Gender-Mainstreaming - kurze Einführung
Zwei Jahre nach diesem Urteil und der einen Monat davor statt gefundenen Pekinger Weltfrauenkonferenz war nun das Konzept des Gender-Mainstreaming soweit gediehen, daß in seinem "Leitfaden zur Bewertung geschlechterspezifischer Auswirkungen" der Satz zu lesen war: "Ungleichbehandlung und Fördermaßnahmen (positive Aktionen) könnten sich daher als notwendig erweisen, um die Diskriminierungen der Vergangenheit und Gegenwart auszugleichen." Mit "Ungleichbehandlung" ist die der Männer gemeint, "Fördermaßnahmen" beziehen sich natürlich auf Frauen.
Kein Zweifel, der EuGH hatte kapiert! Kapiert, daß der Weg von der Gleichberechtigung zur Gleichstellung über die Ungleichbehandlung führt, d. h. Gleichstellung frißt Gleichberechtigung auf, d. h. Rechte werden zugunsten von Positionen neutralisiert, d. h. der Rechtsstaat wird ordentlich attackiert und das europaweit vorerst und bis zum - hoffentlich nicht allzu späten - Erwachen mit Erfolg.
Aber da wären noch unsere munteren Femalistinnen. Was wollten wir von ihnen? Warum hatten wir sie in unserem Kontext einbezogen? War es nicht wegen ihres Leitspruches: "Die Zukunft gehört den Frauen"?
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