterin und viele andere, etwa die Feministin Susan Faludi, scheint es so gewesen zu sein. Auch Frau Faludi, die noch 1999 in ihrem Buch "Männer - Das betrogene Geschlecht" den bereits vollbrachten Untergang des Mannes anhand von Gesprächen mit Arbeitslosen, Vietnam-Veteranen und männlichen Pornostars belegt zu haben glaubte, bewunderte nun "Buschs männliche Gelassenheit." Dabei sind beide Zugeständnisse an die doch noch vorhandene Männlichkeit souveräner und ehrenvoller als die von anderen Feministinnen zu jener Zeit weltweit debattierte Befürchtung, der mannhafte Einsatz der Feuerwehrmänner, ein Einsatz den etwa 300 von ihnen mit dem Leben zahlten, sei als Gefährdung der internationalen Frauenbewegung anzusehen, weil durch ihn Männlichkeit wieder hoch im Kurs stehen könnte! Männer könnten wieder entgegen den Zielen jener politisch korrekten Schäbigkeit, mit der ihre ethische Präsenz beschädigt werden soll, im ehrenrettenden Erretterlicht erscheinen, und das gäbe, obwohl mit dem eigenen Leben bezahlt, kein willkommenes Aufwallen in den brodelnden Seelchen der femirassistischen Penisneiderinnen weltweit.
Im Privaten unternimmt der Feminismus gegenwärtig bei Frauen den Versuch einer Gemütstransplantation: Die Frau des berühmten Architekten, des erfolgreichen Athleten oder des bahnbrechenden Wissenschaftlers, die bisher glücklich abgesichert die gemeinsamen Kinder großzog und den Haushalt führte, soll - will sie eine 'neue' Frau sein - ihre Zufriedenheit durch den Argwohn ersetzen, sie selbst könnte das Genie oder Talent sein, mit dem sie lebt, hätte sie das 'Patriarchat' ihres Mannes nicht "der Möglichkeit einer menschlichen Wahl beraubt". Sofern Familien die Zellen einer Gesellschaft sind, sterben heute so in den Organismen westlicher Gesellschaften eine ganze Menge derart vergifteter Zellen ab. Viele erkennen bereits den Verfall.
_____________________


