Brief an die TAZ-Journalistin Heide Oestreich
Der Hintergrund
E
in kleines Buch, aber ein 'scharfes' war das schon, was DER MASKULIST am 6. Januar 2007 auf seiner Seite vorstellte1. Vier Tage später, der Zufall wollte es so, wurde das gleiche Buch in der TAZ von Frau Oestreich angegriffen. Das gefiel ihr nicht. Und auch nicht ein verwandter Artikel vom 'Spiegel', in dem Praktiken jener Demokratienunterwanderer des Westens bloßgelegt wurden, deren Aufdeckung das gemeinte Buch einleitete.
Und was macht die Emanze vom Dienst, wenn sie wittert, Männer begännen über etwas zu reden, worüber sie doch brav schweigen sollten, um das somnambule Taumeln nicht zu stören, in dem Frau Oestreichs ideologischer Aberwitz ewig neu bleiben sollte?
Sie bündelt mit einem tiefen Atem alle selbstgefällige Empörung zusammen, die feministische Ärmel allzeit nur so ausschütteln können, stößt einen ebenso selbstgefälligen "Backlash!"-Aufschrei aus und beginnt unsere Rasierpinsel zu beleidigen2.
Das wiederum gefiel uns nicht.
Das Schreiben
Sehr geehrte Frau Oestreich,
am vergangenen Mittwoch, den 10. 1. 2007, besprachen Sie mit sichtlicher Aufgeregtheit in der TAZ ein Buch, das vier Tage zuvor auch auf meiner Webseite DER MASKULIST unter 'www.maskulist.de' präsentiert worden war. Im selben Artikel behandelten Sie zudem einen 'Spiegel'-Bericht zum gleichen Thema: Es ging um die Umsetzung gewisser Praktiken namens 'Gender-Mainstreaming' durch die Politik. Da ich bereits vor vier Jahren auf meiner Homepage Anregung zu einer intensiveren Beschäftigung mit diesem ganz besonderen Staatsmechanismus geboten hatte, die meines Wissens von Medienvertretern etwas später auch aufgenommen wurde, gestatte ich mir folgenden Kommentar auch zu Ihrem Artikel.
Sicher war es Ihre Aufgeregtheit, die Sie dazu brachte, nicht nur das mißliebige Buch, sondern auch so unschuldigere Produkte desselben Hauses wie die angebotenen "Dachshaar-Rasierpinsel" in das ungünstige Licht der Rückständigkeit stellen zu wollen. Und sicher erachten Sie Ihre Polemik als gerecht, weil Sie Ihr Denken das richtige nennen und weil Ihr Wollen das repräsentieren soll, was wir alle wollen sollten, um anständige, nicht rückwärtsgewandte Bürger unserer Gegenwart zu sein.
Es hätte wohl auch wenig Sinn, Ihnen als Frau etwaige Vorzüge von Dachshaar-Rasierpinseln nahebringen zu wollen. Daher beziehe ich mich lieber auf den Rest Ihrer Kritik an dem Buch des Herrn Zastrow und an dem 'Spiegel'-Artikel zum gleichen Thema.
Bereits zum Beginn fällt dem Leser auf, daß Sie ausgerechnet eine längst fällige Recherche als "Ideologie" abtun möchten, obwohl die wirkliche Ideologie in den einschleichenden Mechanismen steckt, denen die Recherche nachspürt. So etwas ist gewiß keine Verwechselung. So etwas ist aber auch kein einfaches Manöver, sondern, wenn schon ein solches, dann entweder ein besonders einfältiges oder ein besonders desperates. Wie dem auch sei, damit muß ich Sie allein lassen. Denn worum es mir geht, ist, einige Feststellungen zu formulieren, die sich aus Ihrer Kritik ergeben:


