DER MASKULIST
14.04.2009

Der Hintergrund

P

rof. Dr. Pfeiffer ist ein häufiger Mediengast und gemäß seinem Fachgebiet als Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen ein vielgefragter Mann, wenn Gewaltanalysen (insb. zur Jugendlichengewalt), von denen sein Institut häufig welche durchführt, aktuell werden. Letztens war dies nach dem erschütternden "Amoklauf" eines Siebzehnjährigen in seiner ehemaligen Schule von Winnenden bei Stuttgart der Fall – 16 Tote inklusiv Täter.

Zum Verständnis des Folgenden sollte nicht unterschlagen werden, daß sich Christian Pfeiffer im Laufe seiner kriminologischen Aufklärungszüge geschlechtsspezifisch im feministischen Sinn bewährte, indem er Männer und Frauen dem Muster des Täter/Opfer-Prinzips entsprechend unterordnete. Am deutlichsten formulierte sich dieser Entwurf in dem im Jahre 2000 vorgetragenen und publizierten Beitrag Pfeiffers "Gefährdet die Dominanz der Männer das Überleben der Menschheit?"1

Das Traktat erschien im selben Jahr, in dem auch DER MASKULIST seine Thesen zu formulieren begann. Leser dieser Seiten aber wissen, daß Äußerungen wie die Christian Pfeiffers hier als Mitursache dessen angesehen werden, was man heute landauf landab die Krise der Jungen nennt, um zu verschleiern, daß es sich dabei um eine Krise der Gesellschaft und des Bildungssystems handelt, deren Akteure - ähnlich wie Prof. Pfeiffer - unermüdlich ihr Bestes gaben, um das ethische Selbstverständnis heranwachsender Männer zu destabilisieren. Es war also eine Frage der Zeit, offen Stellung zu der Weltsicht Pfeiffers zu beziehen.
(Die E-Mail-Adresse Prof. Pfeiffers mußte telefonisch abgefragt werden.)


Der Text

Sehr geehrter Herr Prof. Pfeiffer!

Im Zuge der Gewaltdiskussion anläßlich des tragischen Falles von Winnenden im vergangenen Monat verspürte ich den Wunsch, noch einmal nach langer Zeit Ihren Essay aus dem Jahr 2000 über eine vermeintliche Gefährdung der Menschheit durch die Vorrangstellung des Männlichen im gesellschaftlichen Geschehnis (Sie nannten es "die Dominanz der Männer") zu lesen. Gewisse Widersprüche im Aufbau der gedanklichen Folgen dieses Vortrags, die ich schon ehemals ausgemacht hatte, sind nicht der Grund, warum ich Sie anschreibe. Ich tu es, weil in Erwägung der andauernden Ratlosigkeit um die Gründe derartiger Gewaltausbrüche bei Jugendlichen - wie beim sog. Amoklauf von Winnenden - auch Aspekte hervortreten, die nach dem intentionalen Charakter solcher Vorträge fragen, nach dem erzieherischen Einfluß also, den eine kategorische Negierung männlicher Dominanz auf männliche Jugendliche haben könnte.

"Vereitelt die Diffamierung der Männer den ethischen Auftrag der Bildung?" So könnte meine an Ihren damaligen Titel ("Gefährdet die Dominanz der Männer das Überleben der Menschheit?") angelehnte Fragestellung lauten - nur auf den ersten Blick weniger dramatisch.

In Ihrem Aufsatz beziehen Sie sich auf drei zentrale Problempunkte der Weltlage als da wären Überbevölkerung, Umweltgefährdung und Gewalt, um zu schließen, daß die Geschlechter hinsichtlich dieser Übel einander diametral entgegenstehen und dies so, daß Männer als die Verursacher zu gelten haben, Frauen dagegen als unbeteiligt bei der Entstehung der genannten Mißlagen und des weiteren als führend bei ihrer Beseitigung. Was ist daran falsch?

Um das zu beantworten, muß ich auf eine weitere Differenzierung in Ihrem Werk hinweisen. Denn die ethische Polarisierung der Geschlechter wird von einer anderen - ebenfalls ethischen - Polarisierung begleitet: Ähnlich wie Sie Frauen und Männer in einem sittlichen Gefälle zuungunsten der Männer setzen, setzen Sie auch die westlichen Gesellschaften in gewisser Hinsicht, nämlich in bezug auf die Befreiung gerade jenes Weiblich-Guten, an dessen Wesen ja Ihrer Meinung nach offenbar die Welt genesen soll, in Polarität zu den von Ihnen "Macho-Kulturen" genannten Gesellschaftsstrukturen.

Somit hätten wir aber zwei unterschiedliche "Dominanzen der Männer", jene der vermeintlichen Frauenverächter ("Macho-Kulturen") und eine ihr entgegengesetzte. Doch diese Differenzierung spielt in Ihrer Analyse keine weitere Rolle. Ist es ein Bekenntnis dazu, daß Dominanz und Männer an sich ethisch verwerflich sind, Schwäche dagegen und Frauen ethische Legitimation verdienen? Haben wir es hier mit den skurrilen Keimen eines vulgär-moralistischen und sexistisch ausgerichteten Etatismus zu tun?

Nun haben Sie zudem noch ein unglückliches Wort bei der Benennung der fremden Kulturen gewählt, denn "Macho" deutet lediglich auf einen Mann mit ausgeprägt männlicher Ausstrahlung, und es kann noch heute ohne weiteres vorkommen, daß eine Frau mit diesem selben Wort, das Sie ausschließlich verwerflich gebrauchen, dem anderen Geschlecht sogar ein ehrlich gemeintes Kompliment macht. (Ich behaupte hier sogar, daß die Geschichte der Verleumdung dieses Wortes die Geschichte jener Herabsetzung des Männlichen und des Leistungsfähigen in den westlichen Gesellschaften widerspiegelt, die mit dem Heraufkommen eines politischen Feminismus zusammenfiel, der Staaten zu reinen Umverteilungssystemen zwischen den Geschlechtern machte.) Daher nehme ich mir die Freiheit, anstelle jener abwegig zu "Macho-Kulturen" getauften Gesellschaften von Kulturen zu sprechen, in welchen sich die Wahrnehmung des Individuums noch nicht von den Banden der Sippe, des naturgegebenen kollektiven Hintergrunds also, lösen konnte. In diesen unterliegen beide Geschlechter ungünstigen Bedingungen hinsichtlich ihrer individuellen Entfaltung.

Zur Verdeutlichung dessen verwende ich Ihre erste Behauptung zum Problem Überbevölkerung, wonach die hohen Geburtenraten in den nicht westlich geprägten Ländern dem Willen der Männer aber zugleich auch den geringeren Bildungs- und Berufschancen der Frauen zu verdanken seien. "Je stärker Frauen Bildungschancen offen stehen, je mehr sie die Möglichkeit erhalten, Berufe zu erlernen und diese auch auszuüben, um so stärker sinkt die Geburtenrate", stellen Sie fest.

Dasselbe gilt aber auch für die Männer, von denen Sie nur zu berichten wissen, daß diese in den Entwicklungsländern "sich… erheblich mehr Kinder als die Frauen" wünschen. Nun, hierzulande waren nach einer Erhebung des Innenministeriums im Jahr 2005 weitaus mehr Männer ohne Kinderwunsch als Frauen - ganze 12 Prozent mehr! Nur daß Ihr Parteigenosse Schily alsgleich von einer 'egoistischen Absage an das Leben' sprach.

Zwar kann man die Entscheidungsgründe dieser Männer mit den männerfeindlichen Familien- und Scheidungsgesetzen der letzten Jahre verknüpfen. Für die Zurückhaltung beider Geschlechter gegenüber größeren Familien im Westen sind allerdings gemeinsame Gründe die Geringschätzung der Familie überhaupt einerseits und der individuelle Lebensstil andererseits, der in Wohlstandsgesellschaften mit gedeihlichem Arbeitsmarkt – anders als in Ihren "Macho-Kulturen" - möglich wurde. Aber wodurch? Doch wohl durch jene "Dominanz der Männer" im wissenschaftlich-technischen Fortschritt, der durch Sublimierung und Automatisierung der Arbeitsprozesse wie auch durch die immense Erweiterung des Spektrums der Tätigkeiten die Situation jener modernen Gesellschaften schuf, in denen die sogenannte Emanzipation der Frau erst stattfinden konnte. Und schon sind wir beim zweiten Beispiel einer guten "Dominanz der Männer" angelangt.

Weiter nun auch zu Ihrem zweiten Problempunkt: dem Umweltproblem: Ebenso undifferenziert wie mit den männlichen Dominanzen verfahren Sie hier mit den weiblichen Verhaltensmustern. Weit entfernt, die Konsumgewohnheiten der Geschlechter in Sachen Umweltbelastung anzugehen (Stichwort "Shopping"), schwadronieren Sie davon, daß "primär von Frauen dominierte Organisationen" es waren, "die Öffentlichkeit und Politik für die Bedrohung durch die Umweltverschmutzung und den Raubbau an der Erde sensibilisiert haben."

Davon abgesehen, daß Sie hier Zahlen schuldig bleiben, denn soviel ich weiß, haben selbst die Grünen mehr Mitglieder als "Mitgliederinnen". Aber Sie ignorierten auch wesentliche Facetten kulturpolitischer Verquickungen, wenn Sie nicht wissen sollten, daß feministische Gruppierungen alle Protestbewegungen bzw. alle auf moralische Reflexe appellierenden Bestrebungen der Gegenwart vereinnahmten, um sie als Multiplikatoren ihres Betroffenheitsarguments einzusetzen, des wichtigsten moralischen Kapitals einer Klientel, welche davon ausgeht, daß sie nur als Opfer Macht erringen kann. Inwieweit solche feministischen Einflüsse bereits Umwelt-, Menschenrechts- und Asylrechtsorganisationen sexistisch färbten, lasse ich hier offen. In meinem Buch "Medusa schenkt man keine Rosen" (MANUSCRIPTUM, 2007) nenne ich dies "ethische Piraterie". Diese betrifft aber eben nur Gefährdungen durch die "Dominanz der Frauen", und so dürften Sie kaum dafür sensibilisiert sein.

Zum Schluß meiner inhaltlichen Kritik nun zum Punkt Gewalt. Hier steuert Ihre Argumentationstaktik allmählich aber direkt ihrem Kollaps zu.

Es ist sicher richtig, wenn Sie öffentliche Gewalt zu einem wesentlich größeren Anteil bei Männern verorten. Dies aber wird nicht zuletzt dadurch bedingt, daß Männer von einer bis ins Archaische zurückliegenden Tradition geprägt wurden, die sie als Träger und Leiter gemeinschaftlich bewilligter Gewaltausübung wie Gewalterleidens vorsah. Anstatt nun, daß Sie sich heute gegen die Fortsetzung solcher einseitiger Zwangsdienste wenden, begnügen Sie sich damit, den beschwichtigenden Einfluß hervorzuheben, den Frauen in einschlägigen Berufsgruppen ausüben sollen, und zeigen sich zuversichtlich darüber, daß eine weitere Feminisierung dieser Gebiete die Welt ins Lot bringen würde.

Und dies macht auch den Kernpunkt des Scheiterns Ihres ethischen Konzepts aus: Denn die welterrettende Feminisierung sollte nach Ihrem Ermessen (Sie berufen sich auf den amerikanischen Politologen Francis Fucuyama) nicht allzu flott vonstatten gehen. Man brauche in den demokratischen Gesellschaften doch noch eine Weile "die Dominanz der Männer" und dies so lange, wie es noch die "Macho Kulturen" gebe, denn ohne die erstere wären die westlichen Demokratien nicht wehrhaft genug, um sich letzterer zu entledigen. Soweit so gut, könnte man meinen. Aber tasten wir diese Schaltfolge nach ihrer Sinnhaftigkeit ab:

Die gute "Dominanz der Männer" soll so lange beibehalten bleiben, bis sie die schlechte "Dominanz der Männer" jener "Macho-Kulturen" überall auf der Welt beseitigt haben würde, um dann die Frauen ebenbürtigen Teil an der Macht haben zu lassen. Was denn aber sollte sie sich noch von den Frauen versprechen, die gute männliche Dominanz, die ja sowohl die Potenz zu ihrer eigenen Erhaltung und Durchsetzung wie auch die Güte und ethische Reife zu der von ihr erwarteten freiwilligen Abgabe eigener Machtanteile in sich trüge? Wäre nicht jeder Ausgang in dieser Vision reine autarke Evolution alleiniger männlicher Omnipotenz? Lassen nicht gerade diese Ihre Überlegungen, Prof. Pfeiffer, das Weibliche politisch wie moralisch in bodenlose Nichtigkeit stürzen?

Sehr geehrter Herr Prof. Pfeiffer! Sie haben in der Vergangenheit wiederholt Befragungen organisiert und publiziert, die über Befindlichkeiten und Tendenzen bei jungen Menschen hinsichtlich ihrer Beziehung zur Gewalt aussagen sollten. Ihre Erläuterungen fanden in den Medien große Wertschätzung. Seit vor über zehn Jahren der mittlerweile amtlich eingestandene Mißerfolg des Bildungssystems gegenüber männlichen Kindern und Jugendlichen (fälschlicherweise als Mißerfolg der Jungen) thematisiert wurde, wuchsen permanent die Erforscher und Untersucher dieses fatalen Phänomens. Der Zusammenhang zwischen Bildungsmißerfolg und Gewalt scheint unumstritten zu sein. Mit den Erforschern wuchsen auch die ermittelten Gründe der Misere: Wenig männliche Lehrer, zu wenige taugliche männliche Vorbilder, Alleinerziehung durch ledige Mütter, also fehlende Väter, Verweiblichung des Unterrichts, Favorisierung und Standardisierung des mädcheneigenen Verhaltens, schlechtere Noten bei gleicher Leistung, fehlende Ermunterung zur weiteren Bildung, aber auch brutale Computerspiele usw.

Es wundert allmählich sehr, daß ein ganz besonderes Phänomen, welches das moralische Selbstverständnis junger Männer direkt betrifft, bei all diesen Untersuchungen bisher hartnäckig außen vor gelassen wurde. Auch bei Ihren Untersuchungen (korrigieren Sie mich, wenn ich da eine übersehen haben sollte). Damit meine ich den medialen und universitären Männerhaß, der mittlerweile in seiner verbalen Form durchaus Ausmaße rassistischer Verfolgung angenommen hat:

Menschen, die an Universitäten lehrten, verkündeten schon in den Neunzigern mit schadenfrohem Zynismus das biologisch bedingte Aussterben des Mannes. Andere behaupteten, Männer seien biologisch gesehen beschämende Fehler der Schöpfung. Sie alle unterrichten noch heute unbescholten; sie alle wurden und werden von den Medien wie Stars einer neuen Wissenschaft in den "westlichen Demokratien" herumgereicht. Nachrichtenmagazine, die als schulunterrichtstauglich gelten und oft so benutzt werden, titelten in dubioser Unbedarftheit "Eine Krankheit namens Mann", FRANKFURTER ALLGEMEINE-Herausgeber fanden es schick die "Männerdämmerung" verheißungsvoll einzuläuten, Polit-Kriminologen aus Niedersachen (auch das gehört leider hierher) verteufelten provokativ die Dominanz der Männer, und in die Parteiprogramme von Volksparteien (genauer: Ihrer SPD) wurde die Überwindung des Männlichen als politisches Ziel aufgenommen, weil, exakt wie es einstmals aus der feministischen Subkultur herausdünstete, männlich und menschlich Gegensätze seien.

Und Bilder sagen bekanntlich mehr als Worte. Das Bild des Mannes in Film und Werbung wurde meines Wissens nur ein Mal bisher untersucht. Es war die Studie "Männer in den Medien", die im Jahr 2006 und im Auftrag des österreichischen Sozialministeriums entstand. Das HAMBURGER ABENDBLATT betitelte seinen Artikel zur Studie mit "Väter sind Volltrottel". Ein Auszug: "Auf 350 Seiten wird anhand Dutzender Beispiele aus dem deutschen Werbesprachraum dargestellt, dass sie [die Männer – Anm. d. Verf.] zu Trotteln gemacht werden - und zu Volltrotteln in der Vaterrolle. Die Autoren merken an, dass es als sexistisch empfunden würde, würden Frauen und Mütter so dargestellt... Untersucht wurden 94 Werbespots, die 58 erfolgreichsten Kinofilme sowie die 83 beliebtesten Fernsehserien der letzten sechs Jahre."2

Eine interessante Spur zu weiterer Orientierung bei der redlichen Suche nach den Gründen der "Jungenmisere" bietet sich am besten in der Studie selbst auf Seite 220. Dort heißt es (kursiv von mir): "Teilweise beklagen ja vor allem die jüngeren Männer… dass ihre Geschlechtsgenossen… häufig als wenig intelligent gezeichnet werden, während im Gegenzug die Frauen als überlegen dargestellt werden."

Ist es nicht interessant? Gerade junge Männer also stören sich an solcher Herabsetzung des eigenen Geschlechts! Erinnern Sie sich, Prof. Pfeiffer, an den Abschiedsbrief des jungen Mannes, der als Amokläufer von Emsdetten tragische Berühmtheit erlangte: "Das Einzigste, was ich intensiv in der Schule beigebracht bekommen habe, war, daß ich ein Verlierer bin"?

Das alles läßt doch die sexistische Demagogie der Medien (die ja in Deutschland nicht weniger ausgeprägt ist als in Österreich) im Zusammenhang mit der kaltschnäuzigen Haltung der Politik gegenüber Jungen ("Ich finde es nicht schlimm, daß Jungen von den Mädchen abgehängt werden" – von der Leyen) als eine ziemlich giftige Mischung ausschauen. Ist es nicht komisch, daß sich dieser eindeutige Mißstand bisher trotzig dem Licht der wohlgesinnten psychosozialen Fahnder entzog? Wie kommt es, daß einerseits alle Experten sich darin einig wissen, wie wichtig gelungene männliche Vorbilder für Jungen sind, andererseits dieselben Experten eine ganze Industrie übersehen, die genau das öffentliche Aufstellen solcher Vorbilder systematisch zunichte macht? Wie kann diese Vergiftung junger Gemüter auch von Ihnen, Herr Pfeiffer, den berühmtesten Jugendbefrager des Landes, den provokanten Männerdominanzinterpreten, den Laienprediger der Gnade, ununtersucht, ja unangesprochen bleiben? Daß die albernen "Killerspiele" am PC, die Abermillionen junger Männer immer wieder ausschalten, um ihren normalen Alltag fortzusetzen, fataler wirken sollten, als die permanente subtile Diabolie einer omnipräsenten medialen Einflüsterung, glaube ich nicht.

Eher wäre darüber nachzudenken, ob man in diesem Versäumnis der Experten nicht das Resultat jener Untertänigkeit vor dem Zeitgeist zu sehen hätte, deren fataler Zug es ist, bei allen Erhebungen, Befragungen und Untersuchungen, die sie nur anstellen kann, am allerwenigsten sich selbst ermitteln zu können: der selbstauferlegten Ignoranz.

Mit freundlichen Grüßen

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PS: Dieses Schreiben findet sich auf meiner Homepage...

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Quellen, Anmerkungen:

1. "Gefährdet die Dominanz der Männer das Überleben der Menschheit?" - Der Vortrag auf der Webseite des Kriminologischen Instituts Prof. Pfeiffers
2. "Väter sind Volltrottel", HAMBURGER ABENDBLATT, 07. 11. 2006