Man wollte wegschauen, sich einreden, die eigene, übersensible Wahrnehmung sei es; sie spiele einem einen Streich. Doch die... ... eigene Wahrnehmung behielt recht, das war irgendwann nicht mehr zu leugnen.


Bereits der Umgang des Feminismus mit der Sprache hätte genügt,um sein Unwesen zu belegen. Doch wenige merkten auf.
Der Widerspruch, einerseits die Frau ermächtigen zu wollen, aber andererseits alle Verantwortung auf den Mann zu delegieren, bringt die bigotte Haltung des Feminismus bestens zum Ausdruck. ...... Übrigens eine sehr weibliche Haltung, die zwar von den Herren der Schöpfung zu allen Zeiten als List erkannt, dennoch toleriert oder (je nach Zeitalter) von ihnen sogar bis zur Selbstaufgabe kultiviert wurde.

Verblüffend dabei: Je 'patriarchaler' die Welt wurde, desto mehr Geltung erhielt die Mystifizierung des weiblichen Trickreichtums und der Frau selbst. – Eine zügige Umschau in Vergangenheiten.

Weil die Versuche einer Ermächtigung der Frau versagen, schlägt der Prozeß in ein Reduzieren des Mannes um. Die so eingeleitete Herabwürdigung des Maskulinen ereichte bereits den ethisch-anthropologischen Bereich. Tatort: die universitären...... Bildungsstätten. Dieser Vorstoß unterstützt und inspiriert die politischen Maßnamen, die bewirken sollen, daß 'Zukunft weiblich' wird. Totalitäre Mechanismen der Art Gender-Mainstreaming werden teuer installiert. Da Zukunft aber – wie unsere technisierte Gegenwart zeigt – aus der Mitte des Maskulinen heraus entsteht, gelingt solches wahnhafte Vorhaben der Feministen nicht.

Was aber dabei geschieht, ist ein Angriff auf die betroffenen Systeme und zwar einer, dessen Wesen weniger dem eines Aktes, sondern eher dem einer Infektion oder Vergiftung gleicht. Vergiftung der rechtsethischen Ordnung und Pervertierung des Leistungsapparates.

Indessen scheinen Frauen (sehr zum Ärger der angeheuerten Alphaweibchen des Feminismus) wenig von dem zu halten, was die Ideologie ihrer Ermächtigung gern aus ihnen machen will.

Haß auf die Männer weist in der Gegenwartskultur die unterschiedlichsten Ausdrucksformen auf. Seine ersten grellen Blüten trieb er auf den Gefilden der radikalisierten Weiblichkeit – insbesondere Amerikas. Wir befassen uns in den hiesigen Beiträgen zunächst mit der Psychologie dieser...... geistigen Töchterschaft Valerie Solanas, und was wir feststellen, kann überraschen, denn es ist Liebe! Es ist nicht die Bitterkeit erlebter Unterdrückung, sondern die Liebe zum Maskulinen, die eine 'richtige' Emanze zu dem macht, was sie ist. Es ist verwehrte Identität, die sich am Ende mit krankhafter Vehemenz gegen das wendet, was sie nicht sein darf, es ist "Revolte gegen die eigene Selbstverachtung".

Der in der Gesellschaft vorhandene - hier "öffentlich" genannte - Männerhaß, wie er sich etwa in den Erzeugnissen von Unterhaltung oder populärer Wissenschaft niederschlägt, ist nicht eine Übertragung des feministischen Hasses auf die Gesellschaft, sondern er ist auf eigener Basis entstanden. In unserer...... Absicht, diese Basis zu benennen, fahren wir in diesen Beiträgen damit fort, die Wege im politischen und kulturellen Leben zu beschreiben, auf denen sich der Männerhaß entfalten konnte, und die Strukturen im öffentlichen Denken und Empfinden zu analysieren, die ihm scheinbare Legitimität verleihen.

Endphase des Feminismus geht mit seiner Anthropologie einher, denn hier, bei der Erstellung eines Menschenbildes, erwirkt jede tendenziös konstruierte Ideologie ihr Scheitern. Das 'Gender'-Konstrukt, das sich anmaßt, die Geschlechterwirklichkeit ein Konstrukt zu nennen, braucht nun sein Menschenbild: Es wird aus...... dunkelster Vergangenheit geholt und erst in ferner Zukunft 'verwirklicht'. Dieses Meiden der Wirklichkeit, welche nur in der Gegenwart stattfindet; heute in einer Gegenwart, die durch die Errungenschaften der neueren Biologie, Neurologie und Humangenetik das Wesen der Geschlechter wie noch nie zuvor in der Sprache westlicher Intellektualität definierte, ist unerläßlich, um der Mär des Feminismus von einem geschlechtsneutralen Menschen, der sich erst in der Kultur einem konzipierten Zwang der Geschlechtlichkeit unterwerfen mußte, Raum zu gewähren.

Was aber war in der archaischen Vergangenheit? Wie wurden die Geschlechter erlebt und welcher elementaren Symbolik war ihre dualistische Präsenz unterworfen?

Welche - aus unterschiedlichen Lagen und Funktionen herleitenden - Analogien bestimmten das existentielle Verhältnis der Geschlechter zueinander, als der Mensch sein junges Ich erst aus der Materie schälte? Welche evolutionäre Zwischenstadien nennt heute der Feminist 'Matriarchate' und wie lassen sich diese Epochen seiner Begrifflichkeit entreißen? - Aufsätze für gern Philosophierende.

"Eine ähnlich lautende Kritik wie Ihre hat uns bislang nicht erreicht."

Vielleicht enthält obige Bemerkung aus einer Antwort der ARD im Jahr...... 1999 den Grund, warum diese Briefe etwas Besonderes in ihrem dokumentarischen Charakter sind: Ihre Entstehung geht auf eine Zeit zurück, in der man einen Protest der Männer nicht kannte.

Die ARD wurde in einem dieser Briefe wegen ihres Unterhaltungsprogramms "Nur ein toter Mann ist ein guter Mann" des Sexismus bezichtigt.

Viele Briefe wurden seither geschrieben und gesendet, die hier nicht archiviert sind. Besser aber noch ist, daß viele, sehr viele Briefeschreiber hinzu kamen; eine kleine 'Männerbewegung' wuchs unlängst heran, die heute mehr tut als Briefe schreiben, und die von den Medien (den ersten Adressaten der frühen Zeit) nicht mehr ignoriert werden kann.

Als Dokumentation also von Anfängen sind diese Briefe hier zu verstehen. Und ab und an, wenn wieder einer entsteht, der besonders tragende Ziele und Inhalte enthält, wird er hinzugestellt.

Die Lila Kröte ist eine negative Auszeichnung für besonders akzentuierte Männerfeindlichkeit in Wort oder Tat; für ein Verhalten von Personen und Einrichtungen, welches Männer oder Jungen...... diskriminiert, ihr Ansehen angreift, ihre Rechte und Chancen in der Gesellschaft hintan oder in Frage stellt und die Relevanz ihres Protestes gegen die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte leugnet.

Die Lila Kröte wird als Urkunde mit Wasserzeichen vergeben und relevanterweise an Menschen, die sie im übertragenen Sinn bereits geschluckt haben. Eine Lila Kröte geschluckt zu haben bedeutet, den Klischees erlegen zu sein, die Mann und Frau in Parallele zum Täter und Opfer, Gewalttätigen und Friedfertigen, Bösen und Guten, höheren und niederen Menschen, Verzichtbaren und Förderungswürdigen stellen.

Die Lila Kröte wird periodisch vergeben und berücksichtigt bei der Auswahl des Empfängers die Ereignisse der letzten zwölf Monate.


... indem die hier gezeigte Werbung mit manischer Beharrlichkeit gegen Wesen und Würde des Maskulinen wütet, offenbart sie ein in der Werbebranche etabliertes Bild weiblicher Innerlichkeit, das die Frau als einen seelischen...... Krüppel zeigt, dessen eigene Würde ihm selbst so irreal erscheint, daß nur die Entwürdigung des Anderen als Ausgleich in Frage kommt...


Sie können hier die archivierten Jahrgänge der Übersichtseite bis zu deren Entstehung im Jahr 2005 zurückverfolgen.










    Seit November 2014 online:

                     Geistsein.de

"Ungeist" ist kein schönes Wort. Mit diesem Wort ist hier ein Geist gemeint, der sich selbst leugnet, ein Denken, das sich davon abhält, zu freien Urteilen zu gelangen, um vorgefertigten zu dienen. Solches Denken ist kein natürlich menschliches Verhalten, setzt sich aber immer dann durch, wenn es gezielten Interessen Erfolg verspricht oder wenn es für die Anhänger einer Weltanschauung den Konsens schaffen soll, der sie zusammenhält und so ihre Zugehörigkeit manifestiert. Es ist vielleicht das Gefährlichste an Ideologien, daß sie allesamt vermeinen, ihre Ziele seien heilig genug als Zweck, um noch das Heiligste am Menschen als Mittel mißbrauchen zu dürfen: das Denken.

Wie Ungeist funktioniert, wie er sich Begriffe schafft und sie an seinen Zwecken ausrichtet, wird hier nicht direkt erläutert (siehe hierzu unter "Begriffe"), sondern an Beispielen gezeigt werden. Diese Beispiele sind Briefe an Adressaten, die feministische Gedanken hegen oder feministische Intentionen befürworten und fördern.

Diese Briefe haben alle gemeinsam, daß sie Fragen stellen, die geeignet sind, die Widersprüche aufzuzeigen, die feministische Willkür im Denken hervorruft, Widersprüche, deren Aufdeckung befreiend wäre, deren Verdrängung und Tabuisierung aber nicht anders vonstatten gehen kann als durch feigen Verzicht auf weiteres Nachdenken; eine Unterlassung, der man wenig Achtung schenken kann und die in diesen Briefen deswegen häufig mit der gehörigen Portion Ironie quittiert wird.
11.07.2005

Grund der Nominierung

A

ARTE bekommt die zweite Lila Kröte, im Juli 2005

RTE, der 'Kulturkanal' französisch-deutscher Initiative zog einst aus, um den "Maskulismus" auszuhebeln. Ausgehebelt werden sollte er, weil der Feminismus, den Maskulisten bekanntlich kritisieren, sich niemals habe etwas zuschulden kommen lassen, und so alle Kritik gegen ihn nichts weiter als bloßer Vorwand sei, um "reaktionärste Positionen" zu mobilisieren: zugunsten des 'Patriarchats' versteht sich.

Grobgestrickt will so etwas sein, so auch der Themenabend in ARTE, am 22. März 2005, dessen Themenaufbau gleich einem Protokoll auf der Webseite des Senders zu finden ist.1 Grob im Stil, da ARTE nicht einmal das taktisch unabkömmliche Minimal-Zugeständnis an die Adressaten seines Angriffes bewilligte, sondern wie ein erbostes Kind loszog um blindlings zu verwerfen und zu diffamieren. Grob in der selektiven Auswahl der 'Experten', die ausschließlich aus Pro-Vertretern der Thesen des Senders bestand. Grob dann auch im Inhalt, wo zu aller interpretatorischen Willkür der Argumentation sich noch eine denkerische Fahrigkeit der Art des folgenden Beispiels breit machte:

Für Maskulisten, lesen wir im ARTE-Beitrag "Maskulismus – Die politischen Ziele der Bewegung", sei "die Gleichheit der Geschlechter... heute eine ausgemachte Sache." Etwas weiter, im nächsten Absatz, glaubt ARTE den Maskulisten einen Widerspruch anhängen zu können: "Sodann gebe es die Gleichberechtigung der Geschlechter eigentlich nicht – aber an derartigen Widersprüchen hält sich niemand auf. Und so seien die zwei Geschlechter zueinander komplementär. Die hormonalen und physischen Unterschiede müssen sich zwangsläufig auf die geistigen und sozialen Handlungsmuster und –kompetenzen auswirken."2

Wir halten uns doch hier auf. Aber nicht weil uns die Maskulisten einen Widerspruch geliefert haben, wie ARTE gern möchte, sondern weil die Autorenschaft eines prominenten Senders und selbsternannten Kulturkanals nicht in der Lage gewesen zu sein scheint, zwei völlig unterschiedliche Inhalte wie "Gleichheit" und "Gleichberechtigung" auseinanderzuhalten. Denn:

Wenn Maskulisten die Geschlechter als komplementär ansehen, als unterschiedlich also und sich gegenseitig ergänzend, dann spricht dies nicht das rechtliche Verhältnis der Geschlechter an, sondern ihre physische, mentale und seelische Beschaffenheit. Somit würden Maskulisten nach über drei Jahrzehnten Frauenpolitik die Gleichberechtigung als "eine ausgemachte Sache" ansehen, während sie, die Maskulisten, dem Dogma einer natürlichen Gleichheit der Geschlechter skeptisch gegenüber stünden. Das ist kein Widerspruch, an dem man sich aufhalten sollte, sondern deutliche Übereinstimmung.

Zudem unterläuft ARTE in den wenigen eben angeführten Sätzen ein weiteres Mißgeschick. Denn nicht allein Maskulisten wären der Ansicht, daß "die hormonalen und physischen Unterschiede... sich zwangsläufig auf die geistigen und sozialen Handlungsmuster und –kompetenzen auswirken", sondern und vor allem jene Feministen, die Frauen als ewiglich unterdrückte Opfer und Männer als deren komplementäre Täter hinstellen.

Es ist gut, daß ARTE bereits bei den Grundbegriffen dieser Thematik derart verfehlt; gut um zu erkennen, daß ARTE mit diesen Ausführungen auf seiner Homepage (zum Themenabend vom 22. März 2005) alles andere als Differenzierung, geschweige denn Aufklärung beabsichtigte. ARTE zog mit allen Bandagen eines korrumpierten Journalismus gegen all jene Männer, die erst anfänglich - vor allem als Väterorganisationen oder als noch auf Kindesbeinen aufstrebende Initiativen - versuchen, ein Organ zu bilden, das ihren berechtigten Einwänden gegen den etablierten Apparat der westlichen Staatsfeminismen eine erste Stimme verleihen soll. Oder wie es der 'Väter-Aufbruch für Kinder' in einem offenen Brief an den Sender ausdrückte: "Der Duktus Ihrer Sendung war höchst tendenziös, weil er nämlich darauf hinauslief, den Grundsatz des gemeinsamen Sorgerechts zu torpedieren, indem Extremfälle gezeigt wurden, die (wieder einmal) Männer pauschal zu Tätern stempeln und Frauen als hilflose Opfer darstellen."3

Der Verleihung der 2. Lila Kröte an ARTE wurde der folgende Begleitbrief beigefügt.


Das Begleitschreiben an Arte
 

Sehr geehrtes Team Ihres Kulturkanals,

die Gleichberechtigung, die sich der Feminismus auf sein Banner schrieb, stellte sich längst als bloßer Vorwand heraus, um das Gegenteil zu erreichen, nämlich eine geschlechterspezifische Anpassung der Rechtssysteme zugunsten der Frau. Das ergab sich als notwendig, weil die Gleichberechtigung von Mann und Frau nicht genügt, um auch die Gleichstellung der Geschlechter durchzusetzen, sondern letztere ist nur durch eine reale, politisch gelenkte Angleichung möglich, die, wo sie gegen unterschiedliche physische und existentielle Voraussetzungen von Mann und Frau wirken muß, enorme Zwangsmechanismen erfordert.

Da nun die feministischen Staaten solche Gleichstellung zur eminenten Frage des sozialen Rechts erhoben, ergab sich in deren Gesellschaften durch die Prämisse, den Mann so lange zu behindern (positive Diskriminierung) und die Frau so lange zu fördern, bis beide auf ausdrücklich allen Gesellschafts- und Lebensgebieten spiegelbildlich gleiche Positionen eingenommen haben würden, ein ethisches Problem. Zumal dabei wie selbstverständlich nur von der Aufteilung des Himmels die Rede war. Die Hölle wurde gern ausgelassen; niemand fragt, warum von den getöteten amerikanischen Soldaten im Irak nur ca. 2,5% Frauen sind, während der Frauenanteil dieser Armee immerhin 15% beträgt, und das mit überproportionalen Aufstiegschancen für Frauen.

Förder- und Schutzmaßnahmen gehen in den skurrilen Programmen der Frauenpolitik Hand in Hand; die Karte der Geschlechtergleichheit wird gezogen, um Frauen in 'Männerdomänen' zu befördern, die Karte der Ungleichheit, um ihnen in diesen Domänen besondere Rechte und Schutzmaßnahmen zu gewähren. Gerechtfertigt wird solches durch das Recht auf Wiedergutmachung einer angeblichen jahrtausendelangen Unterdrückung, von der die Frau allein betroffen gewesen sein soll.

Selten galt für die privilegierte Klientel eines politischen Systems so viel Bonus!

Unter diesen Bedingungen muß also recht viel Interessantes geschehen sein in den letzten Jahrzehnten. Können wir wirklich alle, die nun beginnen, Unausgewogenheiten wahrzunehmen und zu benennen, als Reaktionäre hinstellen, die Frauen ihre Freiheit nicht gönnen oder Frauen beherrschen wollen?

Wenden wir uns also erst einmal den Zuständen zu, die von den Maskulisten sehr zum Leid des Kulturkanals angezeigt werden:

Es ist ein Jahrzehnt vergangen, seit es der Politik definitiv auffiel, daß Jungen in der Bildung schlechter abschneiden, d.h. schlechtere Noten bekommen und negativen Auffälligkeiten unterliegen. Diese Feststellung aber erregte nicht Besorgnis um die Jungen, sondern diente seither als Argument dafür, daß Frauen bessere Positionen in Wirtschaft und Wissenschaft verdienten als sie bekamen. Doch aufgepaßt: Auch in diesem Jahr vergaben der Bundespräsident und die Bildungsministerin die Auszeichnungen zum 40. Bundesfinale des Wettbewerbs 'Jugend forscht' an höchstvorwiegend männliche Teilnehmer des Wettbewerbs (15:1 bei 39% weiblicher Teilnehmerschaft!) und ergossen sich dabei in Lobeshymnen über die aufgezeigte "Originalität und Qualität" der Forschungsarbeiten. Fragen wir uns also:

Wie kann eine solche Diskrepanz bestehen zwischen der realen Leistung von Originalität und Qualität und dem, was staatliche Schulen als solche benoten? Oder wird heute in Schulen keine kreative Leistung honoriert, sondern eine Vorgabe befolgt, die mehr eine geschlechterideologische Umgestaltung der Gesellschaft als eine Optimierung der Bildung anstrebt? Kann hier der Grund liegen, warum Mädchen und junge Frauen besser abschneiden und sich reibungsloser entfalten können?

Wie war es gemeint, als die Ministerin für Jugend im Jahr 2002 in ihrer Mitteilung zur 14. Shell-Studie zwar konstatierte, daß "Mädchen und junge Frauen... im Bereich der Schulbildung die Jungen überholt" hätten, dies aber als Bestätigung einer Gleichstellungspolitik interpretierte? Meinte sie vielleicht die Bestätigung einer zwanghaften Überholpolitik zu Gunsten der jungen Frauen? Warum spiegelt sich solche Überholung in der schulischen Benotung wider, nicht aber in der außerschulischen kreativen Wettbewerbspraxis? Hat eine Zwangsideologie mit ihren Programmen und Maßnahmen das Schulsystem verfremdet?

Wenn Politikerinnen in Talkshows davon schwadronieren, daß Mädchen aufgrund ihres vermeintlich dickeren Hirnbalkens besser lernten, wo bleibt dann der Gedanke an eine spezielle Förderung der somit schlechter ausgestatteten Jungen?

Warum lassen die Mitteilungen öffentlichrechtlicher Anstalten, aber auch die der deutschen Regierung und sogar der Europäischen Union die Kompetenzdefizite der Jungen in der Schule aus, während im OECD-Bericht des Jahres 2003 und schon zuvor im PISA-Bericht die Dringlichkeit dieses Problemfeldes betont wurde? Ist es, damit die Notwendigkeit einer Jungenförderung verschwiegen wird, weil sie nicht in das politische Programm paßt?

Dies sind nur einige die geschlechterbezogene Bildungspolitik angehende Fragen. Setzt man sich mit ihnen auseinander, ergeben sich flugs weitere. Doch die obigen sollen genügen um zu zeigen, daß sie keine Fragen sind, die sich eigneten, um den Fragestellern "reaktionärste Positionen" vorzuwerfen. Denn reaktionär ist, solche Fragen zu unterbinden.

Wir fahren also, indem wir weitere Gebiete heranziehen, fragend fort:

Wie sollen wir annehmen, daß eine Gesetzgebung, die in den letzten Jahrzehnten die Vaterschaft zu rein symbolisch-administrativem Merkmal entwertete, Mutterschaft aber – trotz fragwürdiger Gender-Mainstreaming-Beteuerungen - weiterhin nach archaisch biologischen Bezügen definiert, nicht Benachteiligungen von Vätern herstellte?

Warum haben sich seit 1977, dem Jahr der Abschaffung des Schuldprinzips, die Scheidungen verdoppelt und werden seither zunehmend vorwiegend von Frauen beantragt, wenn nicht deswegen, weil die darauffolgenden, rasant gewachsenen Gesetzesinitiativen zugunsten der Frauen gewesen sind? Glauben Sie, eine platte Manipulation mit zurechtgelegten Einzelfällen genügt, um über den Wirkungsgrad globaler und festumrissener Veränderungen hinwegzutäuschen?

Wenn 80% der 3 Millionen Alleinerziehender Mütter sind, wenn (wie der 'Väter-Aufbruch' Ihnen schrieb) 1,5 Millionen Minderjähriger ohne Kontakt zu ihrem Vater stehen, empfiehlt es sich nicht von selbst anzunehmen, daß es Väter geben muß, denen Unrecht geschieht und Kinder, denen der Vater entzogen wird?

In welchem 'Patriarchat' zieht eine Ministerin aus, um, wie es Frau Zypries zur Jahreswende brachte, ohne zu zögern Männern den Zugang zu Vaterschaftstests zu verunmöglichen?

Mit Inkrafttreten des sog. Gewaltschutzgesetzes (der gewalttätige Partner wird des Hauses verwiesen) im Jahr 2002 wurden in der Anwendung elementare Grundrechte des Rechtsstaates - wie das der Unschuldsvermutung oder das Recht der freien Verfügung über das eigene Eigentum - außer Kraft gesetzt. In der Vorfelddiskussion über Gewalt wurde weibliche Gewalt ausgeblendet. Dabei hielt man sich an feministische Dogmen, die Familie als einen kriminellen Ort diffamierten. Um zu behaupten, daß jede dritte Frau Gewalt in der Ehe erfährt, wurde der Gewaltbegriff so frei interpretiert, daß das gleiche Ausmaß an Gewalterfahrung auch für Männer gelten müßte. Zur Erhärtung des Klischees über den gewalttätigen Mann dienten Kriminalstatistiken und Polizeiberichte, obwohl bekannt ist, daß Gewalt von Frauen gegen Männer zu selten angezeigt wird, um in solchen Statistiken präsent zu sein. Frauengewalt wird nur in Studien sichtbar wie in der des Kriminologischen Forschungsinstituts von Niedersachsen, die im Jahr 1992 ermittelte, daß sich Gewalt gegen Männer nur geringfügig in ihrem Ausmaß von der gegen Frauen unterscheidet, und daß bei beiden Geschlechtern die erfahrene Gewalt zu 70% vom Partner und nicht von anderen Personen des häuslichen Umfelds ausgeht. Weit über hundert weitere Untersuchungen weltweit bestätigten dieses Ergebnis, in manchen, wie in der an der Universität Bremen geführten, zeigte sich sogar bei Frauen eine höhere Bereitschaft zur Gewalt in der Scheidungsphase.

Doch anstatt Männer zu ermuntern, weibliche Gewalt anzuzeigen; anstatt ihnen zu vermitteln, daß das Gesetz auch für sie gilt, veranstalteten die Gesetzesmacherinnen in dieser Zeit Aktionen 'gegen Gewalt gegen Frauen' und warben für das Gesetz mit dem Satz: "Der Schläger geht, die Geschlagene bleibt"! Und das weiter Entblößende: Gewalt gegen Kinder, gegen die Schwächsten also im häuslichen Bereich, wurde aus dem Gesetzesumfang ausgenommen, um zu vermeiden, daß so das Gesetz weitgehend auch gegen Frauen angewandt werden könnte, die ja sogar mehr Gewalt gegen Kinder ausüben als Männer. So präzis werden Frauengesetze vom Feminismus diktiert!

Interessant ist noch der Einblick in die polizeiliche Praxis: In den Berichten über die des Hauses verwiesenen Männer und Frauen spiegelt sich häufig keineswegs auch das Verhältnis wider, in welchem sich die Gewalt unter den beiden Geschlechtern aufteilt. Die Vollstrecker des Gesetzes scheinen wohl verstanden zu haben, gegen welches Geschlecht das Gesetz gelten soll.

Zum Thema Gesundheit fragen wir, warum in diesem Land 19 Gesundheitszentren für Frauen existieren und Frauengesundheitsberichte erstellt werden, für Männer aber, die in der Regel ein kürzeres Leben zu erwarten haben und stärkerer Mortalität bei verschiedenen Erkrankungen unterliegen, weder Zentren noch Berichte je notwendig erschienen. Und wie es kam, daß trotz der genannten kürzeren Lebenserwartung Männer eine längere Lebensarbeitszeit zu fristen haben.

Ihr Vorschlag, Hausarbeiten wie das Fensterputzen als Grund für eine bessere Gesundheit der Frauen anzusehen, ist fast wieder sympathisch in seiner Treuherzigkeit. Wäre dies aber so, müßten Arbeiter länger als Akademiker leben, was verschiedenen Studien wie etwa der des Bremer Zentrums für Sozialpolitik widerspräche.

Am deutlichsten erkennen Sie die unterschiedliche geschlechterspezifische Interessenvertretung in der Gesundheitspolitik anhand der Gewährung gesetzlich festgelegter vorsorglicher Früherkennungsuntersuchungen: "Die gesetzliche Hautkrebs-Früherkennung beginnt bei Frauen mit dem 30., bei Männern aber erst mit dem 45. Lebensjahr, obwohl es in dieser Altersgruppe... bei Männern etwa 50% mehr Hautkrebsneuerkrankungen als bei Frauen gibt", ist auf den Seiten einer Männergruppe zu lesen, dort auch die Petition, mit der diese Männer vergeblich beim Deutschen Bundestag die Aufhebung der skandalösen Ungleichbehandlung durchzusetzen versuchten.4

Die Zwangsverpflichtung junger Männer zu Diensten, die im Ernstfall schon millionenfach das Hingeben des eigenen Lebens forderte, war schon immer eine Benachteiligung der Männer. Seit aber auch Frauen in Armeen eintreten "dürfen, wenn sie es wollen", und dies sarkastisch ein Schritt zur Gleichberechtigung genannt wird, ist die spezielle Wehrpflicht für Männer eine moderne geschlechterspezifische Roheit.

Wie rigoros diese auf allen Ebenen gebilligt wird, wurde bei den einschlägigen Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofes klar: In seinem Urteil über die EU-Ländergesetze, die Frauen den Eintritt in die Armee verwehrten, entschied der EuGH, daß hier gegen die Gleichstellungsrichtlinie der EU verstoßen wird, weil die Auswirkungen dieser Gesetze die beruflichen Chancen der Frauen reduzieren könnten. In seinem späteren Urteil über die Gesetze in EU-Ländern, die eine Wehpflicht für Männer vorsehen, entschied der EuGH, daß hier nicht gegen die Gleichstellungsrichtlinie der EU verstoßen wird, weil die beruflichen Nachteile, die Männer aufgrund des durch den Zwangsdienst verzögerten Einstiegs in das Berufsleben auf sich nehmen müssen, nicht direkt von den Wehrpflichtgesetzen verursacht würden, sondern lediglich Auswirkungen dieser seien. Eine unfaßbare Darbietung abgefeimter Begriffsakrobatik!

Roh wurde hier diese Beliebigkeit genannt, nicht nur weil Frauen, aufgrund natürlicher Unterschiede und daraus resultierender besonderer Schutz- und Fördermaßnahmen ihre Offizierinnenkarriere am Ende buchstäblich auf den Leichen der Männer aufbauen dürfen und dies ohne Skrupel auch annehmen, wie das amerikanische Irak-Beispiel zu Beginn zeigte. Auch in der Friedenssituation stellt die einseitige Zwangsinstrumentalisierung der Männer für die Armee oder sonstige Dienste einen Einschnitt in ihren Grundrechten dar, der aus den zwei Geschlechtern zwei ethische Klassen macht. Die Frau als autonomes Individuum, der Mann als verfügbares Eigentum des Kollektiven; das ist unterschiedliche Zuweisung von Würde.

Und so sind wir an ein letztes Thema gelangt. Auf den Punkt ist es im Parteiprogramm der Grünen (2002) gebracht, wo es heißt: "Die Würde der Frau ist unantastbar"! Die Würde des Mannes in den feministischen Systemen dagegen wird als Geisel verstanden, welche, solange Frust in feministischen Herzen wohnt (und aufgrund der Wirklichkeitsferne feministischer Zielsetzungen wird Frust dort endgültig wohnhaft bleiben), nach Belieben geschändet werden kann.

Die Exzesse (ich nehme hier doch einmal Ihr Wort) in Unterhaltung oder Werbung - wo Männer in öffentlichrechtlichen Frauenkrimi-Verfilmungen im Stückakkord fröhlich gemordet und aus fahrenden Autos hinausgeschmissen werden, oder ihnen von sich amüsierenden Frauen das Genick gebrochen wird – sind Indikatoren, aber zugleich auch Urheber eines Klimas, das sozial Empfindsame (manche sprechen sogar Frauen größere Anteile dieser Tugend zu) längst alarmierte. Bedenklicher vielleicht ist es, wenn charakterneutrale Politiker oder Wissenschaftler ihr Profil damit aufzupolieren glauben, Männer verächtlich darzustellen und in dümmlichem Hohn sogar das Verschwinden der "Spezies" zu prophezeien.

Im vergangenen Mai trug die Vorsitzende der größten Frauenschutzorganisation Schwedens (ROKS), die mit jährlich fast 12 Mio. Kronen subventioniert wird, Ireen von Wachenfeldt, ihren Geschlechterrassismus ungehemmt vor: Sie erklärte in einem Fernsehinterview mit rhetorischem Nachdruck, Männer seien "Tiere, Maschinen und wandernde Dildos". Im Feminat Schweden muß sie dafür keine Kürzungen befürchten. Es gab auch keinen internationalen Skandal - kaum etwas darüber in der hiesigen Presse. Einen Skandal gab es dagegen, als der Chef einer US-Universität im Januar öffentlich darüber nachdachte, ob Frauen nicht auch aufgrund unterschiedlicher Prädestinierung und unterschiedlicher Vorlieben weniger Karrierestellen in Universitäten besetzten als Männer. Ihm wurde ein "Schauprozeß" gemacht, in dem sogar die Rede vom Rücktritt war, und in dem besonders eifrige Aufpasser "billigsten Biologismus" erkannt haben wollten, dieselben aber den Mund halten, wenn eine subventionierte Feministin ihn, den billigsten Biologismus, in seiner primitivsten Form vorträgt.

Im Herbst 2003, entzückten sich offenbar die Macher des Magazins DER SPIEGEL an der Lektüre eines britischen Wissenschaftlers, der das Pech hatte, seine Thesen über die biologische Minderwertigkeit des männlichen Geschlechts zur falschen Zeit zu veröffentlichen, da wenige Wochen zuvor seine ohnehin tendenziös interpretierten Fakten durch neue Erkenntnisse aus der Forschung des Y-Chromosoms zugrunde gerichtet worden waren. Es gab sehr zu bedenken, mit welchem Schwung DER SPIEGEL, aber auch renommierte Zeitungen eine helfende Hand ausstreckten, um die verspätete Biologistik dieses Wissenschaftlers trotzdem noch an den Mann zu bringen. Der Artikeltitel im 'Spiegel' hieß: "Eine Krankheit namens Mann". DER SPIEGEL bekam dafür im Jahr 2004 die erste Lila Kröte.

Die Lila Kröte ist eine negative Auszeichnung für besonders akzentuierte Männerfeindlichkeit in Wort oder Tat; für ein Verhalten von Personen und Einrichtungen, welches Männer oder Jungen diskriminiert, ihr Ansehen angreift, ihre Rechte und Chancen in der Gesellschaft hintan oder in Frage stellt und die Relevanz ihres Protestes gegen die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte leugnet.

Die Lila Kröte wird als Urkunde mit Wasserzeichen vergeben und relevanterweise an Menschen, die sie im übertragenen Sinn bereits geschluckt haben. Eine Lila Kröte geschluckt zu haben, bedeutet, den Klischees erlegen zu sein, die Mann und Frau in Parallele zum Täter und Opfer, Gewalttätigen und Friedfertigen, Bösen und Guten, höheren und niederen Menschen, Verzichtbaren und Förderungswürdigen stellen.

Die Lila Kröte wird periodisch vergeben und berücksichtigt bei der Auswahl des Empfängers die Ereignisse der letzten zwölf Monate. Dieses zweite Mal geht sie an Ihren Kulturkanal ARTE.

Mit freundlichen Grüßen

PS. Der beherzte Einsatz von Bob Geldof für die Väterrechte in England ist bekannt. Hier einige Links, die das dokumentieren:

(Die vier Links an dieser Stelle, die den Einsatz des Pop-Sängers für mehr Väterrechte dokumentierten, sind heute leider nicht mehr online.)

Möchten Sie behaupten, daß diesem Mann, dessen Bewußtsein für Gerechtigkeit ihm gebot, seine künstlerische Karriere auf spektakuläre Weise in den Dienst der Menschlichkeit zu stellen, wie dies in den weltweiten Veranstaltungen für die Afrikahilfe geschieht, auch eine 'reaktionäre Position' gegen Frauen vorzuwerfen ist?


Der Text der Auszeichnung

Sehr geehrtes Team des Kulturkanals ARTE,

mit dem Ansatz gegen den Maskulismus nach Ihren Ausführungen zum Themenabend vom 22. März 2005 starteten Sie einen Versuch, jegliches Unbehagen von Männern an der Geschlechterpolitik der letzten Jahrzehnte zu diffamieren.

Dabei erschließt bereits die minimale Anwendung objektiven Denkens, daß es paradox ist, von einem Geschlechterkrieg und von den vielen Errungenschaften der Frauen zu sprechen, mit denen heute feministisch grundierte Berichte überquillen, ohne daß Männer jemals auch nur Einwände äußerten!

Und es gibt in der Tat, wie Sie dem Begleitschreiben zu diesem Beleg entnehmen konnten, sehr gute Gründe für einen allmählich aufkommenden Protest der Männer. Diese Gründe haben Sie unterschlagen.

Das geschah, weil Ihr Eingriff nicht eine souveräne Gegenüberstellung geschlechtsspezifischer Angelegenheiten intendieren, sondern die Anklagen der zu lang schweigsamen Männer "torpedieren" wollte, um hier das Wort eines anderen Ihrer Kritiker zu gebrauchen. Dieses sollte (und ist somit charakteristisch für tendenziösen Journalismus) durch die Flucht in die Darstellung ausgesuchter Einzelfälle und durch einseitig dargelegte Daten bewerkstelligt werden.

DER MASKULIST bewertet diesen Ihren Vorstoß als einen gravierenden Akt von Männerfeindlichkeit innerhalb des Zeitraumes, der für die Vergabe der diesmaligen Lila Kröte in Betracht kommt.

Dies ist die zweite Ausgabe der Lila Kröte, im Juli 2005 an ARTE.

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Quellen, Anmerkungen:

1. ARTE-'Themenabend' vom 22. 03. 2005 (nicht mehr im Netz)
2. ARTE- Beitrag "Maskulismus – Die politischen Ziele der Bewegung" (nicht mehr im Netz)
3. Der offene Brief des 'Väter-Aufbruch für Kinder'
4. MANNdat e.V. – Geschlechterpolitische Initiative