###LLAKRTE###
     
Man wollte wegschauen, sich einreden, die eigene, übersensible Wahrnehmung sei es; sie spiele einem einen Streich. Doch die... ... eigene Wahrnehmung behielt recht, das war irgendwann nicht mehr zu leugnen.


Bereits der Umgang des Feminismus mit der Sprache hätte genügt,um sein Unwesen zu belegen. Doch wenige merkten auf.
Der Widerspruch, einerseits die Frau ermächtigen zu wollen, aber andererseits alle Verantwortung auf den Mann zu delegieren, bringt die bigotte Haltung des Feminismus bestens zum Ausdruck. ...... Übrigens eine sehr weibliche Haltung, die zwar von den Herren der Schöpfung zu allen Zeiten als List erkannt, dennoch toleriert oder (je nach Zeitalter) von ihnen sogar bis zur Selbstaufgabe kultiviert wurde.

Verblüffend dabei: Je 'patriarchaler' die Welt wurde, desto mehr Geltung erhielt die Mystifizierung des weiblichen Trickreichtums und der Frau selbst. – Eine zügige Umschau in Vergangenheiten.

Weil die Versuche einer Ermächtigung der Frau versagen, schlägt der Prozeß in ein Reduzieren des Mannes um. Die so eingeleitete Herabwürdigung des Maskulinen ereichte bereits den ethisch-anthropologischen Bereich. Tatort: die universitären...... Bildungsstätten. Dieser Vorstoß unterstützt und inspiriert die politischen Maßnamen, die bewirken sollen, daß 'Zukunft weiblich' wird. Totalitäre Mechanismen der Art Gender-Mainstreaming werden teuer installiert. Da Zukunft aber – wie unsere technisierte Gegenwart zeigt – aus der Mitte des Maskulinen heraus entsteht, gelingt solches wahnhafte Vorhaben der Feministen nicht.

Was aber dabei geschieht, ist ein Angriff auf die betroffenen Systeme und zwar einer, dessen Wesen weniger dem eines Aktes, sondern eher dem einer Infektion oder Vergiftung gleicht. Vergiftung der rechtsethischen Ordnung und Pervertierung des Leistungsapparates.

Indessen scheinen Frauen (sehr zum Ärger der angeheuerten Alphaweibchen des Feminismus) wenig von dem zu halten, was die Ideologie ihrer Ermächtigung gern aus ihnen machen will.

Haß auf die Männer weist in der Gegenwartskultur die unterschiedlichsten Ausdrucksformen auf. Seine ersten grellen Blüten trieb er auf den Gefilden der radikalisierten Weiblichkeit – insbesondere Amerikas. Wir befassen uns in den hiesigen Beiträgen zunächst mit der Psychologie dieser...... geistigen Töchterschaft Valerie Solanas, und was wir feststellen, kann überraschen, denn es ist Liebe! Es ist nicht die Bitterkeit erlebter Unterdrückung, sondern die Liebe zum Maskulinen, die eine 'richtige' Emanze zu dem macht, was sie ist. Es ist verwehrte Identität, die sich am Ende mit krankhafter Vehemenz gegen das wendet, was sie nicht sein darf, es ist "Revolte gegen die eigene Selbstverachtung".

Der in der Gesellschaft vorhandene - hier "öffentlich" genannte - Männerhaß, wie er sich etwa in den Erzeugnissen von Unterhaltung oder populärer Wissenschaft niederschlägt, ist nicht eine Übertragung des feministischen Hasses auf die Gesellschaft, sondern er ist auf eigener Basis entstanden. In unserer...... Absicht, diese Basis zu benennen, fahren wir in diesen Beiträgen damit fort, die Wege im politischen und kulturellen Leben zu beschreiben, auf denen sich der Männerhaß entfalten konnte, und die Strukturen im öffentlichen Denken und Empfinden zu analysieren, die ihm scheinbare Legitimität verleihen.

Endphase des Feminismus geht mit seiner Anthropologie einher, denn hier, bei der Erstellung eines Menschenbildes, erwirkt jede tendenziös konstruierte Ideologie ihr Scheitern. Das 'Gender'-Konstrukt, das sich anmaßt, die Geschlechterwirklichkeit ein Konstrukt zu nennen, braucht nun sein Menschenbild: Es wird aus...... dunkelster Vergangenheit geholt und erst in ferner Zukunft 'verwirklicht'. Dieses Meiden der Wirklichkeit, welche nur in der Gegenwart stattfindet; heute in einer Gegenwart, die durch die Errungenschaften der neueren Biologie, Neurologie und Humangenetik das Wesen der Geschlechter wie noch nie zuvor in der Sprache westlicher Intellektualität definierte, ist unerläßlich, um der Mär des Feminismus von einem geschlechtsneutralen Menschen, der sich erst in der Kultur einem konzipierten Zwang der Geschlechtlichkeit unterwerfen mußte, Raum zu gewähren.

Was aber war in der archaischen Vergangenheit? Wie wurden die Geschlechter erlebt und welcher elementaren Symbolik war ihre dualistische Präsenz unterworfen?

Welche - aus unterschiedlichen Lagen und Funktionen herleitenden - Analogien bestimmten das existentielle Verhältnis der Geschlechter zueinander, als der Mensch sein junges Ich erst aus der Materie schälte? Welche evolutionäre Zwischenstadien nennt heute der Feminist 'Matriarchate' und wie lassen sich diese Epochen seiner Begrifflichkeit entreißen? - Aufsätze für gern Philosophierende.

"Eine ähnlich lautende Kritik wie Ihre hat uns bislang nicht erreicht."

Vielleicht enthält obige Bemerkung aus einer Antwort der ARD im Jahr...... 1999 den Grund, warum diese Briefe etwas Besonderes in ihrem dokumentarischen Charakter sind: Ihre Entstehung geht auf eine Zeit zurück, in der man einen Protest der Männer nicht kannte.

Die ARD wurde in einem dieser Briefe wegen ihres Unterhaltungsprogramms "Nur ein toter Mann ist ein guter Mann" des Sexismus bezichtigt.

Viele Briefe wurden seither geschrieben und gesendet, die hier nicht archiviert sind. Besser aber noch ist, daß viele, sehr viele Briefeschreiber hinzu kamen; eine kleine 'Männerbewegung' wuchs unlängst heran, die heute mehr tut als Briefe schreiben, und die von den Medien (den ersten Adressaten der frühen Zeit) nicht mehr ignoriert werden kann.

Als Dokumentation also von Anfängen sind diese Briefe hier zu verstehen. Und ab und an, wenn wieder einer entsteht, der besonders tragende Ziele und Inhalte enthält, wird er hinzugestellt.

Die Lila Kröte ist eine negative Auszeichnung für besonders akzentuierte Männerfeindlichkeit in Wort oder Tat; für ein Verhalten von Personen und Einrichtungen, welches Männer oder Jungen...... diskriminiert, ihr Ansehen angreift, ihre Rechte und Chancen in der Gesellschaft hintan oder in Frage stellt und die Relevanz ihres Protestes gegen die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte leugnet.

Die Lila Kröte wird als Urkunde mit Wasserzeichen vergeben und relevanterweise an Menschen, die sie im übertragenen Sinn bereits geschluckt haben. Eine Lila Kröte geschluckt zu haben bedeutet, den Klischees erlegen zu sein, die Mann und Frau in Parallele zum Täter und Opfer, Gewalttätigen und Friedfertigen, Bösen und Guten, höheren und niederen Menschen, Verzichtbaren und Förderungswürdigen stellen.

Die Lila Kröte wird periodisch vergeben und berücksichtigt bei der Auswahl des Empfängers die Ereignisse der letzten zwölf Monate.


... indem die hier gezeigte Werbung mit manischer Beharrlichkeit gegen Wesen und Würde des Maskulinen wütet, offenbart sie ein in der Werbebranche etabliertes Bild weiblicher Innerlichkeit, das die Frau als einen seelischen...... Krüppel zeigt, dessen eigene Würde ihm selbst so irreal erscheint, daß nur die Entwürdigung des Anderen als Ausgleich in Frage kommt...


Sie können hier die archivierten Jahrgänge der Übersichtseite bis zu deren Entstehung im Jahr 2005 zurückverfolgen.










    Seit November 2014 online:

                     Geistsein.de

"Ungeist" ist kein schönes Wort. Mit diesem Wort ist hier ein Geist gemeint, der sich selbst leugnet, ein Denken, das sich davon abhält, zu freien Urteilen zu gelangen, um vorgefertigten zu dienen. Solches Denken ist kein natürlich menschliches Verhalten, setzt sich aber immer dann durch, wenn es gezielten Interessen Erfolg verspricht oder wenn es für die Anhänger einer Weltanschauung den Konsens schaffen soll, der sie zusammenhält und so ihre Zugehörigkeit manifestiert. Es ist vielleicht das Gefährlichste an Ideologien, daß sie allesamt vermeinen, ihre Ziele seien heilig genug als Zweck, um noch das Heiligste am Menschen als Mittel mißbrauchen zu dürfen: das Denken.

Wie Ungeist funktioniert, wie er sich Begriffe schafft und sie an seinen Zwecken ausrichtet, wird hier nicht direkt erläutert (siehe hierzu unter "Begriffe"), sondern an Beispielen gezeigt werden. Diese Beispiele sind Briefe an Adressaten, die feministische Gedanken hegen oder feministische Intentionen befürworten und fördern.

Diese Briefe haben alle gemeinsam, daß sie Fragen stellen, die geeignet sind, die Widersprüche aufzuzeigen, die feministische Willkür im Denken hervorruft, Widersprüche, deren Aufdeckung befreiend wäre, deren Verdrängung und Tabuisierung aber nicht anders vonstatten gehen kann als durch feigen Verzicht auf weiteres Nachdenken; eine Unterlassung, der man wenig Achtung schenken kann und die in diesen Briefen deswegen häufig mit der gehörigen Portion Ironie quittiert wird.
Erschienen am 25. 7. 2007

Jeder redet über die neuen "Alphamädchen" und "Powerfrauen". Aber was ist mit dem Mann? Er wird gezielt diskriminiert, meint der Männerrechtler Michail Savvakis im GQ.com-Interview

Michail Savvakis steht nicht gern im Rampenlicht. Er bezeichnet sich "im positiven Sinne als teamunfähig und eigenbrödlerisch" und hasst es, auf Fotos zu lachen. Aber wenn es um sein Lieblingsthema geht, blüht der in Frankfurt lebende Grieche auf. Savvakis ist ein Männerrechtler. 
Seit sieben Jahren betreibt er unter dem Pseudonym "Der Maskulist" eine Webseite "zur Wahrung des maskulinen Ansehens". Außerdem gründete er die geschlechterpolitische Initiative MANNdat e.V. mit.

Die These des Maskulisten: Der Mann wird von der Politik und den Medien gezielt umerzogen und benachteiligt. Seine Mission: "Eine Abrechnung mit Begriffen, Thesen und Methoden radikalfeministischer Manipulation in Medien, Kultur und Gesellschaft".

VERMINTES GEBIET

Unreflektierter Geschlechterkampf und dumpfe Polemik aber sind nicht Savvakis' Ding. Der eloquente Anfangfünfziger denkt nach, bevor er sich äußert. Kein Wunder: Sein Terrain ist vermintes Gebiet, das Feedback auf seine Webseite nicht immer freundlich. Ein Telefon-Interview lehnte er ab. Wir befragten ihn per E-Mail. Seine Antworten geben wir ungekürzt wieder.

GQ.com In der Schule werden die Jungen von fleißigen, hoch motivierten Mädchen überholt, im Beruf verliert der Mann seine traditionellen Domänen an "Powerfrauen" und "Alphamädchen", im Privatleben schwankt er zwischen "Softie" und "Macho". Und bleibt dann oft allein. Steckt das männliche Geschlecht in der Krise?

Der Maskulist Wenn der Mann als unumstrittener Hauptträger, Bereiter und Instandhalter der gesamten Infrastruktur und als Hauptproduzent der allgemeinen wirtschaftlichen Leistung der Gesellschaft in einer Krise stecken würde, wäre das dann eine Krise des Mannes, oder eine der Gesamtgesellschaft? Und wäre es nicht reichlich abartig, eine solche Krise zu bejubeln, wie es just in den vergangenen Wochen gewisse Massenblätter taten?

GQ.com So unumstritten sind die Leistungen des Mannes ja nun nicht. Und wenn, dann werden sie auf patriarchalische Machtstrukturen zurückgeführt. Das derzeitige Hauptargument: Die Schlüsselpositionen der Wirtschaft seien nur zu elf Prozent mit Frauen besetzt, es gäbe also noch viel zu tun, damit Frauen ihr Potential überhaupt erst entfalten können...

Der Maskulist Wenn wir die gesellschaftlichen Verhältnisse, in denen Frau Merkel - nach den Worten einer bekannten Feministin – "an die Macht hochgespült" wurde, gleichermaßen patriarchalisch nennen, wie die unter militanten Islamisten, dann sollten wir uns fragen, ob etwas mit unseren Begriffen nicht mehr stimmt. Zudem klingt das Gerede über das unentfaltete Potential der Frauen ziemlich spekulativ. Glauben Sie, etwas noch Potential nennen zu dürfen, dessen Hauptargument in der Behauptung besteht, jahrtausendelang unterdrückt worden zu sein?

GQ.com Das Potential der Frau liegt also ganz traditionell am Herd und in der Kindeserziehung?

Der Maskulist Das hätte mancher Feminist gern so von mir gehört, um mich dann schnell als ewig Gestrigen und mit gewissem Recht zurückzuweisen. ‚Potential’ ist aber kein Anwendungsgebiet, sondern die Summe von Möglichkeiten. Diese Möglichkeiten haben sich heute für beide Geschlechter enorm vervielfältigt. Männer wie Frauen sind willkommen, ihren individuellen Platz in diesem Meer der Möglichkeiten zu suchen und zu finden.

GQ.com Womit haben Sie dann ein Problem?

Der Maskulist Sie sollen es erstens selbst als Individuen erreichen und nicht als begünstigte Gruppe einer politischen Umerziehung, und zweitens sollen sie es im Bewusstsein tun, dass der Mangel an solchen Möglichkeiten in der Vergangenheit keineswegs eine männliche Schuld darstellt. Da hätten wir dann schon mal das Gemeckere weg, und das wäre für uns alle sehr entspannend nach vier Jahrzehnten irrationaler Vorwurfshaltung und Geschlechteranfeindung.

GQ.com Werden wir doch mal konkret: Woran machen Sie die Umerziehungsmechanismen fest?

Der Maskulist An den Quoten überhaupt schon mal und besonders deutlich an vorausgreifenden Quoten. Mit "vorausgreifenden Quoten" meine ich eine Quotierung, die Frauen über das Maß ihrer tatsächlichen Präsenz hinaus in einem Bereich bevorzugt, um diese dadurch zu erhöhen. So etwas ist auch in der Bundeswehr der Fall. Frauen sollen Soldatinnen werden wollen. Weil sie es aber offensichtlich doch nicht so sehr wollen, wie man will, trat – ich glaube Anfang 2005 - ein Gesetz in Kraft, das sich wieder einmal mit dem Zusatz "Gleichberechtigung" oder "Gleichstellung" in seinem Namen schmückte, das ich aber "Soldatinnenbesserstellungsgesetz" nenne. Das sieht eine Anzahl von Offizierinnen in der Armee vor, die prozentual ein Vielfaches des tatsächlichen Anteils der Soldatinnen ausmacht.

GQ.com "Frauen werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt eingestellt" - wie es in den Stellenausschreibungen heißt ...

Der Maskulist Vor allem auch bevorzugt befördert! Ja, die Frauen sollen dadurch angelockt werden, dass ihnen Vorteile auf Kosten des anderen Geschlechts in Aussicht gestellt werden. Das nenne ich den Versuch einer Umerziehung. Und zu diesem Ziel nimmt der Rechtsstaat sogar Diskriminierung der Männer in Kauf. Die zweite gleich in diesem Ressort, eine erste ist ja bereits die einseitige Wehrpflicht! Ich sehe hierin eine rechtsethische Verwegenheit, milde gesagt, verursacht durch geschlechterpolitische Maßnahmen.

GQ.com Worauf führen Sie diese Entwicklungen zurück?

Der Maskulist Das wäre eine lange Geschichte, die mit den kulturpolitischen Umwälzungen der Nachkriegszeit zusammenhinge. Außerdem mit doktrinären Ideologien, die in der Begradigung der Geschlechter eine Art anthropologischer Vervollkommnung sehen. Ursprung dieser Tendenzen waren materialistische Ansichten, die in einer gleichmäßigen Neuaufteilung der materiellen Ressourcen und der Aufgabenbereiche das Mittel entdeckt zu haben glaubten, um die Menschheit zu ihren Gunsten hin umzuplanen. Die Anwendung dieser Methode auf die Geschlechter kam später, nämlich erst mit dem Ausbruch jener Jugendrevolten, die sich in den berühmten Achtundsechzigern auch gegen die Väter, die "Patriarchen", richteten. Die Konservativen sprangen auf diesen Zug während der Kohl-Ära auf. Die Medien besaßen inzwischen eine entscheidende Macht. Und sie waren nahezu allesamt pro-feministisch.

GQ.com Sie spielen auf die weit verbreitete Überzeugung an, nach der Mann und Frau nicht von Geburt an unterschiedlich sind, sondern erst nach bestimmten gesellschaftlichen Normen "konstruiert" werden. Was macht Sie so sicher, dass die so genannte Gender-Theorie nicht stimmt?

Der Maskulist An sich meine Erfahrung mit den Geschlechtern. Weil das aber natürlich als subjektiv abgewertet werden kann, füge ich hinzu: vor allem die gezielte Einseitigkeit der politischen Anwendung des Genderismus. Wenn nämlich das Geschlecht ein bloß leicht zu verlernendes "Konstrukt" wäre, dann fehlten mir die Damen nicht vor allem auf den Etagen der Macht, sondern auch in den Bautrupps, die diese Etagen erst einmal hochziehen müssen, in brennenden Panzern bei der Befreiung ihrer unterdrückten Schwestern aus "patriarchalischen" Fesseln, im Straßen-, Schienen- und Städtebau, in der Hochseefischerei, beim Löschen brennender Reaktoren oder stürzender Wolkenkratzer, und da der öffentliche Dienst sie vorzugsweise zu beschäftigen scheint, auch ruhig mal beim Straßenkehren (jahrtausendelange Übung angeblich vorhanden).

Ach ja, auch endlich in ihrer Beteiligung beim Anmelden von Patenten. Patente "Alphamädchen", die sie jetzt sind! Ich las dieser Tage im Forum von MANNdat über eine besorgte Mitteilung der Frauenministerin, wonach dies in bloß drei Prozent aller angemeldeten Patente der Fall ist. Und schon winkte das nächste teure Gender-Mainstreaming-Projekt zur Abmilderung dieses Umstands am Horizont. Als ziemlich kostspielige "Alphas" könnten einem diese Mädchen langsam vorkommen – finden Sie nicht?

Da lobe ich mir die Jungen, die ohne Pracht, Prunk und Mediengetöse alljährlich vor der hohen Politik stehen, um nahezu alle Preise für jugendliche Kreativität und Erfindungsgeschick in wohltuender Selbstverständlichkeit verliehen zu bekommen. Ist Ihnen schon mal das Geschlechterverhältnis bei solchen Veranstaltungen aufgefallen? Und haben Sie sich schon mal gefragt, wie es zugleich sein kann, dass Mädchen die Zukunft und Jungen das Versagen zugesprochen bekommen? Könnte sich hier nicht ein kultureller Defekt andeuten? Solches scheint mir die Gender-Theorie zu sein.

GQ.com Wie kam es zu Ihrem Engagement für die Männer? Gab es ein Schlüsselerlebnis?

Der Maskulist Wohl kein bestimmtes. Eher eine sich allmählich vollziehende Verdichtung suspekter Beobachtungen. Sicher mutete es etwas albern an, als ich mir – irgendwann in den Achtzigern – um eine damalige Freundin zu überraschen, spontan vornahm, sie in der Veranstaltung in der Frankfurter Alten Oper aufzusuchen, in der ich sie wusste, um dann mit ihr gemeinsam noch etwas zu unternehmen, mir aber der Eintritt verweigert wurde – es war eine Frauenveranstaltung. Doch ich erinnere mich gut, dass mich das überhaupt nicht berührt hatte. Ich fand es lediglich etwas schrullig. Der Leseabend einer Frauenkrimi-Autorin im Hause des S. Fischer-Verlags ein Jahrzehnt später berührte mich bereits schon etwas mehr.

Es begannen mich Buch- und Artikeltitel zu interessieren, aus denen oft eine verächtliche Männerfeindlichkeit träufelte. Vielleicht war ich zu jener Zeit besonders empfänglich für solche Beobachtungen. Mein Leben begann sich aus dem Sog linksalternativer Kultur- sprich Kneipenkreise zu lösen, und der Wunsch nach Form statt der dort definierten "Freiheit" wuchs. Mit ihm auch die Bereitschaft, die Hinterlassenschaften jener Epoche in der Gesellschaft unter die Lupe zu nehmen. Ich wußte, dass ich etwas zu vermelden hatte, weil ich Zusammenhänge sah, die nirgends im gesellschaftlichen Disput auftraten. Mich mit Leserbriefen zu vermitteln scheiterte, sie wurden nie beachtet. So ging ich ins Internet.

GQ.com ... und wurden "Der Maskulist" ...

Der Maskulist Ja, "Maskulist" bot mir ein griffiges Wort, um kurzerhand Antifeminismus zu signalisieren. Es war ein formal-parodistischer Einfall. Andere machen sich heute mehr Gedanken über dieses Wort. Dafür ist dies oft alles, was sie in Sachen Männerpolitik machen. Auf meiner Homepage definiere ich einen der Hauptunterschiede meines Maskulismus zum Feminismus so: "Der Maskulismus erhebt keine Anklage gegen das andere Geschlecht, sondern gegen eine aufgesetzte Ideologie und den im Zuge ihrer Anwendung entstandenen realen Staatsfeminismus. So beeinträchtigt sein Protest nicht das Verhältnis der Geschlechter; er belastet das andere Geschlecht nicht mit Vorwurf, er schürt nicht Haß oder Ablehnung gegen dieses. Die Geschlechter bleiben im Maskulismus – anders als im Feminismus – in komplementärer und kompatibler emotionaler, kultureller und produktiver Aufeinanderbezogenheit." Ich denke, das ist wesentlich.

GQ.com Was könnte man Ihrer Meinung nach tun, damit das Verhältnis zwischen den Geschlechtern wieder ein besseres wird?

Der Maskulist Beide Geschlechter müssen begreifen, dass es sie zum einen als parallel lebende Kollektive gibt, zum anderen als vereinzelte Individuen. Die Unterschiede und Gleichheiten drücken sich auf der individuellen Ebene viel variabler aus, als es auf der kollektiven der Fall ist: Eine einzelne Frau, die selbst größer als manche Männer ist, liefert eben weder den Beleg dafür, dass Frauen größer als Männer sind, noch den dafür, dass es politisch erstrebenswert wäre, einer soziologistisch verordneten Prozentzahl von Frauen zu einer willkürlich festgelegten Größe verhelfen zu müssen. Von ähnlichen Zielen aber wimmelt es geradezu in der sog. Geschlechterpolitik, die sich ja längst die Anmaßung zu eigen machte, sich "Gleichstellungspolitik" zu nennen.

Ihre destruktiven, marktschreierisch ausgerufenen Zielsetzungen generieren seit Jahrzehnten in der Gesellschaft die Botschaft, die Welt sei nicht in Ordnung, solange nicht vierzig oder wie viel Prozent Frauen hier oder dort säßen. Ständig werden in Medien einzelne weibliche Vertreter präsentiert, die, seien sie in ihrem individuellen Fall Erbinnen von Verlagen, bevorzugt eingestellte Fernsehmoderatorinnen, quotierte Politikerinnen oder auch mal tatsächlich erfolgreiche Unternehmerinnen, zu Ikonen stilisiert, ein gesellschaftliches Soll unterstellen, das es zu erreichen gelte.

Es sagt doch niemand, dass eine Frau sich nicht auch auf dem Rasen bewegen und gemäß bekannter Fußballregeln pfeifen kann. Aber warum soll die fragende Vernunft untersagt sein, die den Ehrgeiz irgendwelcher Altherren der Fußballpolitik, ihre politisch korrekte Pflichtigkeit mit der Einstellung einer Schiedsrichterin getan zu haben, anhand weiterer Erwägungen prüft? Zum Beispiel Erwägungen, die einen etwaigen teuren Umbau sanitärer Einrichtungen beträfen. Oder aber den rabiaten Abbruch mit originären Formen einer bewährten Tradition zugunsten einer politisch diktierten Symbolpräsenz. Es sagt auch niemand, dass nicht auch Frauen ein Flugzeug steuern könnten. Aber wer würde es auf sich nehmen, hier, wo ein Desaster schmerzlich spürbar wäre, eine Quote festzulegen?

Frauen und Männer sollten also damit leben, dass das andere Geschlecht gebietsweise Vorsprünge haben wird. Wer dafür Demut braucht, soll sie üben. Und die Politik sollte sich da heraus halten!

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GQ.COM, "Kleine Männchen? - Der Maskulist im Interview"