DER MASKULIST
28.05.2008

Vorwort

D

arüber, daß ihre "Machtlosigkeit" den Frauen auch Gutes brachte, wurde Anfang Mai prominente Zuhörerschaft in der Frankfurter Paulskirche belehrt. Zu hören war dies in der Dankesrede der EMMA-Herausgeberin und nachhaltigen Feministin Alice Schwarzer, die sie anläßlich der Entgegennahme des höchstdotierten Literaturpreises für Essay, Kritik und Reportage im deutschsprachigen Raum, des Ludwig Börne-Preises, gehalten hatte. So konnten Frauen in der Vergangenheit nicht in Korruption abdriften, hieß es etwa dort, weil ihnen kaum Millionen-Bestechungen angeboten würden; statt dessen entwickelten sie durch ihre Verpflichtung "auf Mütterlichkeit und Liebe" eigene "weibliche Qualitäten": Mitgefühl zum Beispiel.

Die Theorie, Laster und Tugend ließen sich jeweils mit männlich und weiblich gleichsetzen, wähnt sich hier ihrer sexistischen Ambition deswegen entledigt, weil sie sich nicht der Biologie bedient, sondern der sozialen Stellung der Geschlechter. Das entspricht dem gender-theoretischen Prinzip. Auch entfaltet sich hier eine denkwürdige Anthropologie. In ihr erscheint Mitgefühl als Mutation aus einer verpflichtenden Zwangslage, die auch "Mütterlichkeit und Liebe" erzwang. Wozu braucht der Mensch eine Befreiung, wenn der Zwang so viel Gutes entstehen läßt, könnte man ironisch fragen.

Aber wir stellen eine andere Frage, nämlich: Lassen "Machtlosigkeit" und Schwäche nur Gutes entstehen, welches die Machtlosen bereichert und auch den anderen zugute kommen kann, oder lassen sie auch Verwerfliches entstehen, das dem Schwachen anhaften und das bei seiner künstlichen Ermächtigung das gesellschaftliche Feld ethisch-moralisch belasten könnte? Die Mittel nämlich, mit welchen die als "Machtlosigkeit" angesprochene Abstinenz der Frauen von Entscheidungsprozessen und Exekutivhandlungen in der Vergangenheit überwunden werden soll, umfassen heute eine Unmasse von staatlichen Eingriffen und Maßnahmen und von gesellschaftlichen Regelungen der politischen Korrektheit. Entfaltet sich unter den Fittichen dieses überdimensionierten Plans etwas völlig anderes als die im Rahmen desselben in Verruf geratene "Mütterlichkeit und Liebe"? Gibt es im Feminismus Anzeichen einer Pervertierung des schwachen und "machtlosen" Geschlechts? Anzeichen einer misanthropischen Entwicklung, eines Rassismus von unten?

Die Tugend des Schwachen

Im Versuch die im Vorwort gestellten Fragen anzugehen, strukturieren wir zunächst den Entwurf folgendermaßen: Ist der Feminismus rassistisch? Sind Frauen die besseren Menschen? Und was haben diese beiden Fragen gemeinsam?

Gemeinsam haben sie zunächst, daß wir sie beide durchaus mit einem ambivalenten "Ja, aber" beantworten könnten: Frauen stellen der Form nach und in dem Sinn bessere Menschen dar, als sie von keiner Gesellschaft jemals in Anspruch genommen wurden, um sich bei der Abwehr unzuträglicher, feindlicher, gefährdender oder sonstwie aggressiv anzugehender Einwirkungen auf die äußere oder innere Ordnung des gesellschaftlichen Zusammenhalts zu exponieren. Auf solche Dienste des weiblichen Geschlechts verzichteten die Gesellschaften dieser Erde erstens, weil die Funktion des Austragens und Betreuens der Nachkommen (die besagte "Mutterschaft") zu Recht als ebenso wesenhaft angesehen wurde und zweitens, weil Frauen eine wenig sinnvolle Alternative gegen eine Gegnerschaft böten, die selbstverständlich auf die schnelleren, stärkeren und gegenüber dem Reproduktionsprozeß unabhängigeren Männer gesetzt hätte.

Auch in Sachen öffentliche Gewalt bewahren Frauen die Tugend ihrer kultisch umsorgten Friedfertigkeit weiter und mit ihr ihre Frauenparkplätze. Und auch dies aus nur zwei Gründen: Erstens, Frauen waren als nicht materielle Versorger ihrer Familien nicht dem gesellschaftlichen Antagonismus um Ressourcen gleichermaßen wie Männer ausgesetzt und sind es auch heute nicht, sondern ziehen selbst als Gutverdienende in aller Regel einen noch besser verdienenden Mann vor. Zweitens wirkt sich auch hierbei ihre physische Unterlegenheit – siehe oben – tugendhaft aus. Verbrechen nämlich neigt in den meisten Fällen leicht dazu, in Knochenarbeit auszuarten, die einem Einsatz im Bau oder auf hoher See ähnlicher käme, als dem warmen Posten im öffentlichen Dienst.

Schwäche allerdings als Quelle von Tugend, als Regulativ richtigen Betragens in der Gruppe, ist sicher nicht illegitim oder verwerflich. Eines muß aber ihr angeheftet werden: Ihre Tugend, die Tugend aus der Not des Unterlegenen, ist für die Kultur-Evolution unerheblich. Denn Güte als Resultat der eigenen schwachen Position impliziert Berechnung, gar List. Zivilisatorisches Fortkommen erhält seinen Impuls nicht aus der berechnenden Güte des Schwachen, sondern aus der verzichtenden Einsicht des Starken. Erstere Kategorie des Guten kann sogar unter besonderen Umständen (z. B. unter einer konventionell gewachsenen Ermächtigung des Schwachen) ins Gegenteil umkehren.

Und dann ist das Schwache nicht bloß gewalttätig, sondern dies noch dazu mit einer übermäßigen Selbstverständlichkeit und Perfidie. Auch dieser Wandel hat zwei Gründe: Nach der ihm per Konvention (Gesetz oder Brauch) erteilten Ermächtigung verinnerlicht das Schwache die vorausgegangene Position seiner Macht-Abstinenz als widerfahrenes Unrecht. Das ist auch moralischer Selbstschutz. Schutz vor der Selbstverachtung ob der verliehenen, also fremden, von anderen getragenen Macht.

Und exakt dieser Aspekt der übertragenen Macht ist auch die Quelle der angesprochenen Perfidie. Denn eine Macht, deren existentielles Zentrum weder innerhalb des eigenen Wesens noch innerhalb der eigenen kollektiven Einheit (Geschlecht) zu finden ist, kann nicht direkt angefaßt, sondern muß mittelbar, durch Psychologie und Manipulation des Anderen ausgeübt werden. Ein Problem für das ermächtigte Schwache dürfte dies kaum sein; war doch bereits seine Güte vor der Teilhabe an der Macht in List und Berechnung geübt.

Die Ermächtigung der Frau erweist sich als sozialpsychologisch riskant. An dieser Stelle befindet sich das Weibliche mitten im herkulischen Scheideweg zwischen Tugend und Schmach, aber ohne eigene Kraftmitte, eingetrübt in einer Umringung von essentieller Un-Macht, Selbstzweifel, Selbstgerechtigkeits- und Selbstbemitleidungstendenzen als ewiges Opfer und von jener Perfidie, von der schon die Rede gewesen. Kann es in dieser seiner selbstzentrierten, von Verantwortung und Selbstverantwortung "emanzipierten" Lage den unabdingbaren Parameter zivilisatorischen Voranschreitens aufbringen, den wir verzichtende Einsicht genannt haben?

Nicht eigentlich. Denn das Weib besaß eben nie die Macht, auf die es - des zivilisatorischen Fortschritts wegen - hätte zuweilen verzichten können oder sollen. Was es heute besitzt, ist abstrakt, es ist Gesetz, es ist Staatsanteil. Und die Illusion, damit mannsgleich werden zu können, der Bann dies zu müssen, treibt es zum Mißbrauch dieser Instrumentarien. Zu einem Mißbrauch, der im Licht des vermeintlich erlittenen Unrechts der Vergangenheit gerechtfertigt erscheinen will (Opferdogma)!

Selbstverständlich sind sich Feministen der Unmöglichkeit ihrer Sache bewußt. Selbstverständlich wissen sie, daß der Mann, und nicht Frauenpower der Garant für ihre Sache ist und als solcher drüberstehend. Dieses Drüberstehen beruht auf dem wahren Besitz von Macht in der eigenen Mitte; es ist keine administrativ-konventionelle Angelegenheit wie Recht und Juristerei, und es kann somit auch nicht über die Vergabe "gleicher Rechte" annulliert werden. Gleichberechtigung ist nur das verlogene Losungswort zum Einbringen der erwähnten List des Weiblichen in die Politik.

Dem Feminismus geht es nicht um gleiche Rechte. Auch nicht um gleiche Menschenrechte. Daß "Frauen besondere Rechte beanspruchen, WEIL sie Frauen sind" (das große WEIL befindet sich im Original), ist ein Satz aus dem internen Mitarbeiterdiskurs der Menschenrechtsorganisation Amnesty-International!1 Worum es dem Feminismus geht, ist nichts weniger als die Aufhebung des Rechtsstaates in ähnlichem Sinn wie in rassistischen Apartheidgesellschaften. Mit den Geschlechtern anstelle der Rassen, und selbstverständlich zugunsten des weiblichen.

Theorie und Praxis

Das psychologische Kampffeld dieses Ansinnens erstreckt sich von der Schule bis zu den Medien. Die leichte Version der vergiftenden Einträufelung umfaßt das Vermitteln jener allgemeinen Schuldhaftigkeit des "Patriarchats" und des Männlichen, die darauf beruht, daß alle Einschränkung von Macht und alle vergangene Teilnahmslosigkeit der Frau selbst in Gebieten, für die sie sich nachweislich auch heute kaum sonderlich interessiert, als "Unterdrückung" zu verbuchen seien. In der Hardcore-Version haben wir es dann mit jenen unsäglichen und unsäglich dämlichen Biologismen zu tun, die den Mann mit all seinen mikrobiologischen Ingredienzien und Säften, Chromosomen und Hormonen als Fehlgriff der Schöpfung oder als den biologisch bedingt bösen Menschen erkennen wollen. Womit wir beim Geschlechterrassismus angelangt wären. Im Auswuchs der Gender-Theorie wird zwar der Biologismus gemieden, dafür wird dem Mann, wie wir es in der im Vorwort erwähnten Rede sahen, die durch die Jahrtausende hindurch währende Rolle des Sozial-Mißratenen beigelegt.

Die Praxis konzentriert sich auf die Gesetzgebung, die in "fortschrittlichen" Ländern immer fester in Frauenhand geriet. In Verbund mit anderen frauendominierten Ressorts (Bildung und Familie etwa) dienen die einschlägigen Ministerien als offene Korridore für Nichtregierungsorganisationen genannte feministische Zirkel, die so ihre Intentionen in die Regierungsprozesse leiten. Man kann mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, daß Vorhaben, die in feministischen Veröffentlichungen einmal kursierten, und mögen sie zunächst noch so absurd erscheinen, daß man sie belächeln zu müssen glaubt, nur etwas Zeit brauchen, um einmal als Gesetze durchgedrückt zu werden.

Dabei ist es fast nur Damendelikt, wenn diese Gesetze bloß Männerbenachteiligungen fabrizieren. Solche sind längst selbstverständlich und heißen sinngemäß "positive Diskriminierungen" oder "bestätigende Aktionen".

Worum es vielmehr immer deutlicher geht, ist, zwei geschlechtsspezifische Gesetzesebenen zu etablieren, auf welchen das Grundgesetz nur auf das weibliche Geschlecht verpflichtend bleibt. Genannt wurde dies bereits auf diesen Seiten "die ethisch-rechtliche Zerschlagung des Mannes", durch eine "gesetzlich manifestierte a priori Bestrafung des männlichen Geschlechts".2

Zu solchem Ziel geeignet scheinen a) Gesetze, die gegen Vergehen formuliert werden, in welchen beide Geschlechter beteiligt sind, aber nur der Mann bestraft wird, b) Hilfsprojekte westlicher Staaten oder der UNO, die in Entwicklungsprogrammen Flüchtlings-, Katastrophen-, Hunger- oder Gesundheitshilfe geschlechtsspezifisch priorisieren und c) Maßnahmen für eine einseitige Belastung des männlichen Geschlechts durch besondere Pflichten oder Abgaben.

Eine Gesetzgebung im ersteren Sinn ist zuerst in Skandinavien entstanden, und breitet sich von dort zielsicher und mit besonders menschenverachtendem Elan aus. Sie besteht aus einem Verbot der Prostitution, das nicht auch die sich anbietende Hure, sondern nur den Freier bestraft (lange vorher von Feministinnen gefordert und vorbereitet). Zu der Verfolgung des "Täters" gehört in Schweden (auch in manchem US-amerikanischen Staat) seine persönliche Bloßstellung im Kreise seiner privaten Sphäre durch dorthin gerichtete Post oder durch Veröffentlichung seines Konterfeis im Internet (USA)!

Zum Punkt b gehören Anordnungen, die geschlechtsspezifische Aufnahme- und Aufenthaltsrechte von Emigranten durchsetzen, Hilfsgüter erst an Männer weiterleiten, nachdem der Bedarf von Frauen gedeckt wurde ("Die Männer haben immer noch nichts zu essen bekommen." - Zitat eines Helfers nach der Zyklon-Katastrophe in Burma vom Mai 20083), oder Bemühungen gegen z. B. AIDS dort verstärken, wo weibliche Betroffenheit höher ist. Die Offenheit, mit der solche Entwürfe öffentlich bekanntgemacht werden und die Bigotterie, mit der alte, aber zur Benachteiligung der Männer dienliche Klischees der Art "Frauen und Kinder zuerst" vom Feministen übernommen werden, ist nicht Naivität, sondern politischer Wille.

Zu Punkt c: Die Forderungen nach Männersteuern haben sich ebenfalls immer wieder mit halbseidenen Begründungen neuformuliert und versuchen vehement, sich im politischen Salon einen Platz zu verschaffen. Die dafürhaltenden Erklärungen fallen stets dem Schein anheim. Sinn ist, eine Voraussetzung zu schaffen, um Menschen männlichen Geschlechts von Staats wegen mit einem Prädikat zu versehen, das sie als solche präsentiert, die aufgrund ihrer Biologie etwas abzubüssen haben, die dem schlechten oder abstrakt-metaphysisch schuldigen Geschlecht angehören. (Auch das Beibehalten alt-prototypischer Männerpflichten wie Wehrpflicht trotz des angeblichen Willens zur Abschaffung von Geschlechterstereotypen unterstützt dieses Konzept der Einseitigkeit.)

Die Gegenwart

Das Liebäugeln von Parteipolitikern in ihren offiziellen Abdrucken mit Formulierungen, die Gefallen an solcher sexistischen Differenzierung andeuten, ließ bereits Sätze wie "Die Würde der Frau ist unantastbar" in Parteiprogrammen Einzug erhalten.4 Im Oktober 2007 verabschiedete die SPD auf ihrem Parteitag in Hamburg für ihr Grundsatzprogramm den wohl sinnarmen, aber doch intentionsreichen Satz "Wer die menschliche Gesellschaft will, muß die männliche überwinden."5

Bei diesem anstößigen Eiertanz der Parteien und Regierungen um die rassistisch sich auswirkende ethische und rechtliche Destruktion des Maskulinen wurde bisher Rücksicht darauf genommen, daß dies auf der Ebene der Interpretation des Gesetzes blieb; mochte die Begriffsakrobatik, die dabei herbeibemüht wurde, noch so die Berührung mit dem Grotesken und Unzumutbaren riskieren.

Anders ist es seit Mai 2008 in Spanien. Dort hat das Madrider Verfassungsgericht ein Gesetz unterzeichnet, das im vergangenen Jahr vom Parlament des Sozialisten Zapatero verabschiedet worden war. (Über bestimmte Ereignisse nach der Neuwahl des Regierungschefs in diesem Jahr wurde hier berichtet6). Es entspringt einer Gattung sogenannter Gewaltschutzgesetze. Gemeinsam hatten sie bisher in den verschiedenen Ländern ihres Inkrafttretens die Abschaffung des Grundrechts der Unschuldsvermutung, da die vermeintlichen "Täter" noch vor jeglichem Nachweis ihrer Schuld als solche zu behandeln sind. Auf Anruf – wörtlich verstanden – können sie ihrer eigenen Wohnräume verwiesen werden. Enteignung also inklusiv.

Diese Verletzungen der Rechtsstaatlichkeit wurden allerdings bisher (wie ihrer Schuld bewußt) auf leisen Sohlen und mit verdeckten Formulierungen begangen. Die Rechtssubjekte wurden dabei geschlechtsneutral benannt.

Doch nun wurde mit dieser Tradition gebrochen. Es ist sicher als historisch für den Raum westlicher Rechtsstaaten zu bezeichnen, daß 2008 in Madrid ein Gesetz in Kraft trat, das mit dem bigotten Begriff der "Gleichberechtigung" Schluß macht und deutlich werden läßt, worauf es dem Feminismus schon immer klammheimlich ankam, ja aufgrund seines immanenten Selbstzweifels ankommen mußte: Männer dürfen nach dem neuen Gesetz als biologische Gruppe bei der selben Straftat (Gewalt gegen den Lebenspartner) härter bestraft werden als Frauen. (Wenige regionale Medien berichteten!)

So also sieht ein Meilenstein auf dem Weg der Aufhebung des Rechtsstaates aus!

Und nun zurück zu unserer Frage nach dem rassistischen Gehalt des Feminismus. Unsere Vorwegnahme eines "Ja, aber" ergänzen wir nun mit einem eindringlichen "Dennoch". Wir sagen: Ja, Feminismus ist rassistisch, aber anders. Er ist kein Rassismus, der aus einem Bewußtsein eigener Überlegenheit entsteht, sondern aus der Kompensation eigenen Unvermögens, jener "Machtlosigkeit" eben, die nicht nur "Mitgefühl" erzeugt, sondern auch die bittere Erkenntnis, sich selbst nicht genug zu sein; die zur eigenen "Emanzipation" benötigte Stärke nicht im eigenen Inneren aufbringen zu können. Dieser Rassismus ist impotent.

Dennoch und genau darin ist er besondere Gefahr. Denn der Ausgleich für seine Macht- und Wirkungslosigkeit, wie er durch die willigen und sozialpsychologisch naiven Instanzen westlicher Gutmenschentümer betrieben wird, verursacht auf "sanftem" Weg dasselbe, was sonst nur machttrunkene offensive Diktaturen gewaltsam durchsetzten: Die Entrechtung des Anderen mittels Rücknahme der rechtsstaatlichen Errungenschaften vergangener Aufklärungsepochen.

Die Diktatur des Schwachen kennt zwar keinen Aufstand, keinen Aufmarsch der Macht. So mögen die kranken Phantasien Valerie Solanas sich als Expressionen feministischen Seelendunkels bewähren, nicht als exakte Prophetien kommender Verheerung. Die sanfte Diktatur des ermächtigten Schwachen kommt nicht mit dem Degen, sondern mit Gift; ihre Wirkung ist schleichend und hinterhältig.

_____________________

Quellen, Anmerkungen:

1. Michail A. Xenos: "Medusa schenkt man keine Rosen", Manuscriptum, Waltrop und Leipzig 2007, S. 327
2. Hier, "Männerhaß öffentlich", "Versuch einer Übernahme"
3. faz.de, 10 Mai 2008, "Nach dem Zyklon - Bundesregierung: Internationale Hilfe für Burma erzwingen"
4. Grundsatzprogramm der Grünen 2002, S. 141
5. Hier im "Archiv 2007", "Die SPD oder die Männer? - Wettlauf der Überwinder"
6. Hier im "Archiv 2008", "Polit-Sadismus - Zapateros Balztanz vor dem Zeitgeist"