###LLAKRTE###
     
Man wollte wegschauen, sich einreden, die eigene, übersensible Wahrnehmung sei es; sie spiele einem einen Streich. Doch die... ... eigene Wahrnehmung behielt recht, das war irgendwann nicht mehr zu leugnen.


Bereits der Umgang des Feminismus mit der Sprache hätte genügt,um sein Unwesen zu belegen. Doch wenige merkten auf.
Der Widerspruch, einerseits die Frau ermächtigen zu wollen, aber andererseits alle Verantwortung auf den Mann zu delegieren, bringt die bigotte Haltung des Feminismus bestens zum Ausdruck. ...... Übrigens eine sehr weibliche Haltung, die zwar von den Herren der Schöpfung zu allen Zeiten als List erkannt, dennoch toleriert oder (je nach Zeitalter) von ihnen sogar bis zur Selbstaufgabe kultiviert wurde.

Verblüffend dabei: Je 'patriarchaler' die Welt wurde, desto mehr Geltung erhielt die Mystifizierung des weiblichen Trickreichtums und der Frau selbst. – Eine zügige Umschau in Vergangenheiten.

Weil die Versuche einer Ermächtigung der Frau versagen, schlägt der Prozeß in ein Reduzieren des Mannes um. Die so eingeleitete Herabwürdigung des Maskulinen ereichte bereits den ethisch-anthropologischen Bereich. Tatort: die universitären...... Bildungsstätten. Dieser Vorstoß unterstützt und inspiriert die politischen Maßnamen, die bewirken sollen, daß 'Zukunft weiblich' wird. Totalitäre Mechanismen der Art Gender-Mainstreaming werden teuer installiert. Da Zukunft aber – wie unsere technisierte Gegenwart zeigt – aus der Mitte des Maskulinen heraus entsteht, gelingt solches wahnhafte Vorhaben der Feministen nicht.

Was aber dabei geschieht, ist ein Angriff auf die betroffenen Systeme und zwar einer, dessen Wesen weniger dem eines Aktes, sondern eher dem einer Infektion oder Vergiftung gleicht. Vergiftung der rechtsethischen Ordnung und Pervertierung des Leistungsapparates.

Indessen scheinen Frauen (sehr zum Ärger der angeheuerten Alphaweibchen des Feminismus) wenig von dem zu halten, was die Ideologie ihrer Ermächtigung gern aus ihnen machen will.

Haß auf die Männer weist in der Gegenwartskultur die unterschiedlichsten Ausdrucksformen auf. Seine ersten grellen Blüten trieb er auf den Gefilden der radikalisierten Weiblichkeit – insbesondere Amerikas. Wir befassen uns in den hiesigen Beiträgen zunächst mit der Psychologie dieser...... geistigen Töchterschaft Valerie Solanas, und was wir feststellen, kann überraschen, denn es ist Liebe! Es ist nicht die Bitterkeit erlebter Unterdrückung, sondern die Liebe zum Maskulinen, die eine 'richtige' Emanze zu dem macht, was sie ist. Es ist verwehrte Identität, die sich am Ende mit krankhafter Vehemenz gegen das wendet, was sie nicht sein darf, es ist "Revolte gegen die eigene Selbstverachtung".

Der in der Gesellschaft vorhandene - hier "öffentlich" genannte - Männerhaß, wie er sich etwa in den Erzeugnissen von Unterhaltung oder populärer Wissenschaft niederschlägt, ist nicht eine Übertragung des feministischen Hasses auf die Gesellschaft, sondern er ist auf eigener Basis entstanden. In unserer...... Absicht, diese Basis zu benennen, fahren wir in diesen Beiträgen damit fort, die Wege im politischen und kulturellen Leben zu beschreiben, auf denen sich der Männerhaß entfalten konnte, und die Strukturen im öffentlichen Denken und Empfinden zu analysieren, die ihm scheinbare Legitimität verleihen.

Endphase des Feminismus geht mit seiner Anthropologie einher, denn hier, bei der Erstellung eines Menschenbildes, erwirkt jede tendenziös konstruierte Ideologie ihr Scheitern. Das 'Gender'-Konstrukt, das sich anmaßt, die Geschlechterwirklichkeit ein Konstrukt zu nennen, braucht nun sein Menschenbild: Es wird aus...... dunkelster Vergangenheit geholt und erst in ferner Zukunft 'verwirklicht'. Dieses Meiden der Wirklichkeit, welche nur in der Gegenwart stattfindet; heute in einer Gegenwart, die durch die Errungenschaften der neueren Biologie, Neurologie und Humangenetik das Wesen der Geschlechter wie noch nie zuvor in der Sprache westlicher Intellektualität definierte, ist unerläßlich, um der Mär des Feminismus von einem geschlechtsneutralen Menschen, der sich erst in der Kultur einem konzipierten Zwang der Geschlechtlichkeit unterwerfen mußte, Raum zu gewähren.

Was aber war in der archaischen Vergangenheit? Wie wurden die Geschlechter erlebt und welcher elementaren Symbolik war ihre dualistische Präsenz unterworfen?

Welche - aus unterschiedlichen Lagen und Funktionen herleitenden - Analogien bestimmten das existentielle Verhältnis der Geschlechter zueinander, als der Mensch sein junges Ich erst aus der Materie schälte? Welche evolutionäre Zwischenstadien nennt heute der Feminist 'Matriarchate' und wie lassen sich diese Epochen seiner Begrifflichkeit entreißen? - Aufsätze für gern Philosophierende.

"Eine ähnlich lautende Kritik wie Ihre hat uns bislang nicht erreicht."

Vielleicht enthält obige Bemerkung aus einer Antwort der ARD im Jahr...... 1999 den Grund, warum diese Briefe etwas Besonderes in ihrem dokumentarischen Charakter sind: Ihre Entstehung geht auf eine Zeit zurück, in der man einen Protest der Männer nicht kannte.

Die ARD wurde in einem dieser Briefe wegen ihres Unterhaltungsprogramms "Nur ein toter Mann ist ein guter Mann" des Sexismus bezichtigt.

Viele Briefe wurden seither geschrieben und gesendet, die hier nicht archiviert sind. Besser aber noch ist, daß viele, sehr viele Briefeschreiber hinzu kamen; eine kleine 'Männerbewegung' wuchs unlängst heran, die heute mehr tut als Briefe schreiben, und die von den Medien (den ersten Adressaten der frühen Zeit) nicht mehr ignoriert werden kann.

Als Dokumentation also von Anfängen sind diese Briefe hier zu verstehen. Und ab und an, wenn wieder einer entsteht, der besonders tragende Ziele und Inhalte enthält, wird er hinzugestellt.

Die Lila Kröte ist eine negative Auszeichnung für besonders akzentuierte Männerfeindlichkeit in Wort oder Tat; für ein Verhalten von Personen und Einrichtungen, welches Männer oder Jungen...... diskriminiert, ihr Ansehen angreift, ihre Rechte und Chancen in der Gesellschaft hintan oder in Frage stellt und die Relevanz ihres Protestes gegen die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte leugnet.

Die Lila Kröte wird als Urkunde mit Wasserzeichen vergeben und relevanterweise an Menschen, die sie im übertragenen Sinn bereits geschluckt haben. Eine Lila Kröte geschluckt zu haben bedeutet, den Klischees erlegen zu sein, die Mann und Frau in Parallele zum Täter und Opfer, Gewalttätigen und Friedfertigen, Bösen und Guten, höheren und niederen Menschen, Verzichtbaren und Förderungswürdigen stellen.

Die Lila Kröte wird periodisch vergeben und berücksichtigt bei der Auswahl des Empfängers die Ereignisse der letzten zwölf Monate.


... indem die hier gezeigte Werbung mit manischer Beharrlichkeit gegen Wesen und Würde des Maskulinen wütet, offenbart sie ein in der Werbebranche etabliertes Bild weiblicher Innerlichkeit, das die Frau als einen seelischen...... Krüppel zeigt, dessen eigene Würde ihm selbst so irreal erscheint, daß nur die Entwürdigung des Anderen als Ausgleich in Frage kommt...


Sie können hier die archivierten Jahrgänge der Übersichtseite bis zu deren Entstehung im Jahr 2005 zurückverfolgen.










    Seit November 2014 online:

                     Geistsein.de

"Ungeist" ist kein schönes Wort. Mit diesem Wort ist hier ein Geist gemeint, der sich selbst leugnet, ein Denken, das sich davon abhält, zu freien Urteilen zu gelangen, um vorgefertigten zu dienen. Solches Denken ist kein natürlich menschliches Verhalten, setzt sich aber immer dann durch, wenn es gezielten Interessen Erfolg verspricht oder wenn es für die Anhänger einer Weltanschauung den Konsens schaffen soll, der sie zusammenhält und so ihre Zugehörigkeit manifestiert. Es ist vielleicht das Gefährlichste an Ideologien, daß sie allesamt vermeinen, ihre Ziele seien heilig genug als Zweck, um noch das Heiligste am Menschen als Mittel mißbrauchen zu dürfen: das Denken.

Wie Ungeist funktioniert, wie er sich Begriffe schafft und sie an seinen Zwecken ausrichtet, wird hier nicht direkt erläutert (siehe hierzu unter "Begriffe"), sondern an Beispielen gezeigt werden. Diese Beispiele sind Briefe an Adressaten, die feministische Gedanken hegen oder feministische Intentionen befürworten und fördern.

Diese Briefe haben alle gemeinsam, daß sie Fragen stellen, die geeignet sind, die Widersprüche aufzuzeigen, die feministische Willkür im Denken hervorruft, Widersprüche, deren Aufdeckung befreiend wäre, deren Verdrängung und Tabuisierung aber nicht anders vonstatten gehen kann als durch feigen Verzicht auf weiteres Nachdenken; eine Unterlassung, der man wenig Achtung schenken kann und die in diesen Briefen deswegen häufig mit der gehörigen Portion Ironie quittiert wird.
Das folgende Interview wurde nicht im Wortlaut veröffentlicht, sondern bildete die Basis für einen RMZ-Artikel über www.maskulist.de und das 1. Antifeminismus-Treffen in Zürich, im Oktober 2010. Der Artikel erschien im Dezember darauf. Näheres dazu finden Sie hier.

 

Männerrechte

RMZ Seit Jahren kämpfen Sie als Publizist und Autor für die Sache des Mannes. Wie konnte es passieren, dass das „starke Geschlecht“ Männerrechtler braucht, die sich für die gesellschaftliche Stellung der Männer einsetzen?

MASKULIST Der Feminismus kam nicht allein, sondern als Teil eines Aufbruchs, dessen Axiome von der säkularisierten Nachkriegsgesellschaft mit der Intensität einer überwunden geglaubten Religiosität aufgenommen wurden: Feminismus, Umweltbewegung, naiv pazifistischer Multikulturalismus, das alles kam zusammen und bildete einen Dogmenkomplex, der als unhinterfragbar abgeliefert wurde. Er enthielt die Grundlagen jener Dogmatik, die heute Politische Korrektheit heißt.

Die Medien, die ja nach allen Erhebungen zu einem beeindruckenden Prozentsatz  aus Anhängern dieses Aufbruchs bestehen, und deren Funktion als dominierende meinungsbildende Instanz in dieser Zeit ihr Zenit erreichte, etablierten einen Meinungsgötzen, dessen Hinterfragung den gesellschaftlichen Tod bedeuten konnte. Denken Sie an Esther Vilar und noch an Eva Herman – interessanterweise beide Frauen, nicht wahr? Für Männer nämlich wäre ein ähnliches Aufbegehren um ein paar Nuancen schwieriger.

Man kann heute sehr gut beobachten, wie dieser gesamte Ideologienkomplex, zu welchem der Feminismus gehört, ganzheitlich zu bröckeln beginnt. Stichworte hierzu: Thilo Sarrazin als Ernüchterer in Sachen Multikulturalismus, oder aber die immer mehr um sich greifende Skepsis gegenüber einer menschlichen Schuld am angeblichen Untergang des ökologischen Systems. Und Antifeminismus eben.

RMZ Männer sind in den Spitzenpositionen bei sämtlichen Wirtschaftsunternehmen und verdienen auch im bundesdeutschen Durchschnitt mehr als Frauen. Wiegt sich das männliche Geschlecht etwa angesichts dieser Fakten in einer trügerischen Sicherheit?

MASKULIST Den zwei oder drei Prozent Männern an den Spitzenpositionen gratuliere ich sehr gern und kann da sogar beruhigen: Das wird, wie ich denke, so bleiben, weil irgend jemand die Arbeit machen muß, die an diesen Spitzenpositionen anfällt. Denn, wären genug Feministinnen Willens oder fähig, Ähnliches zu leisten, hätten diese längst ihre eigenen Firmen mit Spitzenpositionen ganz ohne "gläserne Decken" gegründet, anstatt weiterhin ihre aggressive Bettelei nach Quoten in der Privatwirtschaft zu betreiben. Sollten sich also diese wenigen Männer in Sicherheit wähnen, hätte das wohl auch wenig Trügerisches.

Was aber die Sicherheit des Rests, der "kleinen Männer", betrifft, könnte sie mit der Sicherheit verglichen werden, in der sich Männer auf der untergehenden Titanic deswegen wähnen, weil ihr Kapitän männlich ist. Ich kann mir vorstellen, daß auf dem havarierenden Überseedampfer sogar alle Spitzenpositionen mit Männern besetzt waren. Trotzdem sollen dort Männer auf Männer geschossen haben, die sich beim Untergang einen Platz in den Rettungsbooten sichern zu wollen wagten. Am Ende soll es sogar etliche freie Plätze gegeben haben.

Daß Männer nun im bundesdeutschen Durchschnitt etwas mehr als die Frauen verdienen (nach neuen Berechnungen bloß 8 und nicht, wie bisher fälschlicherweise immer wieder behauptet wurde, über 20 Prozent), könnte doch gut damit zusammenhängen, daß sie selbst auch die Orte, die "Domänen", schaffen, in denen überhaupt verdient wird, was für ein unmittelbareres Verhältnis zu dem jeweiligen Sachgebiet spricht. Und es hat auch mit dem zeitintensiveren Einsatz der Männer in diesen Domänen zu tun. Das weiß jeder, auch der Feminist.

RMZ Worin bestehen die dramatischsten Auswüchse der Männerfeindlichkeit?

MASKULIST Auf der ethisch-rechtlichen Ebene. Sicher möchte ich damit die verheerenden Auswirkungen auf anderen Gebieten nicht unterschätzt haben. In der Bildung etwa, die heute so entmännlicht ist, daß man nach Fachkräften schmachtet und "Alphamädchen" bekommt, deren Höchstleistung oft in der öffentlichen Selbstbeweihräucherung besteht.

Die ethischen Diffamierungsbestrebungen aber, die Versuche, die Geschlechter im sittlichen Kontinuum jeweils als ein gutes und ein böses zu polarisieren, und das allmählich auf die Gesetzgebung zu übertragen, ist das perfideste und gefährlichste Gesicht, das man von Feminismus zu sehen bekam.

Das beginnt mit einer unverhohlenen Höherbewertung weiblichen Leids, die längst von Menschenrechts-, Hilfs- und Kinderhilfsorganisationen als zentrales Prinzip übernommen wurde. Gender-Referentinnen oder anders genannte feministische Funktionärinnen sitzen heute überall mit im Boot solcher Hilfswerke. Wie ich in meinem Buch "Medusa schenkt man keine Rosen" gezeigt habe, wurden bereits innerhalb von Amnesty International Stimmen laut, wonach Frauen aufgrund allein ihres Frauseins besondere Rechte beanspruchen sollten, und die deutsche Sektion derselben Organisation startete im Jahr 2002 unter Führung damals der Feministin Barbara Lochbihler eine sog. Rußland-Kampagne mit dem Titel "Folter und Mißhandlungen an Frauen, Kindern und ethnischen Minderheiten sowie der Tschetschenien-Krieg"! Beachten Sie bitte, mit welcher unverfrorenen Zielgerichtetheit hier gerade diejenigen ausgelassen werden, die zumeist, wenn nicht sogar ausschließlich unter Folter und Verfolgung in der genannten Region litten: die jungen Männer um das berüchtigte "wehrfähige" Alter herum.

Mir gelang damals eine erste kleine Kampagne gegen die große Amnesty, immerhin aber eine, die von dem Menschenrechtsmoloch offenbar gespürt wurde. Und gerade in diesem November verlieh ich meine 7. Lila Kröte an das Kinderhilfswerk PLAN und seinen Paten Ulrich Wickert wegen des dort auffälligen Vorsatzes, "weibliches Leid zu explizieren und männliches zu marginalisieren".

Aufzuzeigen, wie sehr sich diese Tendenz, den Mann durch eine kultische Viktimisierung der Frau ethisch zu hintergehen, in politischen Programmen und bereits in der Gesetzgebung (insbesondere bei der angeblichen Bekämpfung häuslicher Gewalt) europäischer Länder findet, würde hier zu weit führen. Es ist das offenkundige Anliegen meiner Texte, daß die männliche Bevölkerung endlich in dieser Hinsicht aufwacht.

RMZ Verletzt die Diffamierung des männlichen Geschlechts durch den Feminismus gar Menschenrechte?

MASKULIST Ach, wo denken Sie hin! Als ich im Rahmen meiner bereits erwähnten Aktion gegen Amnestys Frauenfolter-Suggestionen einen Sprecher des Vereins fragte, warum seine Organisation nicht endlich eine internationale Kampagne gegen die Zwangsmilitarisierung und Zwangsrekrutierungen des männlichen Geschlechts in nahezu der ganzen Welt startet, antwortete er, Wehrpflicht sei von der UNO nicht als Menschenrechtsverletzung kodifiziert.

Und haben Sie je eine UNO-Resolution gelesen, die sich neben der sexuellen Selbstbestimmung aller möglichen Gruppen und Untergruppen, "Frauen und Mädchen" natürlich ganz vorn, auch das schaurige Kapitel der Jungen - ausschließlich Jungen! - anschneidet, die in manchen Ländern als Sexsklaven malträtiert werden? Vergessen Sie es also mit den "Menschenrechten für alle", solange sie vom sachwaltenden Zeitgeist "kodifiziert" werden, der heute alle Entscheidungsebenen durchdringt.

RMZ Seit zehn Jahren betreiben Sie die Internetseite maskulist.de. Wie war die Resonanz bisher? Glauben Sie, bisher etwas bewegt zu haben?

MASKULIST Ich bin damals einem Impuls gefolgt, den zur selben Zeit auch andere zu spüren begannen. Wir alle fanden im Laufe der darauf folgenden Jahre zunächst virtuell zusammen und entfalteten einen Disput, der in den letzten etwa drei Jahren auch auf die restlichen Medienplattformen überzuspringen anfing.

Die Resonanz meiner eigenen Homepage hat mich selbst oft überrascht. Von Hunderten von Zuschriften kann man kaum eine Handvoll auslesen, die meine Arbeit beschimpften, kaum eine davon enthielt ernstzunehmende Kritik. 

Wenn man sich die eisige Einsamkeit vorstellt, in der ich, nicht ganz ohne Bange, meine ersten unverblümt antifeministischen Beiträge ins Netz stellte, und dann das erwärmende Beisammensein ziemlich genau 10 Jahre später in Zürich, zum Ersten Antifeminismus-Treffen, mit den vielen Menschen, die einem herzlich die Hand drücken wollten, den Referenten anderer Gruppen und dem Medienecho, dann wird einem klar, daß wir etwas erreicht haben: einen ziemlich geglückten Umstieg vom Netz in die Welt.

RMZ Viele einflussreiche, männliche Persönlichkeiten der Zeitgeschichte (z. B. Jean-Paul Sartre) haben den Feminismus unterstützt. Sind die Männer also zum Teil selbst schuld an der momentanen Situation?

MASKULIST Ja, und (wenn auch natürlich der genannte Philosoph in direkter Verbindung zu Simone de Beauvoir steht) ich würde dazu gar nicht mal den französischen Existentialismus allein bemühen wollen. Das Hervortreten des Feminismus auf jener Strecke materialistisch-philosophischer Entwicklungen, die zwischen Marx/Engels und Herbert Marcuse liegt, als das endgültige Instrument, durch welches  man die Gesellschaft in ihrer herkömmlich-bürgerlichen Form zersetzen wollte, folgte einer sehr durchsichtigen Dramaturgie.

In meinem Züricher Vortrag betonte ich, "daß alle Macht und alle Freiheit", die der Feminismus genießt, "nur eine Konvention ist, die durch den Willen der Männer aufrechterhalten wird." Und auch anderswo stellte ich früher schon klar, daß Feminismus im Grunde gar nicht bekämpft werden müßte, wenn einmal die Männer antifeministisch genug wären, um ihn einfach fallenzulassen. Bezeichnend dazu ist auch, daß in meinen Texten öfter das Wort "Feminist" als "Feministin" vorkommt.

RMZ Wenn der Ist-Zustand defizitär ist, wie sollte das gesellschaftliche Zusammenleben zwischen Mann und Frau bestenfalls aussehen?

MASKULIST So, wie es auszusehen hätte, wenn Männer und Frauen ihre Rechte und Chancen selbst verwirklichen würden, und nicht für die eine Hälfte der Staat.

RMZ Innerhalb der Bundesregierung gibt es Bestrebungen, arbeitslose Männer in traditionellen Frauenberufen einzusetzen. Ist dies ein Schritt zur Gleichberechtigung des Mannes oder eine Form der Demütigung?

MASKULIST In erster Linie ist das Ausdruck der Trägheit der politischen Masse oder der Unbelehrtheit der politischen Klasse. Die können es eben nicht lassen, jede Gelegenheit, die sich bietet, als eine wahrzunehmen, die dem Ziel dessen, was Volker Zastrow einmal in der FAZ "politische Geschlechtsumwandlung" nannte, dienen sollte.

Ob das für den Einzelnen eine Demütigung bedeutet, hängt sicher vom Einzelnen ab. Wenn auch nicht das Geringste dagegen einzuwenden ist, daß ein Mann sich selbst für einen Beruf entscheidet, der zumeist von Frauen ausgeführt wird, steckt in diesen Bestrebungen eine gehörige Portion Abwertung individueller Neigungen und Möglichkeiten. Und es ist, wie immer solche ideologisch bedingten Programmatiken nun mal sind, kontraproduktiv.

RMZ Werbung und Medien entwerfen in festen Zyklen immer neue Bilder vom „modernen Mann“ (Metrosexueller, Whinster, etc.). Wie stellen Sie sich den Idealtypus des „modernen Mannes“ vor?

MASKULIST Wenn Sie einmal gedanklich-experimentell Horst Seehofer neben Michael Jackson stellen würden, würde Ihnen vielleicht etwas schwindelig werden angesichts der sich eröffnenden Möglichkeiten, anders zu sein und dennoch eben ein Mann.

Freilich wandeln sich die Geschlechter je nach Bedingungen und Möglichkeiten ihres Zeitalters. Es ist, glaube ich, in "Mythos Männermacht" von Warren Farrell, wo beschrieben wird, wie sich die wilden Wikinger binnen kurzer Zeit zu friedlichen Bauern wandelten, nachdem sie sich auf einem fruchtbares Stück Land niederlassen konnten. Die Jahre des Friedens und des Wohlstandes in der westlichen Welt hat eben Männer hervorgebracht, die auch ihr Äußeres intensiver pflegen. Das drückt aber eher Situationsbedingtes als Idealtypisches aus, weswegen ich auf die von Ihnen genannten Charakterisierungen weniger eingehen möchte.

...

Antifeminismus

RMZ Ist der Maskulismus zwangsläufig ein Antifeminismus?

MASKULIST Ja!

RMZ Wo sehen Sie – abgesehen von der geschlechtsspezifischen Ausrichtung der Argumente und Ziele - die Hauptunterschiede zwischen Maskulismus und Feminismus?

MASKULIST Maskulismus bedient sich keinerlei Theorie, weil er die Welt nicht nach theoretisch postulierten Mustern umgestalten möchte, sondern sich gerade solchen Umgestaltern in den Weg stellt. Und der polarisiert nicht die Geschlechter, er verlangt nichts von den Frauen. Er verlangt vom Staat, damit aufzuhören, von den Geschlechtern etwas zu verlangen und diese auf polarisierende Weise zu manipulieren.

Maskulismus definiert Konservatismus als das Bedürfnis nach Vergewisserung, daß die Evolution einer Kultur keine Sprünge aufweist, sondern sich in organischer Kontinuität entfaltet. Der Feminismus ist ein solcher Sprung.

RMZ Sie betrachten den Feminismus in Ihren Artikeln sehr differenziert. Muss man also zwischen dem „guten“ und dem „schlechten“ Feminismus unterscheiden? Wenn ja: Wo liegen die Unterschiede?

MASKULIST Den Feminismus lasse ich mir gefallen, von welchem der Staat seine Finger läßt. Weitere Differenzierungen mag es geben, wären aber eher unwesentlich.

RMZ Mit welchen Widerständen sahen Sie sich von feministischer Seite angesichts des 1. Internationalen Antifeminismus-Treffens konfrontiert?

MASKULIST Es wurde ja in der schweizerischen Presse genug darüber berichtet, wie im Vorfeld unseres Treffens linke LesbochaotInnen ihrem Charisma der Wändebeschmierung und der Einschüchterung Andersdenkender ordentlich nachgegangen sind. Was macht das schon? Der wunderbare René Kuhn und seine ebenso wunderbaren Mitstreiter, Urs Bleiker allen voran, die sich übrigens allesamt als dankbare Beobachter von maskulist.de auswiesen, ermöglichten die Veranstaltung an geheimem Ort. Daß man dort aufgrund der erschwerten Umstände nach zwei schlaflosen Nächten ankam, um aber einen Vortrag zu halten, der erstmalig das Wort "Antifeminismus" ein "so schönes Wort" nannte, was macht das schon? ...

Regionales

RMZ Gibt/Gab es auch in Frankfurt regionale Aktionen zu Maskulismus/ Antifeminismus?

MASKULIST Nein, leider! Es wäre aber auch nicht möglich gewesen. Bedenken Sie, daß unsere Aktivitäten, anders als die auf institutionalisierten Sesseln festsitzenden Funktionärinnen des Feminismus, allesamt nebenberufliche Aktivitäten sind, die sozusagen zwischen Tür und Angel geschehen. Man nimmt sich etwas Urlaub für ein Treffen oder einen freien Tag, um eine längere Sache endlich fertigzukriegen.

Hinzu kommt: Mein Interesse galt bisher erstmals der globaleren Vernetzung. So hatte ich mich eingesetzt für die Entstehung von MANNdat und sprang sofort auf, um der Interessengemeinschaft Antifeminismus (IGAF) einen Beitrag zum Kongreß abzuliefern. Die Zeit, mich auch regional zu binden, hätte ich nie gehabt. Allerdings wurde ich in Zürich diesbezüglich von Männern aus der Nähe Frankfurts angesprochen und gedenke bald den Kontakt zu ihnen herzustellen, um zumindest mit ihren Vorstellungen bekannt zu werden...

RMZ Sie verleihen jedes Jahr die „Lila Kröte“. Welche regionale Persönlichkeit hätte Ihrer Meinung nach diese Auszeichnung verdient?

MASKULIST Ich möchte Ihnen diese Antwort lieber ersparen. Denn was wäre, wenn der Name eine besondere Bekanntheit in Ihren redaktionellen Gefilden genösse?

RMZ Wie bewerten Sie den Einfluss feministischer Gruppierungen (Uni Frankfurt + Marburg) in der Region?

MASKULIST Über meine Würdigung des feministischen Einflusses in den Bildungseinrichtungen habe ich mich in diesem Interview natürlich nicht allzu ausführlich äußern können. Sollte sich aber Bedarf nach weiterer Präzisierung meiner Ansichten bei den beiden Unis äußern, würde ich gern dort mit den Frauenbeauftragten einen antifeministischen Vortrag vereinbaren. Ob vielleicht Ihre einflußreiche Redaktion so etwas auf die Beine stellen könnte?

Biographisches

RMZ Sie argumentieren in Ihren Texten methodisch sehr versiert und auf einem hohen intellektuellen Niveau. Woher stammen Ihre fundierten theoretischen Kenntnisse (Studium, eigene Beschäftigung, etc.)?

MASKULIST Haben Sie besten Dank für diese Wertschätzung meines Stils und Inhalts. Ich denke, mir hilft eine gewisse Freude auf innere, also Bewußtseinsprozesse, die ich hege, seit ich denken kann. Und meine "theoretischen Kenntnisse" sind eher das Ergebnis einer Funktion, die bei mir bewirkt, daß ein jeder Inhalt eine Stellung im Kognitiven einnimmt, die ihn mit allen anderen Inhalten verbindet, für alle anderen Inhalte sichtbar sein läßt. Das hilft, Sachverhalte passend zu strukturieren. Mit konventioneller Bildung hat all dies weniger zu tun.

RMZ Seit wann beschäftigen Sie sich mit dem Thema? Gab es einen konkreten Auslöser?

MASKULIST Gegen Ende der Neunziger erkannte ich, daß ich Jahre lang etwas verdrängte. Ich verdrängte zuzugestehen, daß die Auffälligkeiten des Feminismus ein gesellschaftliches Problem darstellten und nicht belächelt, sondern angezeigt werden sollten. Als ein Niemand hatte ich mich mehrmals an Redaktionen durch Leserbriefe gewandt, die nie abgedruckt wurden. Ich nahm mir also vor, sie in das damals noch neue Medium Internet zu stellen und begann eine Erklärung, eine Art Vorwort dazu zu schreiben. Nach wenigen Absätzen wurde mir klar, mit welchem Stoff ich mich da eigentlich eingelassen hatte, welche Verästellungen sich zu allen möglichen Sach- und Wissensgebieten auftaten.

Und da entschloß ich mich ein Schriftwerk entstehen zu lassen, das selbst dann noch lesenswert und ja, relevant wäre, wenn der Feminismus Geschichte sein würde.

RMZ Wie sehen Ihre weiteren Pläne aus? Planen Sie ein neues Buch?

MASKULIST Gegenwärtig beschäftigen mich sehr intensiv gewisse Strömungen der Neuzeit, die sich geeignet zeigen, jene Mentalität der zügellosen Selbstkritik im Bewußtsein des abendländischen Menschen zu installieren, die heute als Patriarchat-Haß, also Haß gegen die eigene kulturelle Wurzel, fröhliche Urstände feiert. Und der Stoff könnte durchaus ein zweites Buch ergeben.

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