DER MASKULIST
05.06.2001

D

aß Sprache Macht bedeutet, ist eine richtige Erkenntnis. Das ist deswegen so, weil Sprache Ideen vermittelt, die, einmal ausgesprochen, Prozesse in der Wirklichkeit auslösen können. Damit die Sprache allerdings Veränderungen in der Wirklichkeit bewirken kann, muß diese auch von der Wirklichkeit abstammen und von ihr getragen werden können! Sie muß die zu vermittelnden Ideen in Begriffen ausdrücken, die in der Wirklichkeit verifizierbar sind, d.h. etwas darlegen, was es auch so gibt.

Möge der Ästhet es dulden, daß auf diesen gleichen Seiten, auf welchen schon recht kuriose Zitate paradierten, auch die folgenden schönen und bedeutenden Verse aus Goethes Faust angeführt werden. Und es sollte uns auch nicht abschrecken, daß es sich dabei um ein berühmtes Zitat handelt, das oftmals zum Anlaß philosophisch-metaphysischer Betrachtungen genommen worden ist; was wir ihm abgewinnen wollen, sind weniger die metaphysischen Aspekte der hier behandelten Begriffe; es kann uns auch zu einer einfachen Deutung unserer täglichen, realen Sprachhandlungen dienen. Es heißt: 

Geschrieben steht: »Im Anfang war das Wort!«
Hier stock ich schon! Wer hilft mir weiter fort?
Ich kann das Wort so hoch unmöglich schätzen,
Ich muß es anders übersetzen,
Wenn ich vom Geiste recht erleuchtet bin.
Geschrieben steht: Im Anfang war der Sinn.
Bedenke wohl die erste Zeile,
Daß deine Feder sich nicht übereile!
Ist es der Sinn, der alles wirkt und schafft?
Es sollte stehn: Im Anfang war die Kraft!
Doch, auch indem ich dieses niederschreibe,
Schon warnt mich was, daß ich dabei nicht bleibe.
Mir hilft der Geist! Auf einmal seh ich Rat
Und schreibe getrost: Im Anfang war die Tat!

Faust I, 1224-1237

In dieser virtuos geleiteten Kaskade von Bedeutungen, in welchen sich das Wesen des Wortes "Wort" in genialen begrifflichen Transformationen entfaltet, verdeutlicht der Dichter einen intimen Zusammenhang zwischen den Begriffen "Wort", "Sinn", "Kraft" und "Tat". Ein "Wort", das keine Idee vermittelt, kann nicht begriffen werden, hat keinen "Sinn", ist bloßer Laut. Dieser wird erst zu Wort durch den "Sinn", das Deuten auf etwas Gekanntes, die Bedeutung.

Aber auch ein Wort, das zwar eine Idee vermittelt (Begriff ist), aber eine, die nicht auf etwas in der gelebten Wirklichkeit Vorhandenes hinweist, kann so nicht auf die Wirklichkeit greifen, hat keine Wirksamkeit oder "Kraft". Und als solches kann es auch für sich keine Ereignisse bewirken, keine "Tat" auslösen, nicht Tatsachen schaffen.

Zugleich - um vom anderen Ende der Skala auszugehen - hat ein Begriff, der nicht auf der "Tat" oder den Tatsachen beruht, nicht also auf ein bereits Getanes oder Existierendes hinweist, weder "Kraft" (Wirksamkeit) noch "Sinn" (Bedeutung). Wir wissen, daß alle Begriffe aus der Anschauung, aus dem also, was sichtbar vorhanden ist, stammen; selbst die abstrakten Begriffe lassen sich etymologisch auf Anschauliches zurückführen. (Ausnahmen sind geometrische Begriffe, da sie unabhängig von der Anschauung im Bewußtsein entstehen können, wobei sie räumliche und / oder mathematische Verhältnisse ausdrücken.)

Dieser Abhängigkeit des Begriffs von der Wirklichkeit muß immer erst Rechnung getragen werden, bevor der Schritt getan wird, letztere durch Begriffe zu verändern. Das ist auch der Grund, warum jedes vorgeschlagene Programm oder jede formulierte Theorie zuerst hinsichtlich der Richtigkeit ihrer Beschreibung des bereits Vorhandenen geprüft werden müssen, eher ihnen die Autorisation verliehen wird, sich in der Praxis zu verwirklichen. Der Glaube, man könne, indem man die Sprache willkürlich umgestaltet, die erwünschten Veränderungen in der Wirklichkeit hervorbringen, ist purer Aberglaube und naive Kindermagie, die davon ausgeht, daß man etwas an der Ursache verändern könne, indem man an der Wirkung herumpfuscht.

Wenn die Gelehrtin Pusch meint: "Wo wir uns sprachlich ausdehnen, können Männer den Platz nicht besetzt halten", drückt sie etwas aus, was nicht entschiedener verkehrt sein kann. Richtig wäre: "Wo wir uns tatsächlich ausdehnen, können Männer die Sprache nicht besetzt halten."

Hier wird ein wesentlicher Punkt für das Verständnis der sog. patriarchalen Sprache berührt, nämlich: Nicht eine Sprache ("Wort"), die das Maskuline betont, gestaltete eine Welt ("Tat"), in welcher das Maskuline primär agiert, sondern in einer Welt ("Tat"), in welcher das Maskuline primär agiert, gestaltete sich eine Sprache ("Wort"), die das Maskuline betont. Diese, die 'patriarchale Sprache', beruht also auf Wirklichkeit, auf "Tat"!

Kein Wunder, wenn der umgekehrte Weg zu den linguistischen Verwegenheiten führen muß, denen wir im zweiten Teil dieses Beitrags begegneten!

Die Richtigkeit dieses Sachverhalts wird - wenn auch versehentlich - in einem weiteren feministischen Erzeugnis bestätigt, das uns als empfohlene Lektüre auf der Internetseite "Frauen- und Lesbenpolitisches" nahegelegt wird. Es ist ein Buch aus Skandinavien, in welchem uns eine matriarchale Gesellschaft im phantastischen Land Egalia vorgestellt wird, die Egalitanisch spricht. Das Hauptmerkmal dieser Sprache ist, daß sie der gewöhnlichen 'patriarchalen Sprache' entgegengesetzt aufgebaut ist, also das Feminine betont. Einige lexikalische Leckerbissen auf Egalitanisch: "Herrschaft" heißt dort "Frauschaft", "Beherrschung" heißt "Befrauschung", "brüderlich" heißt "schwesterlich" und die "Menschen" heißen "Wipschen". Nun, so weit so gut.

Doch wir erfahren, dies alles wird in Egalia von der dort bestehenden Wirklichkeit ("Tat") allerdings getragen. Denn die Frauen- und Lesbenberaterin der Webseite erklärt uns: "Außerdem sind [in Egalia] alle wichtigen Tätigkeiten, zum Beispiel die Schiffahrt, Sache der Frauen".

- Aha! Das heißt also, die Erfinder Egalias und der egalitanischen Sprache erkennen, daß eine Sprache, die das Weibliche in den Vordergrund stellt, auch nur dort möglich ist, wo Frauen tatsächlich im Vordergrund aller Aktivität stehen, "alle wichtigen Tätigkeiten" ausüben! Betrachtet man aber unter diesem Prinzip die Welt diesseits des imaginären Landes Egalia, befindet man sich auf einer Erde, auf welcher nahezu alles, was nicht von der Natur geschaffen wurde, vom Mann errichtet worden ist; "auf einer Erde, auf welcher seine Städte stehen und von welcher aus seine Visionen bereits das All bereisen", wie es schon in der Einleitung zu diesen Seiten richtig hieß. Demnach aber wäre jede auch noch so 'patriarchale Sprache' nicht nur nicht zu revidieren, sondern als geradezu legitim und goldrichtig anzusehen!

Freilich wird hier der Feminist sein Fähnchen schwingen und einwenden: Frauen haben sich nur deswegen an vielen Dingen wenig beteiligt, weil der Mann sie ausschloß, um alle Macht für sich zu beanspruchen. Einer solchen Einfalt werden sich spätere Beiträge auf diesen Seiten gern annehmen. Die Leichtfertigkeit allerdings solcher Ansichten kann sich der Denkende bereits jetzt erschließen, indem er die Gewichtung einiger neutraler (nicht von einem der Geschlechter veranlaßten) Faktoren bedenkt, welche den Beitrag der Geschlechter auf verschiedenen Tätigkeitsfeldern und in verschiedenen Zeitaltern unterschiedlich für Mann und Frau bestimmten und beeinflußten:

Die Bedeutung etwa des Wandels der Umstände von solchen, bei welchen erst die Schiffe aus dem Waldholz gebaut werden mußten, bevor Kontinente überhaupt entdeckt werden konnten, zu solchen, bei welchen man die nun entdeckten Kontinente bequem und in kurzer Zeit erreichen kann, oder die Bedeutung der Errungenschaften der Automation für Vorgänge, die sonst nur mit schwerem körperlichen und langwierigem Einsatz zu tätigen wären; die Bedeutung der Vervielfältigung der Arten von Erwerbstätigkeit zunehmend nach Anbruch der Industrialisierung, der Erleichterungen im modernen Haushalt, der Entstehung der Sozialstaaten mit ihren Hilfestellungen gegenüber Alleinerziehenden und Sozialschwachen; ferner die Bedeutung der Veränderungen im ethischen Bewußtsein der Gesellschaft, in welchem heute der Lebenswandel eines jeden weitgehend seine persönliche Sache bleibt, was aber nicht schon immer so war.

Übertragen wir diese Faktoren auf die Lebensumstände und die biologischen Bedingtheiten der Geschlechter, erkennen wir wohl, daß ihre Beteiligung am Aktivitätenplan der fortschreitenden Menschheit zur keiner Zeit einer Gleichstellung entsprechen konnte.

Nicht nur auf Grund unterschiedlicher Eignung.

Auch die Beteiligung von Mann und Frau am so zentralen Prozeß der Fortpflanzung, welcher dem Mann nur einen kurzen sexuellen Einsatz, der Frau aber eine stattliche Anzahl von Monaten unter besonders vereinnahmenden Umständen, die den ganzen Menschen beanspruchen, abverlangt und sie nicht nur bis zur Austragung des Neugeborenen in dieses Ereignis einbindet, sondern noch weit darüber hinaus, gehört der folgenreichen Realität an, die als entscheidender Faktor für das unterschiedliche Tun und Können der Geschlechter angesehen werden muß. Ziehen wir dazu noch in Rechnung, daß sich mehrere Schwangerschaften und Geburten mit all ihren Folgen im Leben der noch jungen Frau ereignen können und daß just das begrenzte Fenster dieser Möglichkeit (Fertilitätszeit) auch die Zeit ist, in welcher der weibliche Mensch seine junge und aktive Zeit durchlebt, erkennen wir wohl, welche Einfalt das Denken bestimmt, das den Ausschluß der Frau aus diversen Bereichen des tätigen Lebens in der Vergangenheit und noch heute allein der List chauvinistischer 'Patriarchen' zuschreibt.

Soviel vorerst zu dem Einwand weiblicher Diskriminierung, nun zurück zur Sprache.

"Inflation im Denken und in der Sprache" wird hier der Gebrauch einer Sprache genannt, deren Begriffe nicht aus der Wirklichkeit stammen. Inflation, jene ironische Erscheinungsform des Mangels, der sich in Üppigkeit zeigt, des Mangels an Gültigem und Wahrem, der sich im Überfluß an Untauglichem und Verfehltem darstellt, jener Umgang mit Symbolen, die von der Realität nicht gedeckt werden, ist zunächst in der gegenwärtigen Sprache allgemein feststellbar. Denn es scheint eine Tendenz im Zeitgeist der Gegenwart zu geben, allzu spendabel mit bedeutungsreichen Begriffen umzugehen.

Wir wollen hier dieses Phänomen nicht in aller Konsequenz untersuchen. Um aber eine allgemeine Neigung zur Banalisierung und Verflachung von Begriffen festzustellen, die einstmals nur für die Darstellung ganz besonderer Persönlichkeiten oder ganz besonderer Ereignisse gebraucht wurden, heute aber im Zuge einer geistigen 'Demokratisierung', die zusammen mit der unausweichlichen Nivellierung der betroffenen Inhalte einhergeht, jedem zu Füßen geschmissen werden sollen, brauchen wir dies auch nicht zu tun.

Wer von uns hört nicht allenthalben, wie "genial" eine Handlung vollbracht wurde, sei diese auch etwas so Einfaches, wie das Gelingen eines Frühstücksomeletts. Und ein Unterhaltungsereignis, das einige Zeit lang beim Publikum ankommt, wird uns sogleich als neuer "Kult" präsentiert, oder der Manager eines Unternehmens, der beabsichtigt, in Zukunft die produzierten Gebrauchsgegenstände seiner Firma zu verkleinern, nennt diese Absicht die neue "Philosophie" seines Unternehmens.

Nun, solange Philosophen der hier beschriebenen Art nicht den Anspruch erheben, in philosophischen Wörterbüchern eingetragen zu sein, "Kultfiguren" aus der Kleinkunst nicht darauf bestehen, nach ihrem Ableben im römischen Pantheon bestattet zu werden, und "Genies" vor der Bratpfanne nicht meinen, ihre Biographie der Weltliteratur anbieten zu müssen, dürfen wir vielleicht noch getrost dergleichen belächeln.

Denn solange Sprache bloß beschreibt, können ihre Aussagen weniger anrichten, was allgemein bedauerliche Folgen zeitigen könnte. Schließlich wird jeder auf das eigene Urteil zurückgreifen müssen, um sich Klarheit zu schaffen und Übertreibung oder Unwahrheit, die an ihn herankommen, als solche zu erkennen. Viel aufmerksamer aber sollten wir einer Sprache gegenüberstehen, die verändern will, die Wirklichkeit intendiert!

Zwar wird eine inflationäre Sprache, deren Begriffe von der Wirklichkeit abweichen, von dieser - wie schon angedeutet - selbst vereitelt; doch nur dann, wenn keine tendenziösen Bestrebungen, die meinungsbildend wirken, sie unterstützen oder sie zum Diktat erheben! Solche Bestrebungen würden als Mittel das Leugnen von Werten, Eigenschaften und Zusammenhängen gebrauchen, und ihre Begriffe hätten das Ziel, Inhalte zu entstellen und Konturen zu verwischen; dabei würde die Wirklichkeit verformt.

In den bisherigen Ausführungen dieser Seiten haben wir über solches Verformen der Wirklichkeit, über solches Entstellen von Inhalten und über die "tendenziöse Seichtheit" in der Begriffswahl des Feministen einige Beispiele gegeben; die Tendenz wird steigend sein. Auch haben wir gesehen, wie es zu alledem kommen konnte.

Die Allmacht und die ständige Präsenz der Medien in unserem Alltag wirken auf das selbständige Denken mehr als bedenklich! Und das um so mehr in einer Epoche, im Zeitalter der Information und der Informatik, in welchem Wissen zum bloßen Aufnehmen von informatorischen Elementen (Daten) zu verkommen droht und Denken zu deren gezielter Verarbeitung. Zumeist wird bei dem täglichen Pensum an Berieselung und Gehirnwäsche, das der moderne Mensch zu überstehen hat, jene Aktivität untergraben, die sehr wesentlich zur Herstellung von Klarheit ist: das Hinterfragen. Was bedeuten eigentlich die Begriffe, mit denen wir permanent berieselt werden?

Wir haben da hinsichtlich unseres Themas die "Frauenbewegung" und den "Geschlechterkrieg", wir hören von "Geschlechterrollen", "Unterdrückung", vom wankenden "Patriarchat" und einstigen "Matriarchaten", von "Gleichstellung" und "Emanzipation", vom "Macho" oder von der "Powerfrau".

Als unbezweifelbare Tatsachen eingehämmert, geistern diese Begriffe im Bewußtsein des modernen Menschen wie Selbstverständlichkeiten und überdies wie Garanten für seine zeitgemäße Aufgeschlossenheit und Progressivität. Und so geschieht es, daß selbst kritische Betrachter des Feminismus seine Begriffe eins zu eins übernehmen, mit diesen sogar ihre Positionen darzustellen suchen, ohne zu realisieren, daß sie damit schnurstracks ihm auf den Leim gegangen sind! Auch sie seien "emanzipiert", wollen den "Geschlechterkrieg" beenden, rufen Hals über Kopf zu "Männerbewegungen" auf.

Doch eine jede Bewegung beginnt im Geist und vollzieht sich zunächst als eine Begegnung mit Begriffen. In diese sollte man aber zuerst hineinschauen.

Was also ist die "Frauenbewegung"? Welches Phänomen nennen wir so? Wie und wo begann es? Wer stiftete seine intellektuellen Grundlagen, und wer verschaffte ihm die gesellschaftlichen Voraussetzungen? In welchen Teilen der Welt findet es statt und was sagt uns dies? Welche Mittel stehen ihm zur Verfügung, und welche Bedeutung hat dabei der Mann? Ist es überhaupt eine Bewegung von Frauen oder eher eine für Frauen, denn wie weit identifizieren sich die Frauen im allgemeinen mit ihr? Ja, ist es überhaupt eine Bewegung? Oder eher ein großes Stauen, das weibliche Energie und Intelligenz wie ein Schwarzes Loch ansaugt und vertilgt?

"Geschlechterrollen"? Aber in welchem Theater? Wer inszeniert sie? Und gibt es auch Geschlechterwirklichkeiten? Können denn Rollen überhaupt beliebig vergeben werden, oder müssen Rollenträger bestimmte Eigenschaften vorweisen, auf welchen ihre Rollen erst beruhen können? Wenn es so wäre, warum spricht der Feminist so wenig von diesen Grundlagen, von den Eigenschaften der Geschlechter, aber allenthalben von ihren Rollen? Ist er vielleicht deren Erfinder?

Zeit wird es auch endlich zu erfahren, wer im berüchtigten "Geschlechterkrieg" an der Seite des Mannes kämpft. Gibt es ihn wirklich, den Geschlechterkrieg, oder ist er bloß ein Krieg gegen den Mann? Aber wer führt ihn, bzw. was wird da geführt?

Und wie steht es mit der "Emanzipation"? So etwas muß man (frau) doch allein können. Es heißt: Der Mann sperrt die Wege. Was aber erwarten die Kriegerinnen im "Geschlechterkrieg"? Werden in Kriegen nicht immer die Wege des Feindes gesperrt? Und mit welchem Potential wurden derlei Sperren von den bereits "emanzipierten" Frauen bisher überwunden? Oder gibt es diese letzteren gar nicht? Und gibt es sie, würde ihr Potential fürs weitere ausreichen? Müssen Männer für die Befreiung der Frau überhaupt etwas tun? Wenn ja, warum sollten sie das, und warum werden sie vom Radikalfeminismus ausgeschlossen? Wenn nein, was soll dann das unaufhörliche Gejammer gegen sie? Schadet Feminismus der Emanzipation?

Wir wollen in den folgenden Beiträgen, die Grundbegriffe des Feminismus etwas genauer nach ihrer Bedeutung untersuchen. Denn eines sollten wir aus dem bisher Dargelegten bereits erkannt haben: Die gewaltsamen Attacken gegen die Sprache, mit welchen unsere Sprachmacherinnen zur Durchsetzung ihrer Akzente zu gelangen suchen, die gekonnten P(f)uschereien feministischer Gelehrtinnen und die rigoros verunstaltenden Berichterstattungen, welche uns feministische Schreiber und Schreiberinnen darbieten, nehmen ihren Ausgang in der Betrachtung der Sprache als eines Instruments allein der Macht und der Rache! Ästhetik, Ethik, Geist und Wahrheit samt aller Logik sind Ballast, durchschautes Blendwerk 'patriarchalen' Machtstrebens, die über Bord geworfen werden.

Waren aber vielleicht Ästhetik, Ethik, Geist und Wahrheit samt aller Logik bereits über Bord, als die "sanfte Revolution" erst ihre Sprache schuf? Denn was davon findet sich in den Grundbegriffen des Feminismus wieder?

Zu dieser Untersuchung kann nur ein Denken taugen, das in der Lage ist, mitten in aller Medien-Berieselung sein Wesen zu behaupten und dabei nach dem Sinn hinter den Floskeln Ausschau zu halten. Wir wollen es uns gestatten!

_____________________