DER MASKULIST
02.02.2005

I

n den letzten Wochen des Jahres 2004 gab es in Deutschland Töne aus dem Kreise der Armeeverantwortlichen zu hören, die das widerstandslose Hinnehmen ihrer Inhalte bei tätigem Verstand wieder einmal ziemlich erschwerten. Anlaß zu diesen Mitteilungen boten zwei die Armee betreffende Ereignisse, die nahezu zeitgleich geschahen, die man aber vermied, redlich in Bezug zueinander zu bringen. Eines dieser Ereignisse war die Aufdeckung von Mißhandlungen an Soldaten bei simulierten Gefangennahmen während der Ausbildung für Auslandseinsätze. Die Aufdeckungsserie dieser Skandalfälle begann in Coesfeld. Das zweite Ereignis war das Inkrafttreten des bereits verabschiedeten Gesetzes einer sog. Gleichstellung der Soldatinnen, welches inhaltlich eine Besserstellung garantiert, und zwar eine erhebliche, da es ab Januar 2005 Quoten für weibliche Soldaten in allen Bereichen der Armee durchsetzte, die ein Vielfaches des dort ansässigen Frauenanteils betrugen.

Als Erklärung solcher fragwürdigen Bevorzugung von Soldatinnen und Diskriminierung von Soldaten wurde die Absicht formuliert, den Frauenanteil in der Armee erhöhen zu wollen. Und weil auch diese Absicht einer Begründung bedarf, setzte kurz darauf eine kampagnenartige Mitteilsamkeit aus den einschlägigen Kreisen von Armee und Politik ein, in welcher u.a. die genannten Mißhandlungsvorfälle benutzt wurden, um die angebliche Notwendigkeit eines breiteren Einflusses und so auch einer größeren Präsenz von Frauen in den Bereichen der Armee als 'Zivilisatorinnen' derselben zu rechtfertigen: "Vielleicht müßten wir uns dann nicht mehr mit solchen Bildern auseinander setzen, wie wir sie jüngst aus Coesfeld gesehen haben", spekulierte Verteidigungsminister Struck angeregt von den Expertisen interessanter Militär-Psychologen, die - nach einer Meldung der Nachrichtenagentur ddp vom 12. 12. 2004 - die Erwartung zu hegen schienen, daß mehr Frauen im Truppenalltag die Männerwelt des Militärs "durchaus zivilisieren" könnten. Auch auf den Seiten des Bundesministeriums der Verteidigung wurde der Minister mit den Worten zitiert, "mehr Frauen würden der Bundeswehr gut tun", wie auch mit dem Kommentar wiedergegeben, daß die Leistungsfähigkeit der Soldatinnen ohnehin "uneingeschränkt" mit der ihrer männlichen Kameraden vergleichbar sei.

Ist nun ein Versagen des Gedächtnisses oder eine vorsätzliche Unterlassung der Grund, warum hier ein spekulativer Zusammenhang zwischen Soldatinnen und den Vorfällen von Coesfeld bemüht wird, anstatt jenen anderen des Herbstes 2003 in Abu Ghraib heranzuziehen, bei dem US-Armee-Folterinnen in mediogenem Bezug zu ihren männlichen Opfern weltweit dokumentiert wurden? Und da letzterer Zusammenhang zudem den Vorzug aufwiese, Tatsache zu sein, läßt seine Hintanstellung zugunsten einer bevorzugten Spekulation den Gedanken von Unredlichkeit durchaus aufkommen.

Wird hier behend nach Formulierungen gesucht, die der weiblichen Präsenz im Militär besondere Rechtfertigung bescheinigen sollten? Und haben möglicherweise die Entwicklungen der letzten Wochen - insbesondere das neue Soldatinnenbevorzugungsgesetz - bei den männlichen Soldaten mehr Unbehagen ausgelöst, als uns die Beteuerungen des Verteidigungsministers, nach welchem die Integration der Frauen in der Armee "hervorragend" liefe, weismachen wollen?

Die Berliner Zeitung DIE WELT warf im Oktober 2004 in einem mutig hinterfragenden Artikel1 kein beruhigendes Licht auf die geschlechtsspezifischen Zustände innerhalb der erst vor wenigen Jahren heterogen belegten Gemeinschaft der Armee; heterogen nicht nur im geschlechtsspezifischen Sinn, sondern, da sich bei den Geschlechtern dabei unterschiedliche Rechte geltend machen, auch im rechtsstaatlich-ethischen! Denn während Soldatinnen als Individuen behandelt werden, die sich für die Kasernen frei entscheiden und dort alle Rechte mitnehmen dürfen, die ihnen das Grundgesetz garantiert, werden bekanntlich Männer zur verfügbaren Masse degradiert und unter Aufhebung gleich mehrerer Grundrechte zwangsverpflichtet. Männerrechtlern ist längst ein Hohn, daß solche Ungleichbehandlung unter den Aufschriften 'Gleichberechtigung', 'Gleichstellung' oder 'Gleichbehandlung' ausgegeben wird.

Die Spannungen, die allein diese Ungereimtheit bereits vor Verabschiedung des neuen Gesetzes erzeugte, wurden von der Zeitung dadurch besonders markiert, daß der Artikel den noch immer rätselhaften Mord an eine Soldatin von einem ihr unterstellten Kameraden zum Anlaß für die Frage nach dem Verhältnis der Geschlechter in der Armee nahm. Bemerkenswert ist auch, daß die im Artikel Befragten, Männer wie Frauen, betont anonym bleiben wollten!

So auch der Fregattenkapitän, der das neue "Gleichstellungsgesetz" ein "Horrorszenario" nannte und zum Alltag des feminisierten Militärs befand, daß "der Umgang mit den weiblichen Soldaten" bereits heute schwierig sei. Die Zeitung weiter: "Außerdem hätten immer mehr Männer in der Bundeswehr das Gefühl, gegenüber Frauen benachteiligt zu werden. Nicht nur, daß Frauen größere Stuben haben; weil sie weniger kräftig sind, werden sie auch von bestimmten Diensten freigestellt. Zudem empfänden es die Männer als ungerecht, daß Frauen schneller in der Hierarchie aufstiegen... Schon 2001 hätten das die Männer aus der für Frauen zugänglichen Sparte des Sanitätsdienstes bemängelt."

Haben dies die 'Frauenfreunde' des Militärs ("Die Integration läuft hervorragend" - Struck) verdrängt?

Und wie müßte es erst recht heute, bei den Gesetzesnovellen, den neuen Gesetzen und den Urteilen, die nach 2001 erfolgten und die Männer auch auf europäischer Ebene weiterhin zu Zwangsdiensten verdonnerten, Frauen aber skandalöse Kombinationen von Freiheiten und Vorzügen gewährten, aussehen? "'Das allgemeine Integrationsklima hat sich verschlechtert und gestaltet sich schwieriger als bisher angenommen', sagt der Politikwissenschaftler Gerhard Kümmel vom zuständigen Sozialwissenschaftlichen Institut der Bundeswehr im brandenburgischen Straußberg. Ein sogenanntes Integrationstraining, das die Ausbilder auf ihre neuen, weiblichen Rekruten vorbereiten und deren Einbindung in die Truppe leichter gestalten sollte, hatte eher den gegenteiligen Effekt: 'Wir mußten das Konzept überarbeiten, weil es zu stark die Differenzen zwischen den Geschlechtern betonte', sagt Kümmel. Statt dessen haben sich Integrationsbeauftragte nun ein neues Programm ausgedacht. Der Name: 'Partnerschaftliches Handeln'. Sinn sei, diesmal die Gemeinsamkeiten der Geschlechter zu betonen."

Lassen wir nun die Gender-Tüftler der Bundeswehr in Ruhe herausfinden, ob es für ihre Zwecke angebracht ist, Männer und Frauen als unterschiedlich anzusprechen oder eher nicht. Interessant dürfen wir es aber nennen, wenn währenddessen 'die Integration hervorragend' laufen sollte.

Nicht zuletzt bestünden Spannungen auch durch die permanente Gegenwart des Verdachts bei den Männern, sexueller Übergriffe oder Vergewaltigungen beschuldigt zu werden; ein Umstand, der die reibungslose Begegnung von Soldaten und Offizieren mit weiblichem Personal erschwert: "Bei einem dienstlichen Gespräch auf dem Damendeck", so der gleiche anonyme Kapitän, "bleiben die Türen immer offen. Besser noch ist es, der Mann nimmt eine weitere Person als Zeugen mit, um später nicht in den Verdacht einer Vergewaltigung oder sexueller Belästigung zu kommen." In der Tat wäre kaum anzunehmen, daß die Funktionärinnen, die vom feministischen Polit-Apparat als Gleichstellungsbeauftragte dem Militär einverleibt wurden (44 die Zahl), ihre lukrative Opferstrategie dort anders auszunutzen wissen würden als im Bereich etwa der Familiengesetzgebung, wo sie bereits den Rufmord dieser wichtigen gesellschaftlichen Institution als eines Hortes massiver Gewalt bis zur beinahen Ächtung der Familie trieben und trotz bestürzender demographischer Aussichten weiterhin treiben dürfen.

Und während männliches Armee-Personal im Umgang mit Soldatinnen peinlich bedacht sein muß, sich ihnen gegenüber nicht würdeverletzend zu verhalten, wird man weiterhin Methoden der Willensbrechung und Entwürdigung, der Demütigung und des Drills bei den männlichen Zwangsverpflichteten anwenden. Denn anders als uns die künstlich entsetzte Verwunderung des Herrn Struck über die Mißbrauchsskandale der jüngsten Zeit suggerieren sollte, sind bei der Bundeswehr solche Eingriffe schlichter Alltag, wenn wir der jüngst veröffentlichten Studie des Frauenministeriums über Gewalt gegen Männer Glaube schenken sollten. Dort lesen wir:

"In der Befragung zeigte sich, dass viele... Gewaltakte in der Wehrdienstzeit als selbstverständlich angesehen werden. Daher gab es häufig eine Übereinkunft zwischen Interviewer und Befragten, nur über solche Erfahrungen zu reden, die 'über das normale Maß' hinausgehen. Trotzdem liegt die erfasste Gewaltbelastung von Männern während der Wehrdienstzeit... weit über den Belastungen im weiteren Erwachsenenleben."

Einige Ergebnisse der Studie: 60 Prozent der befragten Männer über 18 Jahren berichteten, während des Militärdienstes "schikaniert, unterdrückt, schwer beleidigt oder gedemütigt" worden zu sein. 29 Prozent wurden "gezwungen, etwas zu sagen, oder zu tun, was sie absolut nicht wollten". 15,9 Prozent der Befragten behaupteten, "richtig eingesperrt, gefesselt oder anderweitig in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt" worden zu sein. 10,3 Prozent wurden "erpreßt oder bedroht". 5,6 Prozent hatten "Verletzungen wie Schnittwunden, Knochenbrüche, Quetschungen oder Verbrennungen durch andere" erlitten. 2,8 Prozent wurden "geschlagen, geohrfeigt, getreten oder verhauen".2

Weder Herr Struck noch einer seiner Nächsten zeigten die geringste Entrüstung über diese Zustände. Es ist nicht einmal bekannt, ob diese Daten in Kreisen des Verteidigungsministeriums wahrgenommen wurden. Allein von dem Männerforscher, der in der Studie mitwirkte, weiß DIE WELT (offenbar eines der wenigen Blätter, die sich erlauben, Zusammenhänge aufzuzeigen, die den Korrektheits-Kodex der medialen Gleichschaltung 'verletzen') Erhellendes zu zitieren: "Gewalt bei der Bundeswehr ist legal und durch Gesetze abgedeckt", befand er. "Aber gerade das sei das Problem", fährt das Blatt fort. "Die Rekruten wüßten meist nicht, wo diese legalisierte Gewalt endet und illegale Folterungen und Menschenrechtsverletzungen beginnen. Die Gewalt bei der Bundeswehr werde von vielen Soldaten als 'Normalität' wahrgenommen.... In der Studie war jedoch vor allem erfragt worden, welche Gewalterfahrungen über das Normalmaß hinausgingen... 'Die Normalität des Wehrdienstes verbirgt die gewalttätigen Geschehnisse".3

Hier also liegt die Antwort auf die Frage jener professionell entrüsteten Politiker, die scheinheilig fragten, warum denn die mißhandelten Soldaten schwiegen; und manche stellten diese Frage nicht ohne einen vernehmbaren Hinterton, der die Soldaten selbst für ihr Schweigen anklagen sollte. Das Schweigen aber der Entrechteten taugt nicht für eine Anklage gegen sie. Eher gegen die Saurier, deren politisch-moralische Demenz den Wahn einer 'Gleichstellung' vollzieht, die augenfällig keine sein kann.

Die Beachtung der Studienergebnisse und ein Ansatz, dem Problem nachzugehen, wäre ein dringend benötigter Schritt zur Zivilisierung der Armee, und das zunächst ganz ohne die Frauen. Das wäre aber nur möglich, wenn die wesentlichen Grundrechte Bestandteil des Soldatenlebens blieben, was mit der Praxis der Wehrpflicht nicht vereinbar ist. Herrn Struck und sein Team ließen diese Ergebnisse daher gleichgültig. Wie also müssen wir das geäußerte Interesse des Verteidigungsministers an einer Verbesserung des Lebens in der Armee im Sinne einer Zivilisierung des dort herrschenden Umgangs bewerten? Am besten so, wie wir auch seine notorischen Beteuerungen weiblicher Tugendhaftigkeit bewerten sollten, zu deren zwanghaften Erscheinungsformen auch jener Lapsus gehörte, den wir auf diesen Seiten in der Formulierung eines Schreibens an den Minister bereits genüßlich kommentierten.4

Doch es wirken keine Fakten gegen ideologische Verblendung oder aufgesetzten politischen Dogmatismus. Die wirkliche Bedeutung, die Frauen aufgrund ihrer Einsatzmöglichkeiten in Armeen gewannen, kann der Leser in den Erfahrungen nachlesen, die zwanglos denkende militärnahe Personen und renommierte Militärexperten wie Martin van Creveld auswerteten, um, wie der eben genannte, zu dem Schluß zu kommen, daß der "Triumphzug der Frauen" in den Kasernen ein "Symptom und Ursache für den Niedergang des Militärs" ist.5 Herr Struck wird daher an seine Loblieder über Soldatinnen so wenig glauben wie wir. Sie werden aber auch in Zukunft herhalten müssen, um der Unterwerfung auch des Militärs als einer der letzten 'Männerdomänen' unter den feministischen Pantoffel den Anschein einer sinnenthaltenden politischen Geste zu gewähren.

Bald nach dem Inkrafttreten des männerdiskriminierenden Gesetzes in der Bundeswehr, am 19. des gleichen Monats, rundete sich wieder einmal die Praxis dieser Politik in einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes ab, das erneut die Wehrpflicht als verfassungskonform erklärte. Diese Entscheidung fiel im Rahmen der Revision eines im April 2004 vorangegangenen Urteils des Kölner Verwaltungsgerichts, das die neue Einberufungspraxis als rechtswidrig weil ungerecht aufhob. Als Grund solcher Ungerechtigkeit waren die auch hier seinerzeit kommentierten Regelungen6 gemeint, deren Einhaltung die überwiegende Mehrheit der Wehrpflichtigen aus der Pflicht befreit. Sicher waren solche Neuregelungen Schritte, die das Zerbröckeln des Zwangsdienstes dokumentierten. Doch das Bundesverwaltungsgericht machte mit seinem revidierenden Urteil klar, daß wir uns noch nicht allzusehr freuen sollten.

Doch wir taten es dennoch! Was war der Grund?

Unser Augenmerk heftete sich zur Zeit dieser rechtlichen Begutachtung der Wehrpflicht an Ereignisse anderen Inhalts, und unser Sonnenschein war Amtsträger eines anderen Ressorts; ein ebenfalls bei rechtlichen Belangen angesiedelter Amtsträger - bei rein öffentlich-rechtlichen allerdings. Zu dieser Zeit schauten nicht nur alle, die das Wort "Männerrechte" schon einmal benutzt hatten, zu ihm hin, sondern es lernten sogar etliche, die mitbekamen, was geschah, dieses Wort kennen. Ja, man sah als Maskulist nahezu die Gesamtgesellschaft (90 Prozent!) ihm wohlwollenden Schrittes entgegenkommen; unsere Meinung in den meisten Medien, unser Wille bei allen Umfragen, und durchweg eine bemerkenswerte Bereitschaft, unsere Begriffe zu gebrauchen, unsere Gedanken ein erstes Mal mitzudenken!

Was geschah? Der Amtsträger, dem wir diesen Wandel verdankten, genauer eine Amtsträgerin, die Bundesjustizministerin von Rotgrün, Frau Brigitte Zypries, zog aus, um Männern diskrete Vaterschaftstests zu verbieten. Die Institutionen sputeten sich, ihr beizupflichten - der Bundesgerichtshof entschied mit seinem Urteil vom 12. Januar 2005, daß ein über ein genetisches Gutachten erbrachter Nachweis von Nichtvaterschaft, der ohne die Zustimmung des Kindes bzw. der Kindesmutter erbracht wurde, nicht im Rahmen einer Vaterschaftsanfechtung verwertbar sei.

Wir wollen hier weder die unverfrorene Willkür dieses Urteils besprechen, noch weiteres über die Pläne dieser Justizministerin und deren vom Endergebnis unabhängige Wirkung für die Männerbewegung. Das Thema wird uns noch eine Weile begleiten und - wie angedeutet - nicht uns allein. Denn soviel stand fest, daß die Menschen in diesem Land aufmerkten, und zwar so, daß die Geschlechterkämpfer den Eindruck bekommen könnten, ihr Hirngespinst gäbe es tatsächlich.

Während die 'PRO-TEST'-Aktion eines tüchtigen Männerrechtlers mediale Erfolge notierte und sich die gesamte Presse mit Beiträgen füllte, die das Zypries-Unterfangen und das Urteil des BGH ironisch oder auch bitterböse kritisierten, baten die in die Enge getriebenen Altlasten von Schreiberlingen gewisser ewiggestriger Blätter darum, daß ihre vernichtend kommentierten Beiträge aus Internet-Foren entfernt würden. Die sonst redseligen Großemanzen der Republik hielten sich in unterlippebeißender Deckung: "Das Feminat schweigt", konstatierte ein Diskussionsteilnehmer. Das tat es wirklich, und wo nicht, wie bei jenem Grünen-Seelchen (Biggi Bender nach dem Gedächtnis), das sich anmaßte, etwas über "die Feigheit der Männer" herauszustammeln, bekam es solchen Gegenwind, daß es Fenster und Türen seines digitalen Gästebuches dichtmachen mußte.

Besonders erfreulich der Beistand aus dem universitären Bereich, aus dem Bereich der 'anspruchsvolleren' Presse und auch der aus der Politik, denn selbst dort sitzen wohl etliche Männer, die nicht ganz vergaßen, daß sie es sind. Aber was heißt hier "Beistand"? Die Menschen, die Männer, standen sich hier selbst bei, als würde ihnen endlich einmal klar, daß ein Maß erreicht worden sei, das weiteres Hinnehmen nicht mehr leicht sein ließ. Es war Widerstand spürbar!

Sind der Staat und seine Töchter bei diesem Vorstoß dort angelangt, wo Großmut und Geduld aufgekündigt werden? Erlangen von nun an die Söhne verstärkt ihre Sprache zurück? Wir jedenfalls sehen uns ermutigt, hier die Fragen und Betrachtungen weiterhin zu formulieren, die solcher Sprache einmal Inhalte bieten könnten.

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Quellen, Anmerkungen:

1. DIE WELT, 27. 10. 2004, "Unter Männern"
2. BMFSFJ, "Gewalt gegen Männer, Personale Gewaltwiderfahrnisse von Männern in Deutschland - Ergebnisse der Pilotstudie", 2004
3. DIE WELT, 30. 11. 2004, "Schikaniert und gedemütigt"
4. Hier, "Briefe", "Brief an Minister der Verteidigung Struck"
5. Hier, "Essays", "Respekt vor den Soldatinnen...", "Heldinnen, mal nüchtern"
6. Hier, "Essays", "Respekt vor den Soldatinnen...", "Kirkes Alptraum"