Daß Sprache Macht bedeutet, hat der Feminismus früh erkannt und
sich mit Vehemenz daran gemacht, dieses wichtige Organ des kollektiven
Menschen gänzlich für seine Zwecke zu vereinnahmen. Die Art wie er
es fertigbrachte, in die Sprache einzugreifen und sie mit seiner
'Korrektheit' zu durchsetzen, indem er Begriffe schuf, umgestaltete
oder umdeutete, um - je nach Bedarf - entweder die Geschlechter zu
nivellieren oder deren Unterschiede zu Lasten des Mannes zu definieren,
haben bisher leider nur wenige aus dem Kreis der mit dieser Korrektheit
nicht Infizierten, als eine Kulturplage empfunden. Dagegen fungieren
die meisten Medien als Urheber, Träger und zugleich untrüglicher
Spiegel dieser Entwicklungen.
Einen Konsens darüber, wie die 'richtige Sprache' endlich aussehen
soll, konnte der neuere Feminismus bisher nicht schaffen. Die theoretische
Problematik, welcher sich die Sprachmacherinnen gegenwärtig widmen,
hängt mit dem Dilemma zusammen, ob sich das grammatikalische Genus
("der", "die" und das Neutrum "das")
mit seinem darauffolgenden Substantiv auf geschlechtlicher Differenzierung,
also dem Sexus, beruht oder ob es ursprünglich für andere Kategorien
als die geschlechtlichen stand.
Da sich diese Frage als diskutable erweisen kann und auch in vorfeministischer
Vergangenheit gelegentlich aufgegriffen wurde, machen die Vertreterinnen
einer 'neuen frauengerechten Sprache', die von derlei Fragestellungen
ausgehen, einen durchaus ernsthafteren Eindruck als diejenigen Feministinnen,
die in einer sexusbezogenen Grammatik das Instrument einer gewollten
'patriarchalen' Sprachunterdrückung sehen,
die es heute durch Umkehrung der Sprachregeln zu rächen gilt - bis
auf die Tatsache, daß erstere häufig den Sexus als eine der primären
Kategorien, anhand derer der Mensch sein Denken und so auch seine
Sprache gestaltete, ziemlich unterschätzen. Denn dem Einsichtigen
wird es nicht leicht sein, anzunehmen, daß der Mensch mit seinem
Denken zwischen groß und klein, stark und schwach, hell und dunkel,
Berg und Tal, hoch und flach etc. unterscheiden lernte, weniger aber
zwischen Mann und Frau.
Eine ganze Fülle von grellen Vorstellungen aber breitet sich vor
uns aus, wenn wir beginnen, die Modelle einer 'neuen frauengerechten
Sprache' zu betrachten, die in den Köpfen der Feministinnen der zweiten
Liga hausen. Hier wird der Vorgang, der zur neuen Sprache führen
soll, in drei Ph(r)asen dargestellt.
Indem wir im folgenden diese Ph(r)asen durchgehen, wollen wir die sich dabei bietende Gelegenheit
nicht versäumen, einen Einblick in die charakteristische Methodik
feministischen Vorgehens zu gewinnen:
a) Die "patriarchale Sprache"
In der ersten, der zu überwindenden Phase, haben wir es mit der
'patriarchalen Sprache' zu tun; das ist die uns gewöhnliche
Sprache, welche als die Erfindung eines konspirativen Männertums geheimbündlerischer Art
gedeutet wird, deren Zielsetzung einzig war, die Frau sprachlich
zu benachteiligen und zu unterdrücken, um so das Machtverhältnis
des Mannes über die Frau mittels der Sprache zu manifestieren.
Warum dies nicht so ist, werden wir etwas später, im dritten Abschnitt
dieses Beitrags, besprechen. Es ist aber schon an dieser Stelle nützlich,
darauf hinzuweisen, daß dieser Behauptung durch allzu viele Sprachinhalte
widersprochen wird. So haben wir in Fällen, in denen Machtverhältnisse zementiert
werden sollten, eindeutige Ausführungen einer sprachlichen Manifestierung
dieser Verhältnisse, wie z.B. in den Wörtern "Herr" und "Sklave" oder "Diener".
Daß aber das Machtgefälle in der sog. patriarchalen Sprache
nicht geschlechtsspezifisch ausgerichtet ist, erkennt man daran,
daß es parallel dazu auch die Begriffe "Herrin" und "Sklavin" oder "Dienerin" gibt.
In vielen 'patriarchalen Sprachen' ist "Herrin" die
gewöhnliche weibliche Anredeform in vollkommener Entsprechung zu
der männlichen, "Herr" (gerade in südeuropäischen Sprachen
z.B.)
Stutzig dürfte uns auch die Tatsache machen, daß dem femininen Personalpronomen "sie" wie
auch dem Artikel "die" von den 'patriarchalen' Sprachgestaltern verschiedener Sprachen
(z.B. der deutschen) zusätzlich zu der individuellen auch die generalisierende
Form des Plurals verliehen wurde, und es so überindividuelle Bedeutung
zu erhalten 'Gefahr' lief; eine Gefahr, die von den vermeintlich
frauenunterminierenden Patriarchen ganz bestimmt erkannt und beseitigt
worden wäre. Es wäre sicher ein Witz, wenn Männer sich deswegen diskriminiert
sehen sollten, weil die Kollektivform mit dem weiblichen Artikel
eingeleitet wird, wie etwa in dem Satz "die deutschen
Männer sind überzeugte Frauenrechtler", aber das wäre immerhin
kein so lustiger Witz wie der von jenen Feministinnen, die selbst
in Wörtern wie "erkennen" "erhalten" oder "erhaben" die
erste Silbe monieren und für eine Umgestaltung solcher Wörter in "siekennen" oder "siehaben" plädieren. Das Verblüffende: Letzteres ist
kein Witz; solche Forderungen wurden allen Ernstes gestellt!
Auch in der Polarisierung von Qualitäten läßt sich bei den verschiedenen
Kulturen keine geschlechtlich orientierte Eindeutigkeit ausmachen.
So wird gerade in der jüdisch-christlichen Tradition Gott mit gleicher
Selbstverständlichkeit als männlich begriffen wie sein Widersacher,
und der antike Held Herkules beginnt seine Erretterlaufbahn, nachdem
er die Wahl zwischen Tugend und Lasterhaftigkeit in einer Sage entscheidet,
die für beide gegensätzlichen Charakterzüge weibliche allegorische
Gestalten anwendet. Und ausgerechnet bei dem von Feministen oft sogar
als matriarchal angesehenen Taoismus
ist die Geschlechtersymbolik auf solcher Art polarisiert, daß die
dualistische Urzweiheit von Yang und Yin der
parallelen Gegenüberstellung der Begriffe männlich und weiblich,
beherrschend und ergeben, Himmel und Erde, Geist und Materie, aktiv
und passiv, schöpferisch und empfangend folgt, wobei dem Männlichen
die jeweils erste Eigenschaft zufällt.
Trotz alledem versucht der Feminismus den Eindruck zu erwecken,
als gehe er Tatsachen mit festen Umrissen an. Betrachten wir aber
als nächstes sein Vorgehen und halten uns dabei an dem Kamel im vorangegangenen
Beispiel fest:
In der ersten Phase der Durchsetzung seiner Interessen ist Feminismus
stets und ganz Klageweib und stimmt auch entsprechend sein Lied an.
Seine Begriffe: "Unrecht", "Diskriminierung", "Unterdrückung", "Benachteiligung".
Seine Ikonen: Die leidende Frau, der Archetypus des weinenden, unterdrückten
Weibleins, das uns das Herz zerreißt. Es trägt ein Bündelchen Holz
auf dem Rücken und geht dabei beinahe in die Knie, während der Mann
auf dem Esel sitzt, oder es heult uns in Tagesblättern aus Krisengebieten
entgegen, wobei es gleich ist, ob es deswegen heult, weil eben gerade
all seine männlichen Verwandten exekutiert wurden oder weil es im
Tumult sein Portemonnaie verloren hat. Sie ist die Frau, und sie heult;
alles andere soll uns egal sein. Hier werden Ikonen aufgestellt und
nicht etwa Gedanken gemacht!
In unserem Fall heult sie allerdings, weil in der Stellenausschreibung
eine "Professoren-" und keine "Professorinnenstelle" ausgeschrieben
wurde, oder sie beargwöhnt den Kellner, der fragt, ob man ein
Bier bestellt habe, obwohl dies frau getan hatte. Und wie wäre die Welt ganz anders,
wenn man derlei unterließe! Unrecht muß weg, das Recht soll her!
Schauen wir, wie feministisches Recht seine Wege zu finden
sucht:
b) Die "geschlechtsneutrale Sprache"
Dieser Schritt vollzieht zunächst die mittlere, das ist im feministischen
Vorgehen die angebliche Gleichberechtigungsphase; in unserem Fall
ist dies die grammatikalische und semantische Nivellierung oder "Neutralisation" der
Geschlechter im frauengerechten sprachgestalterischen Prozeß.
Sie ist immer die Phase, in welcher der Feminismus als Anliegen
die Gleichstellung vortäuscht, bereits aber mit seinen Errungenschaften
imponieren zu suchen beginnt, um uns zu zeigen, was alles erreicht
worden wäre, wenn es die 'Patriarchen' nicht immer schon verhindert
hätten. Hier lauten seine Begriffe: "Emanzipation", "Ermächtigung", "Chancengleichheit".
Die Ikonen: Es wird nicht mehr geheult. Auferstanden aus Ruinen kokettiert
jetzt eine schon recht streitbare Powerfraulichkeit mit bereits
Erobertem und vielem Dazugedachten, sie strahlt uns entgegen als
Karrierefrau, die, schwanger und erfolgreich zugleich, mit charismatischer
Leichtigkeit die Stufen des Aufstiegs durch "Kommunikativität", "soziale
Kompetenz" und "Einfühlungsvermögen" besteigt, dazu
noch ausgestattet mit zwei Luxusgehirnhälften, die so hervorragend
miteinander kurzschließen, daß wir, die wir ständig nur mit irgendwelchem
Zeug zu zappeln imstande, aber weder schwanger noch erfolgreich sind
(es sei denn, das 'wankende Patriarchat' greift uns - was dieses
zweite betrifft - mit letzter Kraft noch mal unter die Arme), blaß vor
Neid werden!
Aber anstatt uns zu verlassen und mit dem neuen Wagen samt neuen
Superkerl die Weiten zu suchen, die ihrem herrlich freien Wesen ziemen
(wie es eine Autowerbung will), beharrt sie souverän und gütig an
unserer Seite, bestrahlt die dunklen Verliese, in denen Männerseelen
hausen, mit der Leuchtkraft hehrer Weiblichkeit, und nachdem sie
uns das richtige Spülmittel gezeigt hat, fährt sie mit dem 'Einen,
der sie glücklich macht' (dem PEUGEOT-106) nur spazieren, während
wir – 'der andere' - 'Zuhause sitzen' dürfen 'und kochen' (frauenfreundliche
Werbung von PEUGEOT in ALEGRA). Kam sie doch einem gleich nicht ganz geheuer vor,
wie sie da mit dem Bündelchen Holz auf dem Rücken kauerte!
Und nicht etwa, daß uns Männern irgend etwas bliebe! Die nagelneue
Frau macht alles besser, nicht nur Aerobic, sondern auch Maschinenbau,
'wenn man(n) sie nur läßt'; und besucht nicht nur Seminare und Selbsthilfegruppenabende,
sondern führt auch allerbestens z.B.
Verbrecherjagden aus!
Haben Sie, lieber Leser, auch schon mal die Polizistin gesehen,
die beim nicht motorisierten Einsatz ihre Kollegen verloren hat,
weil sie ihr zu schnell davonliefen, oder die überrascht zusammenzuckt,
weil sich das Funkgerät aus ihrer Brusttasche plötzlich meldet? Falls
ja, dann vergessen Sie es. Das ist bloß Wirklichkeit. Im Fernsehen
aber, oder im Kino, im Film und in der Werbung, da können Sie genau
das erleben, was wirkliche Ikonen sind, und Sie werden verstehen.
Da kämpft sie, saust und wütet, die überlegene und lang gehinderte,
in unzähligen Gestalten von Kommissarinnen, Detektivinnen, Killerschnapperinnen
aller Art oder erfolgreichen Killerinnen, daß uns das lose Kinn unter
dem aufgerissenen Mund hängt, und welche Wonne des Entzückens, wenn
sie dann noch Handschellen und Revolver aus dem teuren Dessous -
ganz Frau - empor holt und den harten Killer "gleich nach dem
Bikiniwettbewerb" so nebenbei in Ketten legt!
Wie aber sollte die Sprache diese neue "Wirklichkeit" zu
(er)tragen lernen?
Hilfreiche Versuche dazu wurden schon in den Achtzigern unternommen
und zielten zunächst auf die genannte Neutralisation der Geschlechter
im Sprachgebrauch hin; hier ein Beispiel: "Die Kellner, welche
in der Nähe war, bot der Besucher Hilfe." Das soll heißen: "Die
Kellnerin, welche in der Nähe war, bot der Besucherin Hilfe."!
Dieses Beispiel folgt einem Prinzip, welches im Jahr 1984 die Neutralisation
der Geschlechter dadurch zu bewerkstelligen suchte, daß es die weibliche
Endung -in ausließ und das Neutrum als Oberbegriff deklarierte.
Dieses Prinzip beruhte auf dem geistigen Einsatz einer der Koryphäen
feministischen Sprachumbaus, die, als Prof. Dr. der Sprachwissenschaft,
Publizistin und Autorin von nicht durchweg ganz so lustigen Büchern,
sich einen Protagonistinnen Anteil in den neueren frauenbedachten
Entwicklungen sicherte und heute ein sog. Institut für feministische
Biographieforschung irgendwo treibt.
Zugegeben: Es war nur ein erster Versuch. Nur wenige Jahre später
(1990), und die Geisteswissenschaftlerin schlägt mit dem inzwischen ausgereifteren Konzept
erneut zu: Das -in muß nun für beide Geschlechter wieder her,
denn -in ist wieder in, und out ist -er.
Unser Mustersatz von der zuvorkommenden Kellnerin müßte jetzt heißen: "Der
Kellnerin, welcher in der Nähe war, bot dem Besucherin Hilfe",
und meint diesmal einen männlichen Kellner und einen männlichen Besucher,
exakt so, wie es in der herkömmlichen Sprache der Satz: "Der
Kellner, welcher in der Nähe war, bot dem Besucher Hilfe", täte.
"Alle Menschen werden Schwestern", lautete in Schillers
Land die Hymne des Eroberungszuges gegen die begehrten Sprachgefilde
'hoher Ahnen' der deutschen Sprache, so auch der Buchtitel des erneuerungsträchtigen
weiblichen Genius (Prof. Dr. Luise F. Pusch) zu jener Zeit, und prompt
besaß die Republik, eine Republik, die der Doktorin scheinbar nicht
mit Erfolg erklären konnte, warum "erlassen" nicht "sielassen" heißen
muß und "der Bahnhof" nicht "die Bahnhof", ein
Mahnmal gegen das, wozu der Sprachrandalismus frauenrechtlerischer
Aufsässigkeit alles imstande wäre, 'wenn man(n) ihn nur ließe'.
In der 'Rosenstadt' Eutin (Holsteinische Schweiz) hat man einmal
den Damen nicht bloß Rosen geschenkt, sondern mal was Vernünftiges:
Die ganze Amtssprache! Dort ließ man nämlich eine Radikalfeminisierung
der Amtssprache durch. Von Amts wegen gab es in Dokumenten und offiziellen
Mitteilungen nur feminine Bezeichnungen, nur "Bürgerinnen" und "Bürgermeisterin" (beim
männlichen Bürgermeister, versteht sich), damit Männer erleben konnten,
wie 'schwer sie an ihrer Feminisierung tragen' und welchen Schwund
ihre Identität dadurch erleidet! Eine Meldung darüber, daß während
dieser Zeit der Bürgermeister eine Identitätskrise hatte, gab es
allerdings nicht!
Weitere 'Siege' feministischer Beharrlichkeit in Sachen Frauensprache
werden gefeiert, deren Gewichtung dem Erwachsenen nicht so ganz einleuchten
will, wie der im Internet präsentierte Sieg jener Gleichstellungsbeauftragten,
denen die Streichung des Kürzels BH (stehend für Buchhaltung) aus
den Gehaltsabrechnungen einer Stadtverwaltung gelang, weil das Kürzel
auf das bekannte Teil von Frauenunterwäsche hinweisen könnte!
Und hat sich wohl der Streit bis heute entschieden, oder ist er
nur vertagt, der vor Jahren Gemüter in endlosem Disput darüber erhitzte,
ob diese sich als Angehörige ihrer Partei "Mitglieder" nennen dürften oder nicht? Gar kein leichter Fall. Hat doch das
Wörtchen "Glied" enorme Tücken! Obwohl es ein Neutrum ist
und lexikalisch nichts anderes als "bewegliches Körperteil" und
im weiteren Sinn "Teil eines Ganzen" bedeutet, schien es
erwachsenen Männern und Frauen ein sprachliches Hindernis zu bieten,
bloß weil es im saloppen Umgang eine Möglichkeit zuläßt, das männliche
Zeugungsorgan zu assoziieren und so dem Wort "Mitglied" für
den, der nicht lesen kann, auch den Sinn "mit Glied" verleihen
könnte, was dann für Menschen ohne Glied diskriminierend wäre! Das
Wort schleicht sich also als Neutrum an und trachtet wie ein listiges
trojanisches Pferd Trojanerinnen zu überfallen, die arg- und ahnungslos
den Titel "Mitglied" übernahmen, um dann vor denjenigen,
die es sind, aber auch haben, als solche dazustehen, die es, ohne
es zu haben, sind. Gefahr, ja abgrundtiefe Not! Läßt diese sich vielleicht
mit Feminisierung bannen? "Mitgliederinnen" etwa?
Oder gar "MitgliederInnen"?
Nein, da soll man/frau immer noch "mit
Glied" da stehen. Vielleicht: "Liebe Ohnegliederinnen und
Mitglieder unserer Partei..."? Verflixt! Diesem Wort wohnt aber
auch Diskriminierung inne. Das "Glied" muß weg, ganz sicher.
Ob mit Mit- oder ohne. "Liebe OhnegliederInnen..."? - Gar kein leichter Fall!
Aber einer von vielen, in welchen der Paroxysmus solcher
Dispute die eigentliche, zu behandelnde Problematik darstellt, leider
aber als solche übersehen wird.
c) Die "gerechte Frauensprache"
Erst nach der ideologischen Nivellierung der Geschlechter ist für
den Radikalfeminismus das Feld geräumt, auf welchem er das Konzept
seines wahren Zieles, das sich - betrachtet man das ganze Spektrum
radikalfeministischer Anliegen - zwischen der gesetzlich verankerten
Benachteiligung und der Ausrottung des "sekundären Geschlechts" bewegt,
hinstellen kann. Wir wissen, wie schnell 'der kleine Unterschied'
ins Immense wachsen kann, sobald er aus Aspekten betrachtet wird,
die scheinbar oder tatsächlich zu Lasten des Mannes ausgelegt werden
können.
Sprachlich gesehen, sind wir dem Vorschlag einer Eliminierung des
Männlichen schon zu Beginn der Neunziger begegnet. Daß sich die grotesken
reformatorischen Vorschläge der radikalfeministischen Gelehrtinnen nicht
durchsetzen ließen, wurde zum Glück selbst unserer wirren Zeit klar.
Der Anspruch aber, der sich in diesen äußert und der, wo nicht die
Eliminierung, so doch die Zweitstellung des Maskulinen in jedem Falle
fordert, existiert weiter und stellt sich uns als die dritte Ph(r)ase der feministischen Sprachgestaltung, die 'gerechte
Sprache' vor. Wie es Feministinnen formulieren: "Während geschlechtsneutrale
Sprache beide, männliche und weibliche Formen, beinhaltet und somit
also auch Frauen sprachlich einschließt, legt 'gerechte' Sprache
noch mehr Betonung auf das Femininum, das explizit aufgeführt wird."
Das "noch mehr Betonung" bezieht sich auf den unbedingten
Vorrang des Weiblichen in jeder Äußerung. Auf der gleichen Internetseite,
auf welcher sich das vorige Zitat befindet und die sich "Frauen-
und Lesbenpolitisches" nennt (und nicht nur dort), finden wir
die relevanten Ratschläge, die zur Durchsetzung einer "gerechten
Frauensprache" praktiziert werden sollen. Unter anderem lesen
wir dort: "Verwende das Titanic-Prinzip: nenne Frauen
und Kinder zuerst."
Daß sich uns hier eine 'Gerechtigkeit' auftut, die für ein Recht
auf Vorrecht und so für Unrecht, das sie "gerecht" nennt,
plädiert, wird als feministisches Prinzip den Leser dieser Seiten
nicht mehr überraschen können. So weit haben wir bisher den neueren
Feminismus gut beschrieben. Auch wird uns weder die makabre Geschmacklosigkeit
schockieren, mit welcher hier die Assoziation weiblichen Vorrechts
in der Sprache mit einem Ereignis (Titanic-Untergang) in Parallele
gesetzt wird, das einst Männern einen unschönen und unschuldigen
Tod zugunsten von Frauen bescherte, noch die Konsequenz der Verfolgung
des Maskulinen bis hinter das Neutrum ("nenne Frauen und
Kinder zuerst") beeindrucken.
Es lohnt sich aber festzuhalten, daß es sich beim "Titanic-Prinzip",
welches sich auf den Vorrang der Rettung weiblichen Lebens in Katastrophenfällen
bezieht, wie auch bei all den Umgangsformen, die ein Verhalten nach
dem Prinzip 'Ladys first' fordern, nicht
um Errungenschaften des Feminismus handelt! Was solche Prinzipien
ersann und durchsetzte, war der maskuline Anspruch auf Verantwortlichkeit
und Größe, die sich in der Zurückstellung der eigenen Person bis
zur Selbstlosigkeit gegenüber dem Schwächeren äußern sollte; dazu
gesellte sich in Rettungsfällen der Gedanke an die Sicherung der
Nachkommenschaft. Letzteres mag bei den heutigen Bevölkerungsverhältnissen
nicht mehr von Belang sein. In jedem Fall haben wir aber hier eine
Gesinnung, die man nicht anderes als edel bezeichnen kann.
Der Feminismus ist mit der Weiterführung solcher Prioritäten sehr
einverstanden. Indem er aber ihren Sinn mit "noch mehr Betonung
auf das Femininum" oder das Hinstellen des Mannes als das "sekundäre
Geschlecht" sexistisch auflädt, setzt er anstelle von Selbstlosigkeit
Egozentrik und anstelle des Edlen Elendes. Es ist eine charakteristische
Transformation, es ist Feminismus pur.
Es wäre interessant, die Tatsache einer Analyse zu unterziehen,
daß sich in dieser Hinsicht beide Geschlechter gleich verhalten.
So machen z.B. Politiker wie Politikerinnen den Eindruck, daß sie
lieber auf der Stelle zurücktreten würden, anstatt in ihren Reden
auch mal von "Bürgern und Bürgerinnen" zu sprechen. Doch
dies soll uns hier nicht beschäftigen.
Wir wollen vielmehr weiteren Veränderungen nachgehen, die wir in
Bezug auf den allgemeinen Umgang mit maskulinen Begriffen in der öffentlichen
Sprache von heute wahrnehmen können. Und da sieht es ziemlich schlecht
aus. Denn dafür, daß die "gerechte" Feminisierung der Sprache
sich im Grammatikalischen nicht vollends durchsetzen konnte (die
maskulinen Archilexeme, also maskuline Substantive, die das Feminine
mitmeinen, wie z.B. "der Bürger" etc., sind geblieben),
verlagert sie die Zurücksetzung des Maskulinen in den qualitativen Bereich
mit dem Erfolg, daß Wörter, die Männliches direkt ansprechen oder
auch nur verdachtsweise andeuten, immer dann gemieden werden, wenn
mit ihnen Qualität oder Leistung einhergeht (z.B. "Feuerwehrleute retteten
in hartem Einsatz die von dem Feuer bedrohten Familien..."),
und sonst nur als Negierungselemente verwendet werden. So wird z.B.
ein Satz, der mit den Worten "Männer sind..." oder "Alle
Männer sind..." beginnt, in aller Regel mit Vorwurf, Beleidigung
oder Ironie enden, dagegen bei "Frauen" mit Anteilnahme,
Lob, Bewunderung! Der Leser wird es schon beim zufälligen Durchblättern
in aktuellen Medien zu jeder Zeit bestätigen können.
Das Meiden gelingt am unauffälligsten dort, wo die entsprechenden
Begriffe im Plural erscheinen. Die nützliche Endung "-leute" tut
da hervorragende Dienste, und die Grundwörter "Bergmann", "Seemann" oder "Feuerwehrmann" lauten
in der Mehrzahl nur noch "Bergleute", "Seeleute" und "Feuerwehrleute",
auch dann, wenn es sich faktisch um Männer handelt, die z.B. in einem
Grubenunglück, bei einer Havarie oder beim Feuerwehreinsatz verletzt,
bzw. getötet wurden oder sich durch Leistung auszeichneten. Angesichts
der Tatsache, daß noch im Universal-Duden der Ausgabe von 1984 die
Wörter mit -leute am Ende noch nicht als selbständige Lemmata
vorhanden sind, sondern nur in Kommentaren vorkommen, ist die Konsequenz
und Schnelligkeit, mit welcher die Wörter mit -männer am Ende
in öffentlichen Mitteilungen verschwanden, beachtlich. Einzige Ausnahme:
In den Nachrichten über Streiks im öffentlichen Dienst dürfen getrost
weiterhin "Müllmänner" streiken. Ob uns Männern
dies Refugium von einem Bewußtsein überlassen wird, das selber zu
elitär ist, um auch Männerdomänen sprachlich zu erstürmen, die weder
mit besonderen Verdiensten noch mit imponierenden Leistungen assoziiert
werden können?
Welchen Grad die Hellhörigkeit 'frauenfreundlicher' Rumhorcher gegenüber
dem Wort "Mann" bzw. "Männer" erreicht hat, zeigte
es sich spontan in einer Radiosendung des Bayern-5-Aktuell (Chronik
der Woche am 29.10.00) über die Affäre um einen Fußballtrainer, dem
Drogenmißbrauch vorgeworfen wurde. Im Rahmen der Untersuchungen zu
diesem Fall wurden verschiedene Herren aus der Fußballszene interviewt.
Einer von ihnen wurde in der Sendung kurz zitiert. Zur Einleitung
des Zitats kommentierte der Radiosprecher dieses mit der Bemerkung
im voraus, der Interviewte meine wohl, daß Fußball eine reine Männersache
sei. Ich wurde darauf etwas neugierig zu hören, mit welchen Worten
ein Mann den Mut bekundet, so frei gegen den Strom gegenwärtiger
Klischees zu steuern. Doch nichts dergleichen war in der darauffolgenden
Aufnahme zu hören. Im Schlußsatz des Interviews lediglich, in welchem
die Rede von einem Gespräch des Herrn mit anderen Männern war, kam
die Bemerkung: "Es war ein Gespräch unter Männern."
Was bewegt unseren feministischen Aufpasser, da gleich eine Diskriminierung
zu argwöhnen, wo lediglich der Gebrauch des Wortes "Männer" vorliegt?
Offenbar die Tatsache, daß hier das Wort "Männer" von einem
Mann selbstbewußt gebraucht wurde, ohne eine negative Assoziation
damit zu verknüpfen. Sicher, es hätte auch heißen können, "es
war ein Gespräch unter Erwachsenen". Aber haben denn Männer
nicht das Recht, erwachsene Männer schlicht "Männer" zu
nennen und als solche miteinander Gespräche zu führen? Wohl nicht!
Aber in einem Satz mit dem Inhalt "es waren mehrere Männer,
die die Tat verübten" oder "zwei Männer überfielen eine
Tankstelle" hätte unser Sensibelchen sicher nicht das Vorurteil
gewittert, Frauen können keine Tat verüben oder keine Tankstelle überfallen.
Und es hätte wohl auch nicht das Geringste dagegen, wenn Fußballerinnen
von einem Gespräch unter Frauen gesprochen hätten.
Auffallend ist auch die neuerdings modisch gewordene Nachrichten-Floskel,
wonach ein autoritärer Machthaber wie ein "Patriarch" regiert.
Nicht daß es hier an richtigen Begriffen fehlte: "Monarch" ist
sicher das richtige Wort, in krassen Fällen auch "Diktator" oder
gar "Tyrann". Zudem ist "Patriarch" auch deswegen
ungeeignet, weil es in vielen und noch heute lebendigen Kulturen
einen respektierten Klang besitzt: Die Patriarchen des späteren Buddhismus
sind die Männer, die als Überlieferer geachteter Kenntnisse und Praktiken
verehrt werden, in den östlichen Kirchen sind es die Erzbischöfe,
im Alten Testament die Begründer des Judentums, bis in das Neue Testament
hineinwirkend. Aber Wörtern wie "Monarch" oder "Alleinherrscher" fehlt
der entscheidende Kick; sie sind - obwohl schön maskulin - dem Femosexisten nicht
relevant genug, denn das Archilexem "Monarch" deutet
nicht unbedingt auf einen Mann hin (man denke an "Arzt" oder "Professor"),
das Wort "Patriarch" aber spricht das Geschlecht unmittelbar
an.
Weitere 'Sprachgerechtigkeiten'? Ganz im Subtilen: Als dem "vermeintlich
starken Geschlecht" nunmehr in aller Munde, wie das abgedroschene
Zitat uns nur noch das Attribut "stark" zubilligt, soll
uns auch das Offensichtlichste genommen werden und dem 'wahrhaft
starken Geschlecht', der Powerfrau, jenem verbalen Gespinst, dem
Sprache nicht einmal eine Heimat bietet, sondern ins Niemandsland
zwischen zwei Sprachen bannt, einverleibt werden. Im Sex leisten
wir nicht mehr den "aktiven" Beitrag, sondern übernehmen
den "aggressiven" Teil, so will es das neue SexualforscherIn,
denn die "Wahrheit", daß jeder Mann ein Vergewaltiger ist,
will zu ihrer Sprache kommen.
"Der Schläger geht, die Geschlagene bleibt",
so einfach ist das! Mit soviel Entgegenkommen vereinfachte uns die
Gerechtigkeitsministerin den komplexeren Inhalt des neugeschneiderten
Wohnungszuweisungsgesetzes in den Medien und ließ die arme Schlägerin
wieder mal chancenlos vor den Toren der Gerechtigkeit um Anerkennung
schmachten! Dabei tun weibliche Schläger wahrhaft ihr Bestes, wie
vielmals schon nachgewiesen, und wo Gewalt und Handgreiflichkeit
am zukunftsträchtigsten angewandt werden - gegen Kinder -, läßt uns
das neue Powergeschlecht nichts missen. Was ist also mit der Furie,
Frau Ministerin, die eben vor ein paar Stunden (wie es der Zufall
so will) in der Innenstadt gegen das unschuldige Kind wütete? Sie
packte es am Nackenteil des Kragens und achtend, daß die Beinchen
den richtigen Winkel nehmen, schmiß sie es mit Gewalt gegen den harten
Boden der B-Ebene, auf dem der kleine Körper frontal prallte. Entsetzte
Passanten: "Der arme Junge!", "... was für eine Mutter!" "Bleibt" sie nun,
oder "geht" sie? - Wie? "Die Schlägerin" führen
Sie nicht in Ihrem Vokabular? Dann sollten Sie aber dringend Ihre
Begriffswelt erweitern! Viele Kinder wären Ihnen dankbar dafür, viele
Männer auch. Übrigens spricht das genannte Gesetz von "gewalttätigen
Partnern" und da sind beide - "der" und "die" -
gemeint.
Aber aus der gleichen Quelle haben wir schon mal auf diesen Seiten
Rechtsvorstellungen zitiert (Vorwort, 2. Teil). Paßt schon!
Zu bemerken wäre da noch der spöttisch-ironisierende und erniedrigende
Stil, in welchem Männliches vorwiegend in sog. Wissenschaftsblättern
in Worten und lächerlich arrangierten Statistenbildern immer dargestellt
wird. Das auf diesen Seiten mehrmals zitierte Heft von Gruner+Jahr ist
nur deswegen oft zitiert worden, weil es zur Zeit der Entstehung
dieser Webseite aktuell war, nicht, weil es in dieser Hinsicht einmalig
wäre. "Männer im Zoo, Frauen im Büro", "Die Natur
will die Frau" oder "Frauen sind einfach besser",
sind nur einige Untertitel aus dem Konzept. Degradiert werden hier
Männer zumeist von ihresgleichen. Sie werden dargestellt als "Samenspender" und "Lustobjekte" vorerst
nur weniger Frauen (schade!), die so "konsequent und unabhängig...
wie der Popstar Madonna" sind (neuerdings soll der Popstar in
Videoclips die "Samenspender" in Gesellschaft einer aufgegabelten
'Sister in Crime', reihenweise
abknallen). Und das Abtreten auch dieser letzten Eigenschaften der
Männlichkeit in prognostizierter Zukunft, in welcher Frauen den Reproduktionsprozeß ganz
allein übernommen haben werden, bedauert ein solcher "Samenspender",
ein solches "Lustobjekt" unter den Autoren heute schon.
Armer Wicht! Einmal (März ´98) fand sich sogar in der gleichen Zeitschriftenreihe
ein Satz, in welchem die Begriffe "Männchen" für die Männer,
aber "Frauen" für die Frauen gebraucht wurden.
Soweit solche 'wissenschaftlichen' Stellungnahmen von männlichen
Autoren bezogen werden, ergeben sich interessante Fragen nach den
Gründen. Wir werden diese hier nicht besprechen. Ein naheliegender
Verdacht aber auf masochistisch geprägte Bereitschaft zur Selbsterniedrigung
in manchen dieser Fälle, läßt sich nicht ohne weiteres abtun. Wie
heißt das charakteristische Flehen? "..., gib mir Tiernamen."?
Nun, "Männchen" oder "Männer im Zoo" mag bei
dem derart Veranlagten ähnliches bewirken. Dann wäre es aber doch
ziemlich erbärmlich, wenn solche Neigungen heutzutage auf diesem
Umweg auch den Leser belästigen müssen, dessen Gemüt ganz anders
zu diesen Dingen steht. Und so stellt sich hier noch die Frage: Angesichts
dessen, daß derlei Lektüre - wie es bei allen Magazinen über Wissenschaft
und Technik der Fall ist - von einer vorwiegend männlichen Leserschaft
konsumiert wird, boykottieren Männer Männerfeindliches viel zu wenig?
Die Titanicisierung der Sprache
also, wenn auch im Formal-Grammatikalischen nicht ganz vollbracht,
grassiert im Qualitativen um so stärker. Aber lassen wir das tägliche
Gekläff der braven Pudel, die im Schoße des Feminismus "Männchen" machen
und gleich da knurren, wo der böse ausgediente Mann auch nur als
Gesprächspartner seinesgleichen erscheint bei Seite; die Männer,
die kurz vor dem Millenium-Beginn ihre Teleskope irgendwo da draußen ausrichten,
um pünktlich dann die Erde anzusteuern, stört das nicht. Auch nicht
all die Jungen, die lieber an ihrer Stereo-Anlage oder an ihrem Computer
basteln, anstatt sich an Schminke und Klamotten zu ergötzen. Was
also ist Sache? Was tut die Sprache, und wer macht sie? Wie weit
kann sie gehen, und wie weit folgt ihr das Leben, wie es wirklich
ist? Wann glaubt es ihr, und wann wirft es sie ab?
Und wie spricht heute der Feminismus? "Immer noch", beklagt
sich frau in brillanter Korrektheit, "sind
erst zehn Prozent der InternetbenutzerInnen weiblich".
Und da hilft das große "I" mitten im Wort auch nicht sehr.
Auch nicht, daß DER SPIEGEL verkündet: "Frauen erobern das Internet".
Mögen sich diese Zahlen auch ändern (Internet ist ein Abbild der
Gesellschaft und da sind Frauen nicht unterrepräsentiert). Doch es
genügt ein flüchtiger Blick auf die diversen Foren und geschlechterspezifischen
Seiten dieses Netzes, um gleich zu wissen, wer hier Zukunft im voraus
ahnt und bereitet und wer im schwülen Dunst persönlicher Gefühlswelten
seine Heimat findet. Gewiß, uns Männern "fehlt" dazu "ein
weiblicher Nerv" im Gehirn, läßt uns SPIEGEL-ONLINE wissen (13.
April 2000). Welches Glück!, spricht der
'Macho', jene gesündeste aller Figuren im Vokabular der Geschlechterkämpfer.
Nach letzten Beobachtungen scheren sich die Männerdomäneneroberinnen
nicht allzu sehr um die eroberten Domänen. Als Traumberufe bleiben
für beide Geschlechter die alten guten plus ein paar neue, die 'Hebel
der Macht' werden von der Weiblichkeit nicht so erstürmt, wie die
Drahtzieherinnen es gern hätten, und die ersehnte, aber ausgebliebene
Invasion der Flintenweiber in die Kasernen läßt uns vermuten, daß eher
Frau Kreil mit ihrem Rückzieher die sog.
Frauenbewegung repräsentiert als die in Modergeruch allmählich absinkenden
Achtundsechziger-Amazonen. Von der "Frauenbewegung, falls es
denn überhaupt eine gibt" sprechen nun auch die, die einst in
dieser die Kulturrevolution unserer Zeit sahen.
Was machen wir nur falsch? Wie soll man das Problem benennen, um
endlich bei einem wirklichkeitsgetreuen Begriff anzukommen?